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Alt 18.01.2020, 14:51   #401  
Crackajack Jackson
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Es geht alles sehr glatt ineinander über.
Interessant ist zu sehen, wie Sif die Kontrolle über den Destroyer verliert. Ein Wesenszug, bei dem ich mich nicht erinnern könnte, dass er in späteren Geschichten noch mal angewandt wird. Allerdings habe ich auch später niemals einen friedlichen Destroyer gesehen.
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Alt 18.01.2020, 15:17   #402  
Peter L. Opmann
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Danke für Deine Anmerkung.

Man könnte auch anmerken: Nur eine liebende Frau kann in den Plan einwilligen, Thor in Gestalt des absolut Bösen und ohne Möglichkeit, mit ihm zu reden, gegenüberzutreten- "Love will find a way…"
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2020, 15:27   #403  
Crackajack Jackson
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Wobei Sif ja nicht wusste, dass sie den Destroyer nicht kontrollieren kann.
Das wäre auch etwas langweilig für die Leser gewesen, wenn sich der Destroyer zurückgehalten hätte.
Trotzdem ist diese Verzögerung auch gut gemacht, dass sie so nach und nach erst die Kontrolle verliert.

Ohne seine göttlichen Kräfte hätte Thor auch keine Chance gegen den Destroyer gehabt. Als Lösung hatte ich mir ausgemalt, dass Thor von Karnilla wegteleportiert werden würde, um gegen Ulik zu kämpfen, gegen den er jedoch dann auch alleine keine Chance gehabt hätte, außer vielleicht zusammen mit Balder und Karnilla. Aber die Lösung, dass Thor von Odin seine Kräfte zurückerhält, ist für den Leser noch befriedigender.
Jetzt ist Thor in voller Stärke zurück und seine Gegner müssen sich warm anziehen.

Geändert von Crackajack Jackson (18.01.2020 um 15:34 Uhr)
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Alt 18.01.2020, 15:56   #404  
Peter L. Opmann
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Mir gefallen Auflösungen, die auf eine List basiert sind (wie einst bei Odysseus). Manchmal greift Thor auch zu diesem Mittel, aber meist schlägt er doch einfach drauf. Oder,wenn er das nicht schafft, muß irgendeine Zauberei hrhalten…
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2020, 16:24   #405  
Crackajack Jackson
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Klar, ein "Deus ex machina" ist immer die ungeschickteste Lösung.
Trotzdem geht es manchmal nicht anders, wenn der Autor den Helden in eine ausweglose Situation reingefahren hat.

Außerdem sind das Göttergeschichten. Da passiert schon mal was wunderbares.

In der Serie findet immer mal wieder ein Power Up / Power down statt. Das erzeugt dann auch bei Leser Adrenalin.
Crackajack Jackson ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2020, 16:42   #406  
Peter L. Opmann
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Zitat:
Zitat von Crackajack Jackson Beitrag anzeigen
Außerdem sind das Göttergeschichten. Da passiert schon mal was wunderbares.
Das wird sich Stan Lee auch gesagt haben...
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Alt 20.01.2020, 18:07   #407  
Peter L. Opmann
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Ein Kommentar:

Zitat:
Bei den Thorstories verstehe ich immer mehr, warum ich sie nach dem Lesen schnell wieder vergessen habe. So viel steckte da nicht dahinter... Man merkt immer mal, dass das noch keine Zyklen waren, die man wirklich von vorne bis hinten lesen sollte.
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2020, 19:54   #408  
Crackajack Jackson
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Die Geschichte wurden dafür konsumiert schnell konsumiert zu werden. Trotzdem sind sie besser bzw. anders, als viele anderen Superheldenserien dieser Zeit.
Epischer und die Autoren konnten aus einem großen Fundus der nordischen Sagenwelt schöpfen.
Die wohl beste Geschichte mit Thor gab es meiner Meinung nach zu Condors Zeiten, als Thor gegen die Midgardschlange kämpfte (um diese Prophezeiung mal zu erfüllen) und dann zum Destroyer wurde.

Die zweitbeste dann noch später, als Thor gegen die dunklen Götter in Asgard kämpfte, die Odin gefangenhielten. Die Geschichte war von Jurgens.
Crackajack Jackson ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.01.2020, 22:34   #409  
Peter L. Opmann
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Die Spinne (Marvel Deutschland) 140 und 141
(= Der mächtige Thor 70)

Erscheinungstermin: 1998

Originalausgabe:
1) Thor # 152

Story-Titel:
1) Der Zorn des Kriegers!

Original-Storytitel:
1) The Wrath of the Warrior!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby / Vince Colletta

Text:
1) Stan Lee



Bisher bot Marvel Deutschland eine hervorragende Druckqualität. Jetzt sind die Zeichnungen in „Thor“ verwaschen, feine Linien verschwinden; diese Ausgabe wurde offensichtlich aus einem gedruckten Heft reproduziert. Inhaltlich geht es weiter wie gehabt: Thors Gegner werden nach Belieben durch Zauberei aktiviert und wieder deaktiviert. Das Duell mit dem Troll Ulik hat viel von einem Catcherkampf.

Zunächst muß sich Thor noch des Vernichters, Odins quasi allmächtiger Waffe, erwehren. Daß in dessen Körper peinlicherweise der Geist von Thors Geliebter Sif steckt, spielt schon beinahe keine Rolle mehr. Denn Nornenkönigin Karnilla, die das Schurkenstück eingefädelt hat, muß sich auf einen Deal einlassen, da wie aus dem Nichts (!) der Troll Ulik aufgetaucht ist und sie und Loki bedroht. Deshalb sieht sie sich gezwungen, Sif zurückzuholen und Balder freizulassen, der Ulik abzuwehren versucht.

Thor merkt zunächst, daß der Zerstörer zu Boden sinkt. Dann wird er selbst nach Asgard gezogen, denn Balder kann trotz großen Mutes wenig gegen Ulik ausrichten – da muß Thor ran. Thor zerschmettert zunächst Uliks Morgenstern und steckt dann seinen Hammer in den Gürtel, um gleiche Bedingungen herzustellen. Ulik kämpft zwar unehrenhaft, muß sich aber schließlich doch Thor geschlagen geben. Er stürzt in die „Schattengrube“, aus der „noch keiner zurückgekehrt“ ist (naja, wer’s glaubt…).

Kurz zuvor ist Thor jedoch unbemerkt sein Hammer aus dem Gürtel gerutscht. Loki, der die ganze Zeit in Deckung gegangen war, nutzt die Chance, den Hammer zu stehlen. Unklar bleibt, wie das Loki überhaupt schafft. Den Hammer kann nur Thor heben, und Loki verfügt auch nicht über irgendwelche Zusatzkräfte, wie ich bei „Thor“ # 67 schon festgestellt habe. Und doch hat er ihn an sich gebracht. Nachzutragen ist noch eine kurze Episode. Der leblose Vernichter wird in ein Polizeihauptquartier gebracht. Dort taucht ein bärtiger alter Mann auf, angeblich von einem Museum, um das Wesen zu untersuchen. Gleich darauf sind der Alte und der Vernichter spurlos verschwunden, obwohl eigentlich niemand das Gebäude unbemerkt verlassen konnte – es handelte sich um Odin, der seine Schöpfung zurückholte.

Eine Bewertung erübrigt sich fast – abgesehen davon, daß „Thor“ eine bemerkenswerte Kontinuität aufweist. Der geklaute Hammer ermöglicht, die recht hanebüchene Story noch ein stück weiterzuspinnen. Für mich gibt es an der Serie momentan kaum etwas wirklich Interessantes. Man möchte aber doch irgendwie dranbleiben. Das Artwork ist ganz ordentlich – und ich habe ja gemerkt, daß man fairerweise Vince Colletta nur bei guter Druckqualität beurteilen sollte. Allerdings reichen die Zeichnungen nicht an das heran, was Kirby zur gleichen Zeit zusammen mit Joe Sinnott bei den „Fantastischen Vier“ abliefert.


Geändert von underduck (25.01.2020 um 23:59 Uhr) Grund: Bild eingefügt
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2020, 05:54   #410  
Marvel Boy
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Da erinnere ich mich interessanter weise noch recht gut dran. Kein Wunder, ist die Geschichte in den letzten paar Jahren doch zweimal nachgedruckt worden.
Damals im Fehlenden Jahr Schuber war ich noch recht angetan davon. Was natürlich auch an der Freude lag endlich wieder den guten alten Thor lesen zu können. Mit dem Abstand der Jahre werden die schwächen natürlich deutlicher. Trotzdem bleibt das gute Gefühl etwas aus einer Zeit in Händen zu halten wo die Comics noch wertiger wahren.
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Alt 26.01.2020, 06:25   #411  
Crackajack Jackson
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Es geht alles ziemlich schnell. Der Kampf gegen den Destroyer, dann gegen Ulik.
Alle Handlungsfäden werden hier aufgelöst.
Je schneller die Geschichte erzählt wird, umso mehr verliert sie aber auch an Tiefe und die Charaktere werden blass und oberflächlich.
Der Ausgang des Kampfes mit dem Destroyer ist plötzlich belanglos und die Figur Sif wird zurückgestellt.
Crackajack Jackson ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2020, 07:47   #412  
Peter L. Opmann
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Danke für die Kommentare. Mir kommt's, wie oben kurz angedeutet, so vor, als ob Lee und Kirby in die FV-Serie mehr Arbeit und Engagement gesteckt haben als in "Thor". Da wird irgendwie immer das gleiche Strickmuster herangezogen. Und die Zeichnungen sind bei "FV" auch einfallsreicher und detaillierter. Liegt aber vielleicht auch an Joe Sinnott.
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Alt 27.01.2020, 21:08   #413  
Peter L. Opmann
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Kommentar:

Zitat:
Es stimmt, dass Kirby ziemlich hudeln kann, noch schlimmer sieht man das in den recht uninteressanten ersten X-Men-Ausgaben. FV schien ihm besser zu liegen. Die von Everett geinkten späteren Episoden wirken aber extrem gut, nicht? Das dürfte kurz vor der Phase gewesen sein, als Kirby zu DC zu "New Gods" umschwenkte.
Zu Bill Everett habe ich tatsächlich eine ganz ähnliche Meinung.
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Alt 27.01.2020, 23:30   #414  
jakubkurtzberg
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Hmm… Bei Condor sah das Everett geinkte Thor-Material auch nicht immer gut aus. Colletta hatte da einfach mehr Routine. Schwer zu beurteilen. Thors Kampf gegen Ulik im Schreckens-Zirkus sah gut aus und der Kampf gegen der Wrecker auch. Beim kurzen dt. Run (Thor #171-174) gefielen mir zeichnerisch die erste und die dritte Story. Vielleicht haben mich auch die gelben Flächen auf den Titelseiten bei Condor abgehalten, die beiden anderen gut zu finden. Bei "The immortal and the mind-slave!" wurde eine komplette steinerne Wand zu einer riesigen gelben Fläche, weil der US-Titel auf den Klinkern zu sehen war.
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Alt 28.01.2020, 07:51   #415  
Peter L. Opmann
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Dazu könnte man eine Menge sagen. Mir geht es nicht um die Druckqualität. Sie hat nur bewirkt, daß ich Colletta ursprünglich als ganz schlecht eingeschätzt habe und bei besserem Druck sehe, daß es doch nicht so schlimm ist.

Generell mag ich markante, ausdrucksvolle Tuschezeichnungen. Das feine Gestrichel von Colletta ist anfangs das Gegenteil davon. Im Lauf der Zeit setzt er dann auch stärkere Linien ein, aber sein Manko bleibt, daß sein Inking einen schwankenden Eindruck hinterläßt. Ob etwa Thor ein wiedererkennbares Gesicht hat oder sein Gesichtsausdruck getroffen ist oder nicht, scheint bei Colletta irgendwie Glückssache zu sein. Andere Inker wie Everett oder auch Joe Sinnott oder Chic Stone setzen beherzt eine markante Linie, und sie trifft das, was beabsichtigt ist.
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Alt 31.01.2020, 17:25   #416  
Peter L. Opmann
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Die Spinne (Marvel Deutschland) 142 und 143
(= Der mächtige Thor 71)

Erscheinungstermin: 1998

Originalausgabe:
1) Thor # 153

Story-Titel:
1) …wenn Dr. Blake stirbt?

Original-Storytitel:
1) Dr. Blake can die!

Zeichnungen:
1) Jack Kirby / Vince Colletta

Text:
1) Stan Lee



Vielleicht sollte ich hier für Gelegenheitsleser nochmal erklären: Eine „Thor“-Ausgabe # 71 hat es in Deutschland nie gegeben. Die Numerierung kommt zustande, indem ich die Zählung der Williams-Serie fortführe. „Thor“ lief ja zuerst eine ganze Weile als Zweitserie in „Die Spinne“ weiter. Dann schloß Marvel Deutschland daran mit dem Schuber „Das fehlende Jahr“ (der Titel bezieht sich nur auf die „Spinne“-Serie, nicht auf „Thor") an, und zwei weitere „Thor“-Hefte lieferte schließlich Hachette in seinem Band „Thor: Ragnarök“. Spätere Ausgaben gab es dann nur noch sporadisch bei Condor.

Wir sehen hier nun Thor und Loki im Zweikampf – gleichsam mit vertauschten Rollen. Loki ist derzeit dank zusätzlicher Kräfte, die ihm die Nornenkönigin Karnilla verliehen hat, mächtiger als Thor; zudem hat er ihm seinen Hammer entwendet. Es gehört zur Logik dieser Story, daß Loki mit seiner Zusatzkraft nun auch den Hammer heben kann, was eigentlich nur Thor vermag. Für Thor bedeutet das, daß er sich innerhalb von 60 Sekunden in Don Blake verwandelt. Dann wäre es aussichtslos, den Hammer zurückzubekommen. Doch durch einen Zauberspruch von Karnilla kehrt Thor zusammen mit Sif zur Erde zurück, wo sich Loki mit dem Hammer befindet. Und wirklich ist er nur noch der Sterbliche Blake, als er ankommt. Man sieht das auch daran, daß sich der Hammer in Blakes Krückstock verwandelt.

Sif, nach wie vor im Rang einer Göttin, greift Loki sofort an, wird aber von Loki durch einen Energiestrahl schwer verletzt. Nun will anscheinend Don Blake mit Loki kämpfen. Tatsächlich möchte er nur seine Hand an den Krückstock bekommen. Es gelingt ihm, und nun kann ihm niemand mehr diese Waffe entwinden. Loki ist überlistet (daher sprach ich von vertauschten Rollen). Nach wie vor fühlt er sich Thor jedoch überlegen. Vorerst kann der Donnergott ihn aber stoppen, indem er ihm ein Parkschild um den Oberkörper windet. (Verwunderlich allerdings, daß der Gott auf diese simple Weise außer Gefecht gesetzt werden kann,)

Thor schafft indes die besinnungslose Sif ins Krankenhaus, um als Dr. Blake in einer Notoperation ihr Leben zu retten. Loki braucht freilich nicht lange, um sich zu befreien und Blake aufzuspüren. Wieder steht der Gott einem schwachen Menschen gegenüber. Blake läßt sich jedoch geistesgegenwärtig eine Flasche Chloroform reichen und trickst Loki erneut aus, indem er ihn damit betäubt. Das verschafft ihm die Zeit, Sif zu retten. Dann setzt sich der Kampf von Thor und Loki fort. Nun aber greift wiederum Odin ein. Er hat mitbekommen, daß Thor in dieser Auseinandersetzung im Recht ist, bringt die Sache aber nicht endgültig in Ordnung, da auch Loki sein Sohn ist und selbst er als Göttervater das Schicksal nicht beeinflussen kann. Wegen einer Gefahr, „größer als jede zuvor“, ruft er seine Söhne zurück. Loki macht sich aus dem Staub, Thor schickt sich dagegen an, Odins Befehl zu folgen.

Eine recht gute Ausgabe, in der nicht nur die Fäuste (und der Hammer) sprechen. Etwas unpassend finde ich, daß Loki hier nun so einfach übertölpelt wird, was seiner Rolle nicht entspricht. Und durch das Eingreifen Odins drückt man sich wieder einmal um eine klare Entscheidung im Dauerkonflikt zwischen Thor und Loki herum. An Jack Kirbys Grafik fällt auf, daß er zunehmend große Panels verwendet und der für ihn typischen Gigantomanie der späten 60er Jahre Raum gibt. Vince Colletta macht hier seine Sache ebenfalls recht gut. Schwächen gibt es nach wie vor in der Charakterisierung der Figuren, aber Kirbys Ornamentik setzt er hier ziemlich gut um.


Geändert von underduck (31.01.2020 um 22:09 Uhr) Grund: Cover eingefügt
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2020, 21:40   #417  
Crackajack Jackson
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Nicht Dr. Blake hat Loki mit Chloroform außer Gefecht gesetzt.
Es war ein Mitarbeiter des OP-Teams. So hatte Dr. Blake die nötige Zeit gewonnen, um die Operation zu beenden.

Besonders gut hat mir in diesem Heft Loki in Straßenklamotten gefallen.

Etwas unglaubwürdig war es schon, dass Thor Loki seinen Stock entwand. Der Rückgewinnung des Stockes würde man wahrscheinlich heutzutage ein ganzes Heft widmen.

Geändert von Crackajack Jackson (01.02.2020 um 05:29 Uhr)
Crackajack Jackson ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2020, 21:53   #418  
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Danke für die Korrektur. Das Chloroform hat tatsächlich nicht Blake versprüht. "Selbst ein Gott verträgt kein Chloroform" ist allerdings eine kühne Behauptung.

Die Szene mit Loki und dem Polizisten hat mir auch gut gefallen. Das ist aber eine Routine, der man bei Marvel oft begegnet. Mir fällt spontan "Rächer" (Williams) # 6 ein, wo die Zauberin und der Henker auf die Erde kommen (wenn auch nicht in Straßenkleidung) und gleich einem Polizisten in die Arme laufen. Diese Begegnungen sind immer ganz amüsant, aber auch meist immer wieder das Gleiche.
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2020, 22:21   #419  
guenkos
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Zitat:
Zitat von Peter L. Opmann Beitrag anzeigen

Thor schafft indes die besinnungslose Sif ins Krankenhaus, um als Dr. Blake in einer Notoperation ihr Leben zu retten. …
Somit also wieder ein normaler Mensch, operiert er eine Göttin? Mannomann …
guenkos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2020, 22:27   #420  
Peter L. Opmann
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Mit dieser Frage hat sich Stan Lee zumindest auch beschäftigt.

Zitat: "Nur das göttliche Wissen Thors und die begnadeten Hände von Dr. Blake können sie retten."

Schön, wie zurückhaltend und bescheiden er das formuliert...
Peter L. Opmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2020, 22:29   #421  
Lothar
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Sind die Farben auf dem Coverbild der 71 so gedacht, oder fehlt da eine Farbe?
Lothar ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2020, 22:32   #422  
guenkos
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@ Peter
Wenn ich das so lese, versuchen meine Mundwinkel krampfhaft, die Ohren zu erreichen.
guenkos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.01.2020, 22:47   #423  
Peter L. Opmann
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@underduck: So ähnlich sieht das wohl schon aus.

www.coverbrowser.com/covers/thor/4
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Alt 01.02.2020, 05:41   #424  
jakubkurtzberg
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@underduck: für den Spinne-Schuber gab es damals keine US-Covervorlagen. Deshalb wurden die Thor-Titelbilder aus der Privatsammlung von Reinhard Schweizer (nicht ganz optimal) eingescannt und abgedruckt. Wo Storyvorlagen fehlten, wurde teilweise auf italienisches Material zurückgegriffen. Das kann man an den Drucknotizen an den Rändern erkennen. Das war seinerzeit leider das Beste, was Marvel Deutschland/Panini bieten konnte.
jakubkurtzberg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2020, 05:48   #425  
Marvel Boy
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Und trotzden waren wir, zumindest ich, damals begeistert das Material überhaupt lesen zu dürfen.

Nach wie vor mag ich diese Geschichten trotz ihrer Fehlerchen. Da steckte einfach noch mehr Freude am schaffen dahinter als heute.
Marvel Boy ist offline   Mit Zitat antworten
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