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Alt 28.06.2019, 21:08   #76  
Peter L. Opmann
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Der mächtige Thor (Williams) 20

Erscheinungstermin: 8/1975

Originalausgabe:
1) Journey into Mystery # 102
2) Silver Surfer # 7

Story-Titel:
1) Sklave Zarrkos, des Mannes von morgen!
2) ohne Titel (Der Erbe von Frankenstein!)

Original-Storytitel:
1) Slave of Zarrko the Tomorrow Man
3) The Heir of Frankenstein!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby / Chic Stone
3) John Buscema / Sal Buscema

Text:
1) Stan Lee
3) Stan Lee



Diese Ausgabe – wohl die erste in der Serie – hat mich positiv überrascht. Sie ist zwar nicht herausragend, aber hält immerhin das Niveau des ersten Teils – was ja bei Stan Lee, wie wir wiederholt bei „Spider-Man“ gesehen haben, nicht selbstverständlich ist. Wie es Thor als Sklave Zarrkos im 23. Jahrhundert ergeht, liest sich jedenfalls ganz nett, es gibt eine Reihe hübscher Einfälle zur Gesellschaft 200 Jahre in der Zukunft, und am Ende wird die Geschichte auch nicht durch einen faulen Trick gelöst. Einen Schwachpunkt meinte ich dagegen im Cover zu erkennen; das sah ungelenk nachgezeichnet aus, ist aber wohl doch das Original. Hier wurde Jack Kirby von Sal Brodsky geinkt, der möglicherweise einen schlechten Tag hatte oder keine Zeit oder beides. Zudem gibt das Covermotiv die Geschichte nicht richtig wieder. Thor wird nicht allein von einer Maschine am Boden festgehalten, sondern Zarrko ergeht es genauso, wie wir sehen werden.

Hier haben wir es mit einer ziemlich verwickelten, teils überraschenden Geschichte auf nach wie vor 13 Seiten zu tun. Lee und Kirby haben da einiges hineingepackt. Nur die Liebesbeziehung zwischen Thor und Jane Foster bleibt zur Abwechslung mal ausgeklammert. Zudem stimmt der Anschluß nicht ganz: In der vorigen Ausgabe sahen wir bereits, wie Zarrko und Thor in seiner Zeitmaschine aus unserer Gegenwart verschwanden. Jetzt triumphiert Zarrko noch einmal, während Thor dekorativ seinen Hammer schwingt. Es folgen eineinhalb Seiten Rückblende – mußte wohl sein, weil es zu dieser Zeit noch die große Ausnahme war, daß ein Comic sich über zwei Hefte hinzieht. Thor unterwirft sich demnach Zarrko deshalb, weil er ihn und seinen Roboter mit halbierter Kraft nicht besiegen kann. Im letzten Heft tat er das, um die Menschen nicht zu gefährden. Auf jeden Fall wird Thor nun widerwillig, aber zuverlässig Zarrkos Befehle ausführen.

Er zerstört ein Laufband, bringt Flugkörper zum Absturz, setzt verkehrsregelnde Roboter außer Betrieb und wehrt Ordnungskräfte („Techni-zisten“ genannt) ab, die wider Erwarten bewaffnet sind. Zarrko verlangt nun die Kontrolle über die „Machtmaschine“. Die wird durch ein krakenhaftes Wesen verteidigt, das Thor allerdings außer Gefecht setzt. Als sich Zarrko und Thor der Machtmaschine nähern, werden sie durch einen zweiten Verteidigungsmechanismus angegriffen, der auf dem Cover abgebildet ist. Thor schafft es, diese Maschine zu zerschlagen. Der Weg ist frei. Nun aber hat Thor sein Wort gehalten, Zarrko zum Herrscher der Zukunftswelt zu machen, und kann also wieder gegen ihn kämpfen. Zarrko ergreift den zentralen Hebel der Machtmaschine und droht, die Erde zu vernichten. Aber er hat nicht mit einer dritten Verteidigungseinheit gerechnet, einer „Blase aus halbstabiler Energie“, in die er hineingezogen wird (was auch immer das sein mag). Der Frieden auf dieser Welt ist gesichert. Thor kehrt in unsere Zeit zurück, indem er seinen Hammer herumwirbelt. Odin ist mit seinem Auftritt nun alles in allem zufrieden – wenngleich er ihm nicht seine volle Kraft zurückgibt. Loki muß eine neue Intrige ersinnen.

Hier haben wir es weniger mit logischen Aussetzern zu tun als mit liebenswerten verrückten Ideen, wie die Zukunft aussehen könnte. Jack Kirby hat das angemessen in Bilder umgesetzt, und den Inker Chic Stone mochte ich ohnehin schon immer. An der Zarrko-Story ist nicht viel auszusetzen. Sie paßt zwar immer noch ins Umfeld von „Journey into Mystery“, aber sie hat auch schon einiges von einer typischen Marvel-Superheldenstory. Kleiner Minuspunkt: Die Sprechblasen scheinen hier teilweise vergrößert zu sein.

Geändert von Peter L. Opmann (01.07.2019 um 22:04 Uhr)
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Alt 02.07.2019, 19:08   #77  
Peter L. Opmann
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Der mächtige Thor (Williams) 21

Erscheinungstermin: 9/1975

Originalausgabe:
1) Journey into Mystery # 103
2) Silver Surfer # 7

Story-Titel:
1) Bedroht von der Zauberin und dem Henker!
2) ohne Titel (Der Erbe von Frankenstein!)

Original-Storytitel:
1) The Enchantress and the Executioner!
3) The Heir of Frankenstein!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby / Chic Stone
3) John Buscema / Sal Buscema

Text:
1) Stan Lee
3) Stan Lee



Diese Episode ergibt zwar keinen rechten Sinn, gefällt mir aber trotzdem ganz gut. Die Zauberin und der Henker sind so wirkungsvolle Figuren, daß sie nicht nur in „Thor“ immer wieder auftauchten, sondern auch in „Rächer“. Vielleicht hätte es der Story gut getan, wenn sie sich in einem Zweiteiler hätte ausbreiten können, aber sie ist nun wieder mal in 13 Seiten abgeschlossen („romanlang“ nennt das völlig zu Unrecht die deutsche Fassung). Aber gut sind auch wieder die Zeichnungen, wenngleich Jack Kirby mit relativ kleinen Panels arbeiten muß.

Thor kommt aus der Zukunft zurück, und es sieht so aus, als habe er wieder seine vollen Kräfte zurückgewonnen. Das bleibt aber erstmal unklar. Eine halbe Seite widmen Lee und Kirby einem Rückblick auf das Abenteuer mit Zarrko. Dann sehen wir Loki eine neue Intrige spinnen. Er schlägt Odin vor, Thor mit der bekannt göttlich schönen Zauberin zusammenzuspannen, damit er Jane Foster vergißt. Eilends sucht er dann diese Frau auf, und wir erfahren, daß sie ein ganz schön durchtriebenes Stück ist. Loki würde ja ganz gern selbst eine Affäre mit ihr beginnen, aber sie ist ihm zu gefährlich. Auf der Erde erregt die Zauberin viel Aufsehen. Recht bald taucht sie in der Praxis von Dr. Blake auf, um sich „untersuchen“ zu lassen. Er ist aber an Doktorspielen nicht interessiert. Dennoch schafft sie es, sich ihm genau in dem Moment an den Hals zu werfen und ihn zu küssen, als gerade Jane Foster den Behandlungsraum betritt. Sie ist tief gekränkt und verschwindet, ohne Blake etwas erklären zu lassen.

Die Zauberin ihrerseits ist mächtig sauer, daß Blake sie so kühl abserviert hat und holt den Henker zu Hilfe. Er soll Jane Foster entführen, damit sie sich an Thor rächen kann. Obwohl er mit seinem furchtbaren Dress in New York großes Aufsehen erregt, gelingt es ihm, Jane zu finden und nach Limbo zu verfrachten, in Dantes Vorhölle, die mit der germanischen Mythologie nichts zu tun hat. Thor kommt hinzu und bedrängt den Henker hart. Weil er aber Jane in seiner Gewalt hat, ergibt sich Thor. Der Henker will Thors Hammer als Bedingung für ihre Freilassung. Er kann den Hammer aber – wie wir bereits wissen – nicht heben. Dier Zauberin kommt dazu und ist irgendwie von der Entwicklung der Dinge nicht angetan. Also verwandelt sie den Henker allmählich in einen Baum. Ihr Zauberkräfte bleiben allerdings bei Thor wirkungslos. Thor zwingt sie dazu, den Henker zurückzuverwandeln, und schleudert beide dann nach Asgard zurück.

Er selbst wird wieder zu Don Blake. Jane behandelt ihn zunächst frostig wegen dem Zwischenfall mit der Zauberin, läßt sich dann aber doch erweichen, mit ihm in die Praxis zurückzukehren. Odin hat das Schauspiel beobachtet und tobt, weil Thor die Sprechstundenhilfe immer noch liebt. Von der Intrige Lokis hat er sonst offenbar nichts mitbekommen. Odin kündigt neue Konsequenzen für Thor an. Genaueres erfahren wir noch nicht.

Die Zauberin und der Henker wären vielleicht interessante Gegner für Thor, wenn klar wäre, welche Pläne sie eigentlich verfolgen. Anfangs sollte die Zauberin ja nur Thor im Auftrag von Loki und im eigenen Interesse verführen. Diese erotische Komponente ist ziemlich gut eingesetzt, obwohl nichts passiert, was nicht harmlos genug für Kinder wäre. Aber auch wie die Zauberin den riesenhaften und äußerst brutalen Henker mit einem Zauberspruch in die Knie zwingt, ist recht wirkungsvoll. Es war klar, daß aus dieser Konstellation noch mehr zu machen war.

Nachtrag für die Williams-Fans: Erstmals haben wir hier ein größeres Format, wieder etwas besseres Papier, und in der nächsten Produktion starten drei zusätzliche Serien ("Grüne Laterne" und "Horror" sind noch nicht berücksichtigt).

Geändert von Peter L. Opmann (02.07.2019 um 20:29 Uhr)
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Alt 03.07.2019, 10:07   #78  
Peter L. Opmann
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Noch eine allgemeine Beobachtung:

Thor verwendet jetzt zunehmend eine altertümliche Sprache. Im Original ist das wohl ein annäherndes Shakespeare-Englisch. Es kam in den letzten Ausgaben schon vereinzelt vor, hier tritt diese Redeweise aber in den Vordergrund.

Kostproben:

"Welch Böses hast du getan, gnadenloser Übler?"

"Bring das Mädchen wieder, und der Hammer sei dein! Du hast Thors Wort!"

"Doch ihr zween habt genug Unheil angerichtet... genug Verwirrung auf diesem hilflosen Planeten! Die Erde steht unter meinem Schutz, und so verbanne ich euch! Kehrt nach Asgard zurück, sage ich... kehrt zurück!"

Als Don Blake spricht Thor allerdings ganz normal.
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Alt 03.07.2019, 20:18   #79  
Peter L. Opmann
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Der mächtige Thor (Williams) 22

Erscheinungstermin: 10/1975

Originalausgabe:
1) Journey into Mystery # 104
2) Journey into Mystery # 104
2) Silver Surfer # 8

Story-Titel:
1) Giganten wandeln auf Erden!
2) Heimdall, Hüter der mystischen Regenbogenbrücke!
3) Der Geist schlägt zu!

Original-Storytitel:
1) Giants walk the Earth!
2) Heimdall the Guardian of the Rainbow Bridge!
3) Now strikes the Ghost!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby / Chic Stone
2) Jack Kirby / Don Heck
3) John Buscema / Dan Adkins

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee
3) Stan Lee



Das ist wieder eine Ausgabe, die ich recht früh in einem Superband gelesen habe. Damals, als Zwölf- oder Dreizehnjährigen, hat sie mich nicht überzeugt. Ich sehe auch, woran das liegt. Die Intrige von Loki weist einige logische Unstimmigkeiten auf, was ich bereits als Heranwachsender erkannte. Grafisch hat diese Ausgabe einiges zu bieten. Mir gefällt sowohl die Zusammenarbeit von Jack Kirby und Chic Stone als auch die von John Buscema und Dan Adkins beim „Silver Surfer“, und auch die von Don Heck geinkten „Geschichten aus Asgard“ sehen nicht schlecht aus, wenn auch die schwarzen Linien mitunter zu blass herauskommen und die Farbgebung zu wünschen übrigläßt. Die deutsche Bearbeitung der Comics teilen sich jetzt Hartmut Huff und Kirsten Isele.

Nachdem die Splashpage kurzzeitig der Einstieg in die Story war, haben wir inzwischen wieder meist eine Schmuckseite zu Beginn, auf der Thor stets irgendwie seinen Hammer schwingt. Hier sehen wir zudem in Kirbys typischer Manier die beteiligten Figuren: Odin, Loki, Balder und die beiden Giganten – und einen sich drehenden Globus im Hintergrund.

Um den Anschluss an die vorherige Ausgabe zu wahren, empfängt Loki zu Beginn die Zauberin und den Henker, die Thor nicht besiegen konnten. Nun hat er Glück: Odin ruft ihn zu sich und will einen Rat zum Umgang mit dem renitenten Thor. Loki ist nicht verlegen: Odin soll zur Erde reisen und den mißratenen Lieblingssohn dort wieder auf Linie bringen. In Wahrheit will Loki dann nur den unbesetzten Herrscherthron okkupieren. Odin folgt jedoch seinem Rat und stattet ihn auch noch mit einem Teil seiner Macht aus. Dann sehen wir Don Blake in einem kurzen Gespräch mit Jane Foster. Er spürt, daß irgendwie Gefahr droht, und sucht in Gestalt Thors die Stadt ab. Odin ist schon angekommen und wird in einem üblen Viertel von zwei Straßenräubern angegriffen, die er aber lässig abblitzen läßt. Loki setzt nun seinen Plan um, der darin besteht, daß er Odin auf der Erde so sehr beschäftigt, daß der möglichst nie wieder nach Asgard zurückkehrt. Er aktiviert dazu den Sturmgiganten Skagg und den Feuerdämon Surtur.

Allerdings hat Loki nicht bedacht, daß Wächter Heimdall alles mitbekommt. Er sendet Balder zur Erde, um Odin und Thor zu warnen. Balder findet Thor, und Thor informiert Odin, der gerade in Blakes Praxis aufgetaucht ist, vom Nahen der beiden Naturgeister. Odin bringt zunächst mal die gesamte Menschheit in einer Paralleldimension in Sicherheit. Dann wenden sich er, Thor und Balder dem Sturmgiganten zu. Nach kurzem Kampf veranlaßt Odin, daß Skagg auf dem Meeresgrund einsinkt. Surtur erkennt, daß er nur zusammen mit ihm die Asen besiegen kann, und härtet den Meeresboden. Noch einmal wogt der Kampf. Dann zwingt Odin Skagg mit seinem Schwert in die Knie, obwohl der Gigant insgeheim von Loki gestützt wird. Surtur hat sich inzwischen zum Nordpol aufgemacht, um ihn zu schmelzen und die Erde zu überfluten. Aber Thor ergreift nun Odins Schwert und lenkt Surtur damit in den Weltraum, wo er hilflos an einen Asteroiden geheftet wird. Odin stellt den alten Zustand auf der Erde wieder her. Die Menschen können sich natürlich an nichts erinnern. Jane Foster muß sich in dieser Ausgabe mit ein paar Cameo-Auftritten begnügen. Loki wird von Odin bestraft: Er muß nun den Trollen dienen. Wie in der letzten Ausgabe, sieht der Göttervater jedoch am Ende schon wieder Unheil nahen. Wir müssen uns also wohl oder übel auch die nächste Ausgabe kaufen.

Was für eine Story will uns Stan Lee hier verkaufen? Odin fragt Loki um Rat? Ernsthaft? Doch Loki agiert hier auch nicht besonders gewitzt. Mit den beiden Giganten kann er Odin und Thor nicht lange auf der Erde halten. Da hätte ich schon irgendetwas erwartet, was Odin – und möglichst auch Thor – wirklich gefangenhält. Die grundlegende Motivation der Geschichte stimmt also nicht. Das Verhältnis von Thor und Odin bleibt auch seltsam im Vagen. Hat Thor nun eigentlich seine vollen Kräfte zurückerhalten? Jedenfalls wird ihm seine Kraft, wenn ich mich recht erinnere, später noch einmal halbiert. Zudem weigert sich Thor hier, mit Odin nach Asgard zurückzukehren. Er will bei denen bleiben, die er liebt (womit er offenbar nicht speziell Jane Foster meint). Odin sagt dagegen, nach der siegreichen Schlacht sei nicht der richtige Moment, um das mit Thor näher zu besprechen. Aber eigentlich ist er ja genau zu diesem Zweck auf die Erde gekommen. Auch das paßt also nicht richtig zusammen. Im übrigen pendelt Thor ja zwischen der Erde und Asgard munter hin und her. Er bleibt also keineswegs für immer auf der Erde, wie er beteuert.

Heute sehe ich die Geschichte allerdings in etwas freundlicherem Licht als früher. Die beiden entfesselten Unholde haben schon was, und sie sind ja später bei den Rächern noch einmal aufgetaucht (statt dem Sturmgiganten war’s dann allerdings ein Frostriese). Die Story hat also zumindest Potential.
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Alt 05.07.2019, 12:33   #80  
Peter L. Opmann
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Kommentar:

Zitat:
Dass Odin Loki fragt, ist mythologisch nicht ganz unlogisch: Streng genommen ist Loge/ Loki älter als Odin: er gehört zu den Vanir/Vanen, die wohl schon in Urzeiten im Norden verehrt wurden. Loki ist ursprünglich ein Feuergott. Später spaltet sich diese Vorstellung in einen Asgard- und einen Utgard-Loki (Unterwelt). Aus der Zeit muss dann die Geschichte um Lokis Adoption durch Odin stammen. Da die Geschichten viel später aufgeschrieben wurden als beispielsweise griechische Sagen, "wabert" die Nordmythologie an manchen Stellen. Andere Stellen wirken schlicht "geklaut", wie zum Beispiel Lokis Ankettung an den Felsen (Prometheus). In der deutschen Überlieferung ist ein zusätzliches Problem, dass der Mythos gereinigt wurde. Episoden wie die Verführung der Riesinnen durch Odin oder wie Heimdall bei Freya "fensterlt", ließen sich wohl mit dem reinen (wagnerschen?) Götterimage nicht vereinbaren.
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Alt 05.07.2019, 19:12   #81  
Peter L. Opmann
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Der mächtige Thor (Williams) 23

Erscheinungstermin: 11/1975

Originalausgabe:
1) Journey into Mystery # 105
2) Silver Surfer # 8

Story-Titel:
1) Die Kobra und Mr. Hyde!
2) ohne Titel (Der Geist schlägt zu!)

Original-Storytitel:
1) The Cobra and Mr. Hyde!
2) Now strikes the Ghost!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby / Chic Stone
2) John Buscema / Dan Adkins

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee



Die Serie entwickelt sich noch einmal einen Schritt nach vorne. In „Journey into Mystery“ gibt es ab sofort keine Füllstorys mehr. „Thor“ erhält jetzt 18 Seiten. Damit der Magazincharakter erhalten bleibt, kommen fünf Seiten „Tales of Asgard“ hinzu. Lee und Kirby spannen zwei Gegner Thors jüngeren Datums zusammen und gönnen dem Aufeinandertreffen gleich einen Zweiteiler. Allerdings beginnt die Story holprig, und sie leidet nach wie vor darunter, daß Thors Kräfte nicht richtig definiert sind. Eigentlich müßten die Kobra und Mr. Hyde den Helden kaum in Verlegenheit bringen können. Doch wieder einmal geht Thor seines Hammers verlustig und gerät so in eine schwierige Lage. Der Zweiteiler erlaubt jedoch, seiner Beziehung zu Jane Foster wieder etwas mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Die Geschichte beginnt mit einem Treffen der Rächer, das aber recht unmotiviert ist. Es besteht nämlich gerade kein Bedarf, die Welt zu retten, und so trennen sich die Mitglieder. Auf dem Weg zu Don Blakes Praxis begegnet Thor der Kobra, und es kommt zu einem kleinen Scharmützel. Die Kobra muß schließlich fliehen und dringt durchs Fenster in eine Wohnung ein. Sie gehört dem Wissenschaftler Calvin Zabo, der sich gegen den Eindringling wehrt, indem er sich in Mr. Hyde verwandelt. Nach kurzer Zeit bemerken beide, daß sie einen gemeinsamen Feind haben: Thor. Na, was für ein Zufall! Sie beschließen, sich zusammenzutun, um Thor zu besiegen.

Auch Jane Foster hat sich eine Strategie zurechtgelegt: Als Don Blake in der Praxis auftaucht, eröffnet sie ihm, daß sie am Abend tanzen gehen wird – nicht mit ihm natürlich, sondern mit einem anderen Mann. Sie will ihn eifersüchtig machen und ihn zwingen, ihr seine Liebe zu gestehen. Blake reagiert aber betont kühl, denn er darf ihr seine Geheimidentität (wollen wir seine Thor-Existenz mal so nennen) nicht verraten. Er trifft jedoch eine folgenschwere Entscheidung: Er schließt seinen Krückstock ein, um nicht mehr zu Thor werden zu können. Wenn es Thor nicht mehr gibt, steht seiner Liebe zu Jane nichts mehr im Weg.

Mr. Hyde hat inzwischen einen Plan: Er will Thor mit einer Zeitumkehrkamera aufspüren. Zum Schein bricht er in ein Juweliergeschäft ein. Als Thor erwartungsgemäß auftaucht, richtet die Kobra das Gerät auf ihn. Mr. Hyde taucht unter, indem er sich in Zabo zurückverwandelt. Die Zeitumkehr ermöglicht beiden später zu verfolgen, daß Thor aus der Praxis von Don Blake kommt. Die Kobra und Mr. Hyde suchen schnurstracks die Praxis auf, bedrohen Don Blake und Jane Foster und versuchen, durch sie den Aufenthaltsort Thors herauszubekommen.

Blake sieht sich genötigt, doch wieder zu Thor zu werden. Er zeigt Hyde den Stock und macht ihm weis, Thor tauche auf, wenn er ihn aufschlägt. Hyde tut es, und auch so kann sich Blake in Thor verwandeln. Das geht immer mit einem Lichtblitz einher, so daß weder Hyde noch die Kobra noch Jane sehen können, daß er sich verwandelt. Thor ist also die wohl einzige Marvel-Figur, die in aller Öffentlichkeit zum Superhelden werden kann. Thor läßt Don Blake geschickt als Held dastehen: Er habe ihn herbeigerufen. Der Rest dieses ersten Teils ist der Kampf Thors gegen die beiden Übeltäter, der sich auf einer großen Maschinenausstellung abspielt. Die Kobra kommt auf die Idee, Thor seinen Hammer mit einem „atomaren Hydraulikheber“ zu entwinden. Niemand kann den Hammer heben, aber eine Maschine schon. Also muß Thor der Gefahr ins Auge sehen, daß er sich in 60 Sekunden in Blake verwandeln wird. Cliffhanger.

Man sieht, die Geschichte ist recht umständlich. Interessant fand ich lediglich Don Blakes Entscheidung, nicht mehr zu Thor werden zu wollen. Dieses Motiv ist bekannt aus „Amazing Spider-Man“, kommt da aber erst viel später vor – die berühmte Szene, in der Peter Parker sein Kostüm in den Müll wirft. Thor unterscheidet sich von den meisten seiner klassischen Superhelden-Kollegen dadurch, daß er als Don Blake über keinerlei Superkräfte verfügt. So ist es zwar auch bei Bruce Banner/Hulk, aber der hat keine Kontrolle darüber, wann er sich verwandelt. Tony Stark trägt zumindest ständig seinen Brustpanzer. Henry Pym ist zwar anfangs auf seine Vergrößerungs- und Verkleinerungspillen angewiesen, kann aber bald auch ohne sie zum Giganten oder Ameisenmann werden. Geklärt werden muß also in dieser Serie nicht nur, wie stark Thor nun eigentlich ist, sondern auch, wie seine beiden Identitäten miteinander verbunden sind. Zu den Zeichnungen kann ich nur wiederholen: Das Team Jack Kirby/Chic Stone gefällt mir ausnehmend gut, auch wenn es hier grafisch nichts besonders hervorzuheben gibt.

Geändert von Peter L. Opmann (07.07.2019 um 21:17 Uhr)
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.07.2019, 21:16   #82  
Peter L. Opmann
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Der mächtige Thor (Williams) 24

Erscheinungstermin: 12/1975

Originalausgabe:
1) Journey into Mystery # 106
2) Silver Surfer # 9

Story-Titel:
1) Der Donnergott schlägt zurück!
2) Die Seele des Stürmers zu rauben!

Original-Storytitel:
1) The Thunder God strikes back!
2) To steal the Surfer’s Soul!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby / Chic Stone
2) John Buscema / Dan Adkins

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee



Wenn man wohlwollend urteilen will, kann man sagen, daß Machart und Struktur des ersten Teils der Story beibehalten werden. Immerhin wird sie also nicht schwächer. Den Tanz um Thors (wieder mal) verschwundenen Hammer finde ich allerdings schon ziemlich nervig. Und sobald Thor ihn zurück hat, machen ihm die Kobra und Mr. Hyde keine größeren Probleme mehr, wie das zu erwarten war. Positiv zu vermerken ist nur, daß Thor jetzt richtige Superschurken als Gegner hat und sich so der regulären Marvel-Welt wieder ein Stück annähert. Seine Beziehung zu Jane Foster erinnert mich nun ziemlich an die zwischen Peter Parker und Betty oder Gwen. Die Frau ist bei Stan Lee oft recht launisch, hält den Helden immer wieder für einen Schwächling oder eine Memme und versöhnt sich dann unvermittelt wieder mit ihm. Hier hat sie Don Blake zunächst bewundert, weil er, bedroht von Kobra und Hyde, Thor zu Hilfe rief. Am Ende wird sie ihn für sein vermeintliches Versagen verachten.

Die Zeit der schmückenden Splashpages scheint nun vorbei zu sein. Wir tauchen wieder in die Story ein zu dem Zeitpunkt, als eine Maschine Thors Hammer auf einer Messe an sich gerissen und quasi verschluckt hat. Thor beschließt zunächst, ohne ihn zu kämpfen und versteckt sich dann in einer Menschenmenge, damit unerkannt bleibt, wie er sich in Don Blake verwandelt. Dann meldet er sich zum Entsetzen der Leute, um Kobra und Hyde den Aufenthaltsort Thors zu verraten. Er macht aber zur Bedingung, daß sie ihm seinen Stock holen, der nun in der Maschine steckt. Die beiden Schurken gehen auf den Deal ein; das ist eher unglaubwürdig, denn die beiden machen nicht den Eindruck, auf die Bedingungen von irgendjemand einzugehen. Außerdem verwundert es, daß sie keinen Zusammenhang zwischen dem Stock und dem Hammer herstellen, der ja ebenfalls in der Maschine steckt. Die Kobra schlängelt sich in die Maschine hinein, Hyde zerreißt sie dann mit roher Kraft. Don Blake verschwindet wieder in der Menge und verwandelt sich in einem Blitz in Thor, so daß wieder niemand seine zweite Identität entdecken kann.

Nun schnappt sich Thor zunächst die Kobra, die schnell besiegt ist. Hyde nimmt bei einem ähnlichen Trick wie sein Kontrahent Zuflucht. In der Menschenmenge verwandelt er sich in Calvin Zabo. Als Thor ihm den Rücken zudreht, wird er wieder zu Hyde. Obwohl er mit äußerster Wildheit kämpft, ist er doch Thor unterlegen. Die Polizei kann schließlich die Kobra und Mr. Hyde in Empfang nehmen. Zurück in der Praxis muß Blake allerdings feststellen, daß Jane ihm übelnimmt, daß er Thor verraten hat. Und er traut sich nicht, ihr sein Verhalten zu erklären.So fühlt er sich am Ende, als hätte er nicht gesiegt, sondern verloren (erinnert wieder stark an Spider-Man).

Jack Kirby und Chic Stone setzen die Story erneut sehr schön in Szene, aber Thor sucht noch nach der Form eines Abenteuers, das richtig zu ihm paßt. Das nächste Heft wird wiederum recht vage angekündigt („ein Kampf ohnegleichen“). Es kommt der Gargoyle, der seine Widersacher versteinern lassen kann.
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Alt 10.07.2019, 10:49   #83  
Peter L. Opmann
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Der mächtige Thor (Williams) 25

Erscheinungstermin: 1/1976

Originalausgabe:
1) Journey into Mystery # 107
2) Silver Surfer # 9

Story-Titel:
1) Das graue Scheusal greift an!
2) ohne Titel (Die Seele des Stürmers zu rauben!)

Original-Storytitel:
1) When the grey Gargoyle strikes!
2) To steal the Surfer’s Soul!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby / Chic Stone
2) John Buscema / Dan Adkins

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee



Der Gargoyle ist eine durchaus beeindruckende Figur, aber er führt ein Stück zurück in den alten Themenbereich von „Journey into Mystery“, ins Unheimliche, Unerklärliche, Schreckliche. Das ist nicht die übliche Umgebung für einen Superhelden. Ein Gargoyle ist eigentlich ein Wasserspeier am Dach eines Hauses, oft als Monster gestaltet, denn einst sollte er durch seinen furchterregenden Anblick böse Geister fernhalten. Irgendwann kam man auf die Idee, wenn er aus Stein ist, kann er vielleicht auch andere in Stein verwandeln. Hier wird zwar ein Wissenschaftler durch ein spezielles Serum zum Gargoyle, aber daß diese Geschichte eigentlich eher ins Gruselgenre gehört, ist offensichtlich.

Thor beginnt hier, seiner heimlichen Liebe Jane Foster eine Geschichte vorzuspielen. Er taucht in Don Blakes Praxis auf und will ihn für seinen „Verrat“ in der vorherigen Ausgabe bestrafen. Jane verteidigt, wie erhofft, ihren Doktor und gesteht sogar, daß sie ihn liebt. Thor ist vor Freude aus dem Häuschen, sobald sie ihn nicht mehr sieht. Und schon taucht der böse Wissenschaftler Paul Duval auf, begeht zunächst ein paar zweitklassige Verbrechen, indem er die Menschen zu Stein werden läßt. Dann beschließt er, Thor seinen Hammer – und damit seine Unsterblichkeit – zu rauben.

Inzwischen hat Gargoyle schon einige Menschen versteinert. Don Blake untersucht sie und findet heraus, daß sie noch leben sowie daß sie sich nach einiger Zeit (einer Stunde) wieder in ihre ursprüngliche Form zurückverwandeln. Der Gargoyle hat seinerseits herausgefunden, daß Thor in Blakes Praxis flog, und will ihn dort stellen. Blake flieht auf das Dach des Hochhauses und wird dort zu Thor. Es folgen ein paar Seiten recht abwechslungsreich gestaltete Klopperei. Der Gargoyle muß, wie etliche vor ihm, feststellen, daß er Thors Hammer nicht heben kann. Aber als er Thor berührt, wird der auch zu Stein und kippt hilflos um. Dabei stößt sein Hammer auf den Boden, und Thor wird zu Don Blake. Der ist von der Versteinerung nicht betroffen. Gargoyle bekommt das glücklicherweise nicht mit; er hat sich zurückgezogen.

Blake hat nun einen Plan, wie er den Gargoyle ausschalten kann. Er fährt mit einem Motorrad durch die Straßen und projiziert dabei vor sich ein Bild von Thor (heute würde man das wohl mit holografischen Verfahren machen). Das Thor-Hologramm kann allerdings (in der Vorstellung von Stan Lee) sogar mit dem Gargoyle kämpfen, so daß er nicht merkt, daß er es nur mit einem Trugbild zu tun hat. Don Blake steuert sein Motorrad in den Hudson River. Der selbst versteinerte Gargoyle säuft gnadenlos ab. Thor kehrt zu Jane Foster zurück und stellt fest, daß ihr Stolz auf Don Blake sogar noch größer geworden ist. Alles ist so in Butter, daß auf einen Hinweis auf die folgende Ausgabe verzichtet wird.

Die Geschichte hat ihren Reiz, ist aber wohl wieder mal keine richtige Superheldenstory. Es fehlt hier auch der Bezug zur übrigen Marvel-Welt, sieht man davon ab, daß sich Thor einmal der Polizei gegenüber als Rächer bezeichnet. Ein Genuß für mich sind einmal mehr die Zeichnungen von Jack Kirby und Chic Stone.

Geändert von Peter L. Opmann (10.07.2019 um 11:00 Uhr)
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Alt 11.07.2019, 15:37   #84  
Phantom
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Mein Mitlesen gerät ins Stocken, der Job frisst zuviel Zeit. Jetzt habe ich aber doch im Schnelldurchlauf wieder aufgeholt.

Mir fällt auf, dass es - im Gegensatz etwa zur Spinne derselben Zeit - keine Stilblüten in der deutschen Übersetzung gibt. Alles sehr korrekt übertragen. Entweder hat Hartmut Huff nicht beide Serien übersetzt, oder es liegt daran, dass dem Text bei Thor fast jede Ironie und jede Anspielung abgeht. Letzteres ist es auch, was mich doch etwas langweilt. Die Storys werden schon pathetischer, es treten immer mehr Götter und Halbgötter auf. Als Kind fand ich das sicher beeindruckend, aber heute kann ich diese Sachen nicht mehr ernst nehmen. Die Zeichnungen von Jack Kirby dagegen werden immer besser.

Ab JIM #104 (deutsch Thor 22) steht Thor im Original auch prominenter auf dem Cover. Vorher war ein großer Schriftzug "Journey into Mystery" zu sehen, und darunter meist viel kleiner "starring Thor". Ab jetzt steht ganz oben relativ klein "Journey into Mystery with" und darunter "The mighty Thor" mit dem Schriftzug, den Williams schon seit Ausgabe 1 verwendet.

Eine Anmerkung noch zu diesem Cover:
Zitat:
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Der mächtige Thor (Williams) 23
Links unten sieht man Mr. Hyde über einen Hydranten trampeln. Am Originalcover von JIM #105 ist dieser Hydrant nicht zu sehen. Aber warum sollte Williams hier etwas ergänzt haben? Eine kurze Netzsuche hat ergeben, dass dieser Hydrant mindestens auch in der britischen (1967) und italienischen (1971) Version zu sehen ist. Wie ist so etwas zu erklären? Ist die Version mit dem Hydranten das Original, das archiviert wurde, bevor eine Kopie davon vor der ersten Veröffentlichung etwas verändert wurde? Und Lizenznehmern im Ausland wurde dann die Originalversion geschickt? Absichtlich oder aus Versehen?
Phantom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2019, 20:53   #85  
Peter L. Opmann
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Hallo Phantom,

hab' Deine Anmerkungen schon vermißt. Du hast vor allem den Vergleich zu den US-Marvels, was mir fehlt. Aber auch sonst würde ich mich freuen, wenn Du wenigstens ab und zu etwas zu "Journey into Mystery" oder "Thor" posten würdest.
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2019, 22:12   #86  
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Irgendwie kamen die in den USA abgelehnten und überarbeiteten Cover immer wieder nach Europa. Thor 1, FV 48 oder L'uomo Ragno 29 (ASM #35) fallen mir da spontan ein. Es gab aber noch mehr, Hit Comics Spinne 250 und mindestens 1-2 Williams Rächer-Hefte und ein frühes Spinne-Heft mit Doc Ock.
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Alt 12.07.2019, 12:56   #87  
thetifcat
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Danke schlechter Organisation habe wir dadurch schöne reale Varianten.
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Alt 12.07.2019, 14:25   #88  
Peter L. Opmann
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Also "Thor" mit Variant-Cover gab's schon 1975...
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Alt 12.07.2019, 16:30   #89  
Marvelianer
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Da lag wohl an Transworld Feature die diese für Europa betreuten.
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Alt 13.07.2019, 15:59   #90  
Peter L. Opmann
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Der mächtige Thor (Williams) 26

Erscheinungstermin: 2/1976

Originalausgabe:
1) Journey into Mystery # 108
2) Silver Surfer # 9

Story-Titel:
1) Loki, dem Gott des Bösen, ausgeliefert!
2) ohne Titel (Die Seele des Stürmers zu rauben!)

Original-Storytitel:
1) At the Mercy of Loki, Prince of Evil!
2) To steal the Surfer’s Soul!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby / Chic Stone
2) John Buscema / Dan Adkins

Text:
1) Stan Lee
2) Stan Lee



Dies ist eine so mystische Geschichte, daß sogar Dr. Strange mit ins Spiel kommt. Vor allem tritt Thor wieder mal gegen den zauberischen Loki an, aber der bringt ihn letztlich mit einem Taschenspielertrick in Bedrängnis. Obwohl dies wiederum keine richtige Superheldenstory ist, liest sie sich ganz munter. Am Ende wird der Konflikt zwischen Odin und Thor wegen Jane Foster wieder aufgenommen.

Beinahe eine Steilvorlage für eine Superheldenparodie ist die Einleitung: Schock für die New Yorker: Thor schwingt seinen Hammer, schlägt ihn auf den Boden und erzeugt so eine Schockwelle. Wie das? Dann sehen wir, daß ein Lastwagen auf einen kleinen Jungen zurollt, der hinter seinem Ball her auf die Straße läuft. Statt ihn zu überfahren, macht der Laster einen Hopser – der Junge ist gerettet. In der Stadt hat es zwar so etwas wie ein Erdbeben gegeben, und wir wissen gar nicht, was mit dem Lastwagenfahrer passiert ist. Aber ein Menschenleben ist gerettet!

Nun geht’s los: Mental ruft Dr. Strange um Hilfe; er hat erfolgreich Baron Mordo bekämpft, ist jetzt aber völlig erschöpft. Thor schafft ihn ins Krankenhaus und organisiert eine Notoperation, die er natürlich in Gestalt von Don Blake selbst leitet. Stranges Leben hängt an einem seidenen Faden. Daher kann Blake nicht einmal auf einen Ruf von Odin reagieren, der tödlich beleidigt ist, weil Thor sich nicht meldet. Aber die OP ist erfolgreich. Strange bietet Blake zum Dank Hilfe an, wann immer er sie brauchen sollte. Der kehrt in seine Praxis zurück. Dort wartet ein gebeugter alter Mann mit Krückstock auf ihn. Er stolpert, wobei sein und Blakes Stock zu Boden fallen, aber er richtet sich wieder auf, versichert, es gehe ihm nun viel besser, und wirft seinen Stock aus dem Fenster. Während Blake sich noch wundert, verwandelt sich der Alte in Loki und bringt Jane Foster in seine Gewalt, die in Ohnmacht gefallen ist. Blake will sich in Thor verwandeln, aber es geht nicht – Loki hat die beiden Krücken vertauscht und in Wirklichkeit Blakes Stock aus dem Fenster geworfen. Mit seiner Geisel entkommt der Gott des Bösen, und Blake kann nichts dagegen tun.

Er ruft Odin zu Hilfe, doch der ist gerade mit einigen Göttern zum Kampf aufgebrochen. Da fällt ihm Dr. Strange ein – der muß für ihn den Stock wiederfinden. Für Stranges Astralleib und Amulett eine Kleinigkeit. Den Stock benutzen Penner inzwischen als Angelrute. Als sie den geisterhaften Dr. Strange sehen, verduften sie ohne den Stock. Don Blake wird nun wieder zu Thor und heftet sich an die Fersen von Loki. Odin, der sich mit ihm versöhnen will, weist er zurück, und durch die Rächer läßt er sich auch nicht aufhalten. Durch ein elektrisches Feld, das alle Götter umgibt (wieder was gelernt), spürt Thor seinen Feind auf. Noch einmal muß er aber Dr. Strange um Hilfe bitten: Er soll die gefangene Jane Foster für ihn finden. Loki kämpft mit mancherlei Tricks, während er Jane im Limbo (wie schon die Zauberin und der Henker in „Thor“ # 21) deponiert hat. Dr. Strange beschützt sie dort. Thor verhackstückt inzwischen eine Baumgruppe und macht Loki durch die umherschwirrenden Späne kampfunfähig. Dann zwingt er ihn, Jane wieder herbeizuschaffen. Schließlich holt Heimdall den Übeltäter ab, um ihn – mutmaßlich – seiner gerechten Strafe zuzuführen. Odin sieht allerdings mit Mißvergnügen, daß Thor noch immer dieser unwürdigen Krankenschwester zugetan ist.

Diese Geschichte finde ich recht originell. Wenn Loki auftritt, ist immer was los. Auch etliche Details wie die Einbeziehung von Dr. Strange (der durch das Heft wahrscheinlich ein bißchen Promotion bekam), die Konfrontation von Don Blake mit dem übermenschlich großen und mächtigen Loki, die angelnden Obdachlosen, der Kurzauftritt der Rächer (noch immer ohne Captain America) und die wechselseitigen Kommunikationsstörungen zwischen Thor und Odin finde ich interessant. Der Kern der Story ist freilich simpel: Loki nutzt den Feldzug der Asen, um Thor mal wieder durch die Entführung von Jane Foster zu ärgern, und Thor bringt die Sache wieder in Ordnung. Die Zeichnungen sind nach wie vor sehr ansprechend und geradezu silver-age-typisch. Beim Cover inkt wieder mal Sol Brodsky, der das aber im Gegensatz zu „Thor“ # 20 diesmal nicht vermasselt.

Geändert von Peter L. Opmann (13.07.2019 um 16:08 Uhr)
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2019, 17:56   #91  
Phantom
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Zitat:
Zitat von Peter L. Opmann Beitrag anzeigen
Der mächtige Thor (Williams) 26
Bei diesem Heft fällt mir mal wieder auf, wie viele Fehler es bei Wiiliams bei der Kolorierung gab. Beispiele: Auf Seite 3 hat ein Mann eine graue Gesichtsfarbe (dasselbe Grau wie die Häuser im Hintergrund); auf Seite 9 wechselt Loki von Panel 1 zu Panel 2 die Farbe der Schuhe von rot zu braun; Jane hat auf Seite 9 in Panel 1 einen weißen Rock, in Panel 4 aber einen blauen, auf Seite 10 im ersten Panel sind ihre Beine gelb; ihr Cape wechselt von dunkelblau (Seite 9) über hellblau (Seite 10, Panel 1) und rosa (Seite 10, Panel 2) wieder zu dunkelblau (Seite 10, Panel 6). Lokis Anzug wechselt auf Seite 10 von grün zu blau und wieder zu grün.

Hartmut Huffs Übersetzung finde ich wieder sehr gut. Er bringt auch lyrische Töne unter, wo sie im Original gar nicht da sind. Beispiel: aus Odins "still he loves the mortal girl" wird "noch immer liebt er die sterblich' Maid". Stan hätte dieses Pseudo-Pathos sicher gut gefallen.

Apropos Übersetzung: aus "you were expecting maybe the Beatles" wird "hast du die Rolling Stones erwartet"? Hey, wie kann man die Beatles durch die Stones ersetzen? Klar, 1976 gab es die Beatles nicht mehr. Trotzdem: bei der Stones-vs.-Beatles-Frage war ich immer auf Seiten der Beatles; Mick Jagger kann Lennon oder McCartney doch nicht das Wasser reichen. (Ich weiß natürlich und kann damit leben, dass man das auch anders sehen mag )

Die Zeichnungen finde ich wieder solide (bis auf die letzten beiden Seiten, die sehen recht gekritzelt aus), das große Panel im OP wirkt z.B. recht dramatisch. Aber die Story. Immer noch gibt es einfach das Problem, dass nicht wirklich definiert ist, welche Kräfte und Schwächen Thor eigentlich hat. Den Anfang kann man ja wirklich noch als Parodie sehen. Thor erzeugt ein Erdbeben in der Stadt, weil damit in einiger Entfernung ein führerloser Lastwagen über einen Jungen "hüpft". (Was wird eigentlich aus dem Lastwagen, der ja führerlos weiterfährt?) Thor will die Stadt für den entstandenen Schaden aus dem Fond entschädigen, den die Rächer für solche Fälle haben. Ok, das *muss* von Stan Lee als Parodie gemeint gewesen sein.

Dr. Strange erleidet einen Schwächeanfall und muss notoperiert werden. Welche Operation hilft eigentlich gegen Schwäche? Odin kann doch sonst immer alles auf der Erde sehen, sieht aber nicht, dass Thor gerade eine Operation durchführt und deshalb nicht antworten kann. Loki vertauscht seinen Stock mit dem von Blake; anstatt den Stock zu zerstören oder einfach zu verstecken, wirft er ihn aus dem Fenster und klärt Thor dann aber noch über die Verwechslung auf. Wie unsinnig ist das? Und war es in einem früheren Heft nicht mal so, dass sich Blake auch in Thor verwandelte, wenn der Stock von jemand anderem auf den Boden geworfen wurde? Das ist hier aber plötzlich nicht mehr der Fall. Später wirft Loki Thor in ein einfaches Erdloch, aus dem Thor fast nicht mehr rausgekommen wäre. Hm? Ein simples Erdloch als Falle für den Donnergott Thor? Come on. Und dann noch die "freifließenden Elektronen", die die Götter Asgards aus "ihren Leibern emittieren". Das ist dann doch "too much" für mich.
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Alt 14.07.2019, 18:27   #92  
Peter L. Opmann
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Phantom, das kann ich fast alles unterschreiben. In ein paar Punkten wäre ich aber nicht so streng, insbesondere was das Vertauschen der Stöcke betrifft. Ich dachte mir zwar: Loki ist ein Großmeister der Magie, kommt aber hier Thor mit so einem simplen Trick bei! Aber ich finde, die Szene hat eine gewisse Leichtigkeit. Lokis Schläue kommt da gut zur Geltung, auch Thors steife Ehrsamkeit - er scheint zu erwarten, daß eine Auseinandersetzung immer fair abläuft. Hätte Loki den Stock zerstört, hätte das der Story eine dramatische Wucht gegeben, die ich hier gar nicht haben wollte.

Trotz des foul play scheint immerhin die unausgesprochene Regel zu gelten, daß Loki seinen Bruder Thor nicht umbringen darf, sonst hätte er mit Jane Foster gar nicht Reißaus zu nehmen brauchen, sondern erstmal Thor, der sich in Gestalt von Don Blake überhaupt nicht wehren kann, aus dem Weg räumen können. Nebenbei: Der Gedanke ist auch aus dem Christentum vertraut, daß ein Gott, der in Menschengestalt auftritt, durchaus sterben kann...

Beatles vs. Stones - sehe ich auch nicht so eng. ich bin "Who"-Fan.
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Alt 14.07.2019, 23:27   #93  
guenkos
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Zitat:
Zitat von Phantom Beitrag anzeigen
... Jane hat auf Seite 9 in Panel 1 einen weißen Rock, in Panel 4 aber einen blauen, auf Seite 10 im ersten Panel sind ihre Beine gelb; ihr Cape wechselt von dunkelblau (Seite 9) über hellblau (Seite 10, Panel 1) und rosa (Seite 10, Panel 2) wieder zu dunkelblau (Seite 10, Panel 6). ...
Das ist nichts Besonderes. Manche Frauen wechseln die Klamotten halt öfter …
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Alt 14.07.2019, 23:43   #94  
underduck
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Und Kerle wie du laufen wochenlang in den selben Sachen rum? ...
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Alt 15.07.2019, 06:06   #95  
guenkos
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Welche Sachen??
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Alt 15.07.2019, 11:15   #96  
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Zitat:
Zitat von underduck Beitrag anzeigen
Und Kerle wie du laufen wochenlang in den selben Sachen rum? ...
Dem Avatar nach ist er ein Cowboy... Wochenlang mit den Rindern über die Prärie und dann noch auf'm Pferd. Da wechselt man die Klamotten nicht so oft.
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Alt 15.07.2019, 11:35   #97  
FrankDrake
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Erinnert mich an den Gag, bei dem Helga ihren Gatten Hägar vor seiner Reise erinnert regelmässig die Unterwäsche zu wechseln. Im nächsten Bild sieht man Sven Glückspilz völlig ratlos mit einer Gedankenblase "Unterwäsche"?

Mehr als ein Westfale kann der Mensch nicht werden!
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Alt 15.07.2019, 11:47   #98  
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Jetzt seid Ihr aber von "Thor" ein ganzes Stück abgeschweift. Schreibt lieber noch was dazu, was Ihr von dem Trick mit den vertauschten Krückstöcken haltet.
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Alt 15.07.2019, 11:56   #99  
underduck
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... Gedankenblase ... "vertauschte Krückstöcke"
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Alt 15.07.2019, 12:08   #100  
Phantom
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Ich will nochmal präzisieren, was mich an der Thor-Serie bis jetzt nervt. Bei der Spinne schien mir mit Heft 1 klar angelegt, welche besonderen Kräfte Peter Parker hat. Kann sein, dass der Spinnensinn erst ein, zwei Ausgaben später kam, aber im Prinzip war alles fixiert. Spannung wurde erzeugt, indem die einzelnen Villains immer ausgefuchstere Kräfte bekamen. An der Spinne hat sich aber im Wesentlichen nichts geändert.

Jetzt bei Thor sieht es so aus, dass am Anfang nicht richtig nachgedacht wurde bei der Frage, was so einen Gott eigentlich von einem Menschen unterscheidet. Und dann wird immer ad hoc irgendeine neue Eigenschaft nachgeliefert. Also zum Beispiel: Der Hammer kehrt immer wieder zu Thor zurück. Hm, dann kann er den ja eigentlich nicht verlieren. Also schieben wir nach: der Hammer kommt nur zurück, wenn er geworfen wird, nicht aber, wenn er fallen gelassen wird. Der Krückstock: wenn er auf den Boden gestampft wird, verwandelt sich Blake in Thor. Irgendwann hat jemand den Krückstock geklaut. Hm, was machen wir da. Ach komm, wir schreiben, dass sich Blake auch in Thor verwandelt, wenn der Stock einfach so auf den Boden fällt. Später fällt uns auf, das das doch nicht so gut ist für unsere Möglichkeiten, Storys zu erfinden. Also lassen wir das wieder fallen, jetzt fällt der Stock wieder auf den Boden, und Blake verwandelt sich nicht.

Oder: Odin ist die höchste Gottheit, deshalb kann Odin jederzeit alles, was auf der Erde passiert, sehen. Dann fällt uns auf, dass das eigentlich nicht so gut ist für unsere Möglichkeit, Missverständnisse zu erzeugen. Also lassen wir das fallen, Odin kann doch nicht alles sehen und ärgert sich deshalb, weil Thor nicht antwortet.

Das heißt, man merkt der Serie an, dass Stan Lee einfach Monat für Monat auf die Schnelle überlegt hat, wie es weitergehen könnte. Das ist verständlich, wenn man sich den damaligen Zeitdruck vergegenwärtigt, aber mich stört das eben. Wie wenn bei einem Krimi auf der vorletzten Seite plötzlich eine neue Figur eingeführt wird, die dann der Mörder ist.
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