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Alt 27.12.2019, 22:03   #1  
Tom
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Standard Mangelhafte Fertigungsqualität bei Comics

Hallo zusammen,

wir haben eben im Marvelforum beim Thema "Conan: Classic Collection" festgestellt, dass da wohl bei der Fertigung geschlampt wurde. Einige Exemplare haben Seiten eingebunden, die am oberen Rand wellig sind oder auch leichte Knicke aufweisen. Bei einem Band der knapp 100 Euro gekostet hat, sehr unschön...

Und das ist leider kein Einzelfall. Keine Ahnung ob nur ich immer Pech habe, aber bei meinen Bestellungen kam und kommt es leider immer wieder vor, dass Seiten eingerissen sind, Umschläge Kratzer oder eingedrückte Ecken haben oder auch ganze Seiten fehlerhaft gedruckt sind. Und das bei Comics die noch original eingeschweisst sind !

Wie sind denn da eure Erfahrungen ?
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Alt 27.12.2019, 22:15   #2  
underduck
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Das wird wohl kein Verlach mit Absicht machen...

Bei Heimliche Helden 1 wurden alle Hardcover zurückgerufen, da fast alle roten Ecken bei der Herstellung angestossen waren und weiss durchleuchteten. Die Neuausgabe wurde nicht als Zweitauflage gekennzeichnet.

Daher besitze ich zwei Ausgaben von Supergoof in meiner Sammlung.
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Alt 27.12.2019, 22:42   #3  
Anton
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Erst eben, nachdem Du den Makel Deines Exemplares erwähnt hast, habe ich es bei mir überprüft und den Fehler natürlich auch bei mir gesehen. Die Seiten 333 bis 341 sind am oberen Rand leicht gewellt, als ob das Papier bei der Lagerung lange vor der Fertigung nass geworden wäre.

Der Unterschied ist so gering, dass eine Reklamation nicht lohnt. Selbst bei dem Preis nicht.

Ich hatte ähnliche Macken schon auch bei anderen Herstellern gesehen. Ich sammle schon lange und ich erhielt in der Vergangenheit schon oft Exemplare verschiedener Hersteller, die immer wieder fertigungsbedingte Fehler aufwiesen. Ich musste mehrfach reklamieren, bis ich endlich ein Exemplar erhielt, das makellos war und das mir gefiel.

Mein Händler berichtete mir hinterher, dass es in seiner kompletten bestellten Charge offensichtlich nur drei Ausgaben gab ohne Beanstandungen.

Wenn sich solche Fehler häufen, musst Du mit dem Händler reden. Wenn das nicht hilft, musst Du Dir so lange einen anderen suchen, bis Du zufrieden bist. Schließlich bezahlst Du Deine Ware und darfst Gegenleistung einfordern.
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Alt 27.12.2019, 22:58   #4  
Durango
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Habe ein Hörniheft Nr 56 das hatte doch tatsächlich aufgrund eines Produktionsfehlers zwei Umschläge. Zum Glück konnte ich einen sauber aus dem Heft trennen, ohne den anderen zu beschädigen. Somit war der Fehler schnell behoben.
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Alt 27.12.2019, 23:10   #5  
underduck
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Fehlt die Serie im Guide? Da haben wir keine Hörniserie die bis zur #56 läuft.

http://www.comicguide.de/index.php/c...ch&type=search
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Alt 27.12.2019, 23:15   #6  
Durango
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Daffy 56 war gemeint mit Daffy /Hörniumschlag
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Alt 27.12.2019, 23:23   #7  
underduck
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Ah ja! Gaaanz alter Witz...

Ich hoffe du hast den doppelten Umschlag als Butterbrotspapier oder zum Fisch einwickeln sinnvoll genutzt.
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Alt 28.12.2019, 00:20   #8  
jakubkurtzberg
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Meine Stan Lee Treasury Edition war doppelt und dreifach verschweißt... Das Lesebändchen darin ist aber fast durchgerissen und irgendwo hängt Kleber rum. Trotzdem war ich froh, das Teil noch irgendwo zum Originalpreis zu bekommen. Soviel dazu. Teuer bedeutet nicht gleich hohe Qualität. Und die Paninis sehen das nicht so eng. Auf alle Fälle ärgerlich und schädlich bei einem eventuellen Wiederverkauf.
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Alt 28.12.2019, 06:12   #9  
Marvel Boy
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Ja, bei Panini ist das leider immer wieder ein Problem, deswegen versuche ich mittlerweile meine Neuzugänge auch immer gleich wegzulesen.
Schlimmstes Beispiel war bei mir der limitierte Nemesis HC. Da waren einige Seiten durcheinander und auch nicht deutsch. Ersätzt wurde da nichts weil ich den zu lange im Regal hatte bis ich ihn aus seiner Folie befreite.
Der Band fehlt immer noch in meiner Sammlung, da das wohl kein Einzelfall war und damit die sowiso schon niederigere Auflage noch deutlich niederiger ist.
Den Black Widow HC Schuber habe ich auch nur mit leichter Beschädigung, da mein Händler nur solche Exemplare erhalten hat und trotz sofortiger Reklamation vom Händler bei Panini keine anderen bekam. Ich habe dann etwas Rabatt auf die Beschädigung bekommen.
Schön war auch die Geschichte um die ersten Hefte in der Blechbox, das zog sich Monate hin und als Ersatz gab es dann ein anderes Heft.
Die Wellen bei Conan stören mich schon, die ziehen sich bei mir fast durch den ganzen Band, und ja, ich erwarte bei einem Band für 100€ perfekte Qualität.
Bei Hachette z.B. sehe ich das nich so eng wenn da mal ein Knick in der Seite ist oder Farbe nicht da wo sie hingehört, reklamiere allerdings regelmäßig Transportschäden mit runden Ecken.
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Alt 28.12.2019, 06:29   #10  
jakubkurtzberg
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Bei Hachette hatte ich anfangs öfter Transportschäden, ehe die begannen, zuerst mit Papier auszustopfen und später die Verpackung zu wechseln. Immer wieder gab es auch Klebefalten unter der Einschweißung oder wellige Seiten (Dr. Stange Classic). Aber was will man bei 12,99 EUR pro Hardcover meckern?
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Alt 28.12.2019, 07:36   #11  
Marvel Boy
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Nichts, zumindest was die Vertigung betrifft.
Was den Versand angeht ist das erst seit einem Jahr bei mir eine Katastrophe, allerdings fast nur bei schwarz, rot ist fast immer heile.

Und andererseits, dann natürlich auch der Unmut wenn ein 100€ Produkt nicht einwandfrei ist.

Ich bin ja sowiso auf den Preis für den jetzt kommenden Savage Band in S/W gespannt.
Da hätte ich lieber mit Hachette weitergemacht.
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Alt 28.12.2019, 08:29   #12  
Tom
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Zuerst einmal danke für eure Beiträge, dass ich nicht der einzige bin, der da Probleme hat beruhigt mich ein wenig.

Dass ein Verlag nicht absichtlich fehlerhafte Bücher/Comics herstellt (herstellen lässt) glaube ich natürlich gerne, aber gerade bei Panini kommt es mir so vor, dass mehr oder weniger "billigend" in Kauf genommen wird, dass fehlerhafte Ware an die Kunden ausgeliefert wird. Frei nach dem Motto : Die Qualitätskontrolle soll mal ruhig der Käufer machen. Für den "Verlach" sicher "kostenoptimierend" für den Zwischenhändler, bzw Endverbraucher aber doch eher "suboptimal" um es mal gaaanz freundlich zu schreiben

Um es noch mal ganz deutlich zu sagen (schreiben) die allermeisten Schäden die ich an meinen Comics festellen musste, können unmöglich beim Händler passiert sein, da es sich um vom Verlag verschweisste Neuware handelte. Besonders ärgerlich war es z.B. bei der "Avengers Anthologie" Da war eine Seite diagonal nach innen gefalzt und zwar so perfekt, dass man das erst gemerkt hat, nachdem man das Buch Seite für Seite durchgesehen hat und einige Seiten waren dann auch noch total verdruckt, so richtig schön mit doppelten Konturen. Der Text in den Sprechblasen war völlig unleserlich

Ich muss aber auch sagen, dass der "alte" Paninishop, bei dem ich das allermeiste bestellt hatte, einen super Kundenservice hatte. Obwohl ich da oft reklamieren musste, waren die immer sehr freundlich, kulant und hilfsbereit und es konnte alles zu meiner Zufriedenheit geregelt werden. Ärgerlich war es aber natürlich trotzdem. Ich gebe auch gerne zu, dass ich beim Zustand eines neu gekauften Comics schon ziemlich kritisch bin, aber ich finde das steht mir auch zu. Es kann ja nicht der Sinn der Sache sein, den Neupreis zu bezahlen und dann einen Band im Zustand 2, 3 oder noch schlechter zu bekommen. Das Problem mit dem Wiederverkaufswert, der dadurch natürlich dramatisch sinkt, wurde ja schon angesprochen.

Ganz schlechte Erfahrungen habe ich übrigens auch mit der "Batman Graphic Novel Collection" gemacht. Da hatte mein Zeitschriftenhändler meist 3 oder 4 Exemplare der ersten Ausgabe da und von denen war höchstens mal 1 Exemplar dabei, das halbwegs ok war. Da handelte es sich aber v.a. um typische Transportschäden. Angeschlagene Ecken, zerkratzte Cover ( Schutzfolie zerissen) usw. Seit ich die aber bei einem Comic-Händler meines Vertrauens bestelle, sieht es wesentlich besser aus.

Jetzt haber ich aber noch eine Frage an euch bzw auch direkt an unseren lieben Admin : Könnten (sollten) wir vielleicht ein Thema einrichten in dem die Comicsammler andere vor fehlerhaften Ausgaben warnen können ? Ich wäre z.B. nie drauf gekommen, dass der Conan-Band nicht in Ordnung ist, wenn Marvel Boy das nicht im Marvelforum geschrieben hätte und ich mir darauf hin auch mein Exemplar genauer angesehen hätte. In diesem speziellen Fall kann ich zur Not damit leben, bei meinem sind die Wellen nicht sooo stark ausgeprägt, aber wenn es schlimmer wäre, würde ich mich echt ärgern und ich denke das geht nicht nur mir so. Es holt ja wohl nicht jeder gleich nach Eintreffen seine Comics aus der Schutzfolie und blättert die dann Seite für Seite durch und wenn man dann Fehler zu spät bemerkt, ist es auch Essig mit dem Reklamieren
Tom ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2019, 08:59   #13  
Foxy-Lady
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So was ist immer ärgerlich! Ich kann mich noch an Zeiten erinnern (das war... ääh 1999) da haben sich die Verlage noch um ihre Leser gekümmert und Beschwerden ernst genommen!

Ich hatte Reklamationen bei Carlsen (Batman # 8) und Ehapa (Marvels). Und von beiden habe ich Entschuldigungs-Briefe bekommen, die beiden habe ich heute noch

Bei Carlsen durfte ich mir was aus ihrem Programm als Entschädigung aussuchen (Wert 50 DM und neuer Comic) und bei Ehapa hab ich zwei Comics bekommen (Mr. Punch und Violent Cases , kein neuer Comic, da der Verlagsvergriffen war).

Heute wäre sowas nicht nicht mehr möglich, oder doch noch?
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Alt 28.12.2019, 09:08   #14  
Armin Kranz
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Wenn man die Produktionen von Condor und Hethke miterlebt hat, dann weiß man was Produktionsmängel sind. Die frühen Condor Taschenbücher und die Hethke Softcover Alben "zerfielen" gerne beim ersten Aufklappen in ihre Einzelteile und man hatte eine wunderschöne Loseblattsammlung

_______________________
Grüße aus der Bibliothek
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Alt 28.12.2019, 09:27   #15  
Marvel Boy
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Was zumindest bei Condor noch dem Preisleistungsverhältnis entsprach.
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Alt 28.12.2019, 09:29   #16  
jakubkurtzberg
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Stimmt. Spinne Taschenbuch 1 schwirrt oft genug ungelesen herum. Wer das aufbiegt, hat verloren... Immerhin gibt es da die Alternative als Spinne Extra (Nachdruck). Anders sieht es bei Conan, Rächer und Die Fantastischen Vier aus.
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Alt 28.12.2019, 10:13   #17  
Foxy-Lady
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Zitat:
Zitat von Armin Kranz Beitrag anzeigen
Wenn man die Produktionen von Condor und Hethke miterlebt hat, dann weiß man was Produktionsmängel sind. Die frühen Condor Taschenbücher und die Hethke Softcover Alben "zerfielen" gerne beim ersten Aufklappen in ihre Einzelteile und man hatte eine wunderschöne Loseblattsammlung

ohja, Hethke wurde nur auf dem Tisch gelesen und die einzelnen Blätter umgedreht. Ich war immer erstaunt, wenn ich ein Heft hatte, das nicht auseinander fiel....
Foxy-Lady ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2019, 14:29   #18  
Norrin Radd
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Zitat:
Zitat von Anton Beitrag anzeigen
Erst eben, nachdem Du den Makel Deines Exemplares erwähnt hast, habe ich es bei mir überprüft und den Fehler natürlich auch bei mir gesehen. Die Seiten 333 bis 341 sind am oberen Rand leicht gewellt, als ob das Papier bei der Lagerung lange vor der Fertigung nass geworden wäre.

Der Unterschied ist so gering, dass eine Reklamation nicht lohnt. Selbst bei dem Preis nicht.
Bei mir sind die Seiten 331 bis 339 am "stärksten" betroffen. Meinen Band habe ich aber auch sofort nach Erscheinen vom Bonner Comic Laden zugeschickt bekommen und gleich danach angefangen zu lesen. Wahrscheinlich hat mich das damals nicht sonderlich gestört.

Von daher kann ich diese Prodkuktionsfehler noch akzeptieren. Hab aber für jeden Verständnis, der damit nicht einverstanden ist. 99 Euro sind schließlich kein Pappenstiel, da kann man schon einwandfreie Qualität erwarten.

Ich bin ja gespannt, ob diese Fehler auch bei Band 2 auftreten, den ich momentan lese. Bis jetzt ist mir nichts aufgefallen (die ersten 100 Seiten), auch nicht beim durchblättern.
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Alt 28.12.2019, 15:22   #19  
eck@rt
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Wollt ihr mal hören, was einem Verleger dazu einfällt? Wir (comicplus+) haben früher ständig mit Druckern gekämpft. Drucker sind der größte Feind des Verlegers. Besonders Drucker, bei denen man erst kurze Zeit ist, so dass man nicht weißt, was sie tun, wenn man sich aufplustert.

Da kommt also ein Lieferung von 5000 Alben, und man denkt: Das kann doch nicht wahr sein! Man hört dann sehr schnell die Standardantwort: Tut uns furchtbar leid, soll nicht wieder vorkommen. Kommt dann leider doch immer wieder vor. Was tun? Einen Neudruck verlangen (natürlich auf Kosten des Druckers)? Das ist uns selten gelungen. Man will es sich ja mit dem Drucker nicht ganz verderben (wer weiß, ob der nächste besser ist; ist er in der Regel nicht), und besser als der Gang zum Anwalt ist es in jedem Fall, zu verhandeln. Man kann die Rechnung kürzen (selten um mehr als 20%), und das war's dann. Die meisten Fehler passieren bei Binden – da hat man dann ein Buch, das wunderbar gedruckt ist, aber saumäßig eingebunden.

Die Erfahrung zeigt auch, dass die Leser/Kunden selten so erbost reagieren, dass sie Umtausch oder Rückgabe verlangen. Also sitzt man den Murks aus, kriegt ein paar böse Briefe und Kritiken, und dann wächst Gras über die Sache.

Ich ärgere ich bis heute über "Bastos und Zakusky" 2 (Cover in der Höhe falsch eingehängt) oder "Lula und Yankee" (bei Bd. 1 Offsetpapier statt mattgestrichen, bei Bd. 2 glattes Papier, das aber viel zu dünn war). Die Zahl der Softcoveralben, bei denen der Rücken schief hängt, ist groß. Bei anderen war der Lack des Covers nicht genug getrocknet – von einigen Serien hatten wir etliche "Briketts", Klötze mit Büchern, die sich nicht mehr voneinander trennen ließen (schon gar nicht nach einem Jahr Lagerzeit). Oder der Lack war runzlig, oder er löste sich ab. Schlimm war es auch in den 80ern, wenn der Leim der Klebebindung spröde wurde. Die Bücher machten dann ganz trocken "knacks", wenn man sie aufschlug, brachen auseinander oder lösten sich vom Cover. Beim Hardcover konnte es passieren, dass der Druck bei der Bindung noch nicht trocken war. Dann wellte sich der Innenteil, besonders bei Temperaturunterschieden, wenn die Bücher im Winter angeliefert wurden. Ein eingeschweißtes Buch, bei dem die Folie labberig am Buch hängt, macht auch keinen guten Eindruck. Aus meiner Carlsen-Zeit kann ich mich daran erinnern, dass der Drucker bei "Hommage an Hergé" die Kanten mit Plastikecken gesichert hatte. Die drückten sich wunderbar ein, wenn man größere Stückzahlen aufeinanderstapelte - bei einem Buch, das damals 98 Mark kostete!

Ach ja, ich könnte viel mehr erzählen. Das wollt ihr aber gar nicht hören, denn es hilft euch nichts. Entweder habt ihr Glück, der Fehler betrifft nur einen Teil der Auflage, und der Verlag ist so kulant, das beschädigte Buch auszutauschen. Oder ihr lebt damit, schimpft und ärgert euch. Aber eins müsst ihr wissen: Der Verlag kann in den seltensten Fällen was dazu, wenn ein Buch fehlerhaft ist. Würde er auf eigene Kosten nachdrucken, wäre er nach spätestens einem Jahr pleite.

eckrt=
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Alt 28.12.2019, 15:36   #20  
jakubkurtzberg
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Danke, eck@rt. Sehr informativ!

Bei mir gab es Probleme mit Das sagte Nuff! Nr. 9. Da müssen die Hefte über irgendeine Rolle oder Walze gefahren sein, so dass sich knapp neben der Falzung 1 - 1,5 mm mit weißem Streifen zeigten. Vielleicht war da die Farbe bei der Weiterverarbeitung noch nicht ganz getrocknet. Das kannst Du Comic-Sammlern und Abonnenten nicht unterjubeln. Die Druckerei stellte sich zunächst auch quer, nach diversen Beweisfotos gab es dann aber einen akzeptablen Preisnachlass. Betroffen waren ca. 30-40% der Auflage.
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Alt 28.12.2019, 16:54   #21  
Burma
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Es gibt für mich eine einfache Regel: Wer mir öfter "Schrott" andreht (3mal), wird von meiner Lieferantenliste gestrichen. Bei dem kaufe ich nichts mehr. Da ich mich nicht an die Drucker wenden kann, sind das meist die Verlage, ganz selten die Händler.

Selbst wenn es meine Lieblingscomics betrifft, ist der Verzicht besser für meine Nerven und das Gemüt als ständiges Lamentieren über die verschüttete Milch.

"We have met the enemy and he is us."
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Alt 28.12.2019, 20:58   #22  
betamax
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Standard Hethke Softcover Alben -der reinste Horror

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich mit mir kämpfte die völlig überteuerten Hethke Alben zu kaufen, "DAS SCHEMEN", trotz vorsichtigster Leseweise hatte ich dann nur noch eine Loseblattsammlung.

Dann habe ich von Hethke nur noch HC gekauft, aber fast alles was mich an Superhelden interessiert HÄTTE kam ja als SC.

Der CONAN OMNIBUS von Panini sieht bei mir im ersten Überblick gut aus.
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Alt 28.12.2019, 22:27   #23  
Tom
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Danke für deinen Beitrag eck@rt ! Natürlich ist es auch sehr interessant das Ganze auch mal aus dem Blickwinkel des Verlegers zu sehen.

Ich wünsche allen Comic Verlegern in der Zukunft mehr Glück mit ihren Druckern und uns Sammlern und Lesern möglichst viel drucktechnisch einwandfreie Ware

Noch eine Frage zu den Hethke Alben : War denn da die Klebung schon von Anfang an so miserabel, oder wurde das einfach im Laufe der Zeit immer schlimmer weil der Leim durchs Altern brüchig geworden ist ? Ich weiss das ehrlich gesagt selber nicht mehr, ich weiss nur noch, dass sie sich irgendwann immer mehr in Loseblattsammlungen verwandelt haben. Ich hab mir deshalb erst kürzlich die 3 Schemen (The Question) Alben noch einmal gekauft, weil sie sehr günstig zu haben waren und The Question zu meinen Lieblingsserien zählt und noch sehen sie sehr gut aus. Ich werde aber nichts riskieren und die Alben beim Lesen nur halb aufblättern
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Alt 29.12.2019, 04:05   #24  
Marvel Boy
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Ich war beim lesen schon immer recht achtsam, daher habe ich weder bei Condor TB's noch bei Hethke Alben Loseblattsammlungen. Von letzteren besitze ich aber auch nicht so viele, meht HC's. Allerdings nehme ich gefährdete Sachen heutzutage auch nicht mehr zur Hand und lasse sie friedlich in meiner Sammlung ruhen.

@Eckert
Schön sowas mal zu lesen, aber ohne dir nahetreten zu wollen, ist das nicht die falsche Taktik das Problem dem Kunden weiterzuschieben? Sollte man bei häufigeren Problemen dann nicht lieber den Drucker verärgern und sich einen neuen suchen?
Wenn ich so mit meinen Kunden umgehen würde währe ich die los.
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Alt 29.12.2019, 07:45   #25  
eck@rt
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Zitat:
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Schön sowas mal zu lesen, aber ohne dir nahetreten zu wollen, ist das nicht die falsche Taktik das Problem dem Kunden weiterzuschieben? Sollte man bei häufigeren Problemen dann nicht lieber den Drucker verärgern und sich einen neuen suchen?
Man schiebt das Problem ja nicht weiter, man akzeptiert einfach, was sich nicht mehr ändern lässt. Als Verleger ärgert einen ein Fehler noch mehr als den Kunden – den Fehler hat man nämlich nicht nur einmal, sondern vielleicht 5000mal und muss ihn auch noch rechtfertigen, obwohl man daran keine Schuld trägt.

Jeder Drucker macht Fehler, aber wenn man über längere Zeit zusammenarbeitet, lernt man die Fehlerquellen kennen und kann manches vermeiden. Wenn du dir immer gleich einen neuen Drucker suchst, musst du bei jeder Produktion in ein neues Wasser springen. Und der alte Drucker zuckt nicht mal mit den Achseln, wenn du ihn verlässt. Der Kunde hat davon gar nichts.

Natürlich ist es ein Risiko, immer den günstigsten Drucker zu suchen. Einen unbekannten Drucker in Polen oder Litauen kann man schwer kontrollieren. Wir haben uns für unsere GAs einen Drucker ausgesucht, dessen Qualität wir kannten und der ein optimales Fehlerüberwachungssystem hat. So was ist viel wert. Und trotzdem ist ihm in den letzten acht Jahren ein Fehler unterlaufen: Wir haben ein leicht strukturiertes Vorsatzpapier, das er einmal verkehrt herum eingeklebt hat. Das merkt außer mir aber kein Mensch.

Fehler, an denen die Schlamperei des Verlags schuld ist, sind andere. Falsche Papierwahl, bei Serien nicht auf Kontinuität in Format und Aussehen geachtet (das passiert beim Druckerwechsel oder bei Kooperation mit anderen Verlagen), Farben vertauscht, Sprechblasen oder gar Seiten ausgelassen – alles schon vorgekommen. Dass im Text mal ein Buchstabendreher ist, ist das allerkleinste Übel; so was gibt es in jedem Buch oder Comic.

eckrt=
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