Thema: Reprodukt
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Alt 09.08.2008, 21:12   #39  
Dirk Rehm
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"Dockville" – Reprodukt beim Festival für Musik und Kunst in Hamburg-Wilhelmsburg

Vom 15. bis zum 17. August findet in Hamburg-Wilhelmsburg zum zweiten Mal das "Dockville"-Musikfestival statt. Bisher stehen Auftritte von Fettes Brot, Tomte, Bernd Begemann oder Superpunk fest. Aber gerade der künstlerische Teil soll in diesem Jahr noch stärker in den Vordergrund treten. So wird es Installationen von Haina und Moki geben und ein Architekt wird mit Kindern eine Art Westernstadt errichten, in der dann Musik-, Kunst- und Comicläden zu finden sein werden. Eben dort wird auch Reprodukt mit einem Stand vertreten sein und eigene Comics und Hefte und Bücher befreundeter Verlage und Zeichner aus dem Hamburger Umfeld verkaufen.

Enno Arndt – Kopf und Steine, Schulterblatt 16, D-20359 Hamburg
email: info@dockville.de, http://www.dockville.de


Ausstellung von Max zur "Frequenzen 08" in Meldorf

Anlässlich des Open Air Festivals "Frequenzen 08" in Meldorf, das am 30. August stattfindet, wird in Zusammenarbeit mit dem Dithmarscher Landesmuseum und Paul Derouet (Contours) zwei Wochen vor dem Musikevent eine Ausstellung eröffnet. Neben Arbeiten aus der in der Biblyothek erschienenen Anthologie "Pomme d´amour" mit Beiträgen von Verena Braun, Claire Lenkova oder Barbara Yelin werden Werke von Max gezeigt, der auch das Festivalplakat entworfen hat. Der katalanische Zeichner erhielt im vergangenen Jahr den spanischen Nationalpreis für Comics für seinen Buch "Bardin der Superrealist", das in deutscher Übersetzung bei Reprodukt erschienen ist. Die Vernissage findet am 15. August um 20 Uhr in der Zingelstraße 16 statt. Anschließend ist vom 16. bis zum 30. August täglich von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Frequenz 54° 9° e. V., Hindenburgstraße 7, D-25704 Meldorf
http://www.frequenzen-festival.com, http://ww.frequenzen-festival.de


Junk Word"-Zeichner zu Gast im Neurotitan, Berlin

Vom 23. August bis zum 13. September sind sechs Zeichnerinnen und Zeichner, die bereits seit zehn Jahren regelmäßig auf der letzten Seite der Wochenzeitung "Jungle World" ihre Comic-Strips veröffentlichen, mit einer Ausstellung zu Gast in der Galerie Neurotitan in Berlin-Mitte. Jeden Mittwoch aufs Neue bietet "Junk Word" auf der letzten Seite der "Jungle World" ein Zuhause für 18Metzger ("Totes Meer"), Digirev ("Zuhause während der digitalen Revolution"), Leo Leowald ("Zwarwald"), Andreas Michalke ("Bigbeatland"), Fil ("Mädchenworld"), Oliver Naatz ("Lilli & Poldi") und Minou Zaribaf ("Rockrätseln"). Die Vernissage zur Ausstellung im Neurotitan findet am Freitag, den 22. August ab 20 Uhr statt.

Neurotitan, Rosenthaler Str. 39, D-10178 Berlin-Mitte
Tel. (030) 3087 2576, Fax (030) 282 9033
email: mail@neurotitan.de, http://www.neurotitan.de
Öffnungszeiten: Mo-Sa 12-20 Uhr


NEU BEI REPRODUKT


Fünf Neuauflagen bei Reprodukt

Gleich fünf Titel gehen in diesen Wochen bei Reprodukt in die Zweitauflage. Bereits erschienen sind Neuauflagen von Mawils "Die Band" und Adrian Tomines "Sommerblond". Zur Frankfurter Buchmesse erscheinen außerdem "Pjöngjang" von Guy Delisle und "Insekt" von Sascha Hommer, beide ebenfalls in der zweiten Auflage. Und auch die Bestände von Line Hovens aus Schabkarton gekratzter Familiengeschichte "Liebe schaut weg" neigen sich dem Ende zu. Eine Neuauflage wird bis Ende des Jahres in die Auslieferung kommen.
Drei neue Titel kommen im Laufe des August ebenfalls in die Auslieferung:


"Donjon Monster 4 – Geheimsache Gerstensaft" von Joann Sfar, Lewis Trondheim & Yoann

Geheimauftrag für Nubbel! Er soll Bier holen aus Lispelamm, der Stadt der Kaninchen. Nubbel beginnt das Abenteuer mit seiner Lieblingsbeschäftigung – dem Essen. Als er allerdings die Schwinge des Vanderbecks verspeist, der ihn durch die Lüfte transportieren sollte, kommt es zur unsanften Landung und zu einem Zusammentreffen mit einem obdachlosen Wanderritter. Als das ungleiche Paar die Reise gemeinsam fortsetzt, führt das zu einer Reihe von Missverständnissen und Krawallen. All dies ist nicht gerade förderlich für Nubbels Ruf als Agent in geheimer Mission…

Yoann, hierzulande bekannt durch "Toto das Schnabeltier" (Carlsen Comics), schafft durch seine expressiven Zeichnungen eine ganz besondere Atmosphäre für die sympathischen Charaktere des "Donjon"-Universums, die dem leichten Grundton der Geschichte hervorragend unterstützt.

ISBN 978-3-938511-90-9, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 12 EUR
http://www.reprodukt.com/product_inf...roducts_id=300


"Donjon Monster 5 – Die Ehre der Soldaten" von Joann Sfar, Lewis Trondheim & Frédéric Bézian

Terra Amata hat aufgehört sich zu drehen und ist in zwei Teile geteilt. Auf der einen herrscht die brütenden Hitze des ewigen Tages, die andere ist gehüllt in eisiges Dunkel. Längst ist der Große Khan einsamer Herr der Schwarzen Festung. Zwei seiner Soldaten, die Brüder Görk und Krag, stehen Wache vor einer geheimen Tür des Donjon, die nur sehr selten benutzt wird. Krag hält allein Wache, als ein blinder Drache versucht, in den Donjon einzudringen, um mit dem Großen Khan zu sprechen. Im Kampf unterliegt Krag dem Eindringling und sieht sich gezwungen, Verstärkung zu rufen. Für sein Versagen wird er zur Hinrichtung in der Wüste verurteilt – vollzogen durch Görk, seinen eigenen Bruder!

Mit Frédéric Bézian steht Joann Sfar und Lewis Trondheim ein renommierter Zeichner zur Seite, der mit seinem unnachahmlichen Stil eine besonders düstere Episode in der Reihe "Donjon Monster” überzeugend in Szene zu setzen vermag.

ISBN 978-3-938511-91-6, 48 Seiten, farbig, 29 x 21 cm, Softcover, 12 EUR
http://www.reprodukt.com/product_inf...roducts_id=301


"Der Wirbel" von Marc-Antoine Mathieu

Als Julius Corentin Acquefaques eines Morgens aus unruhigen Träumen erwacht, steht ihm ein Mann gegenüber, der ihn erstaunt mit den Worten "Sie wohnen hier?" begrüßt sein Doppelgänger. Der aber hat es eilig: In einer Viertelstunde soll er wegen eines dringenden Termins in der Fabrik der Träume sein. Eine turbulente Verfolgungsjagd auf über Wolkenkratzerschluchten gespannten Seilen ist dann für Acquefaques erst der Anfang einer Reise durch das Labyrinth seiner eigenen Träume, aus dem es nur einen Ausweg gibt: Er muss durch den "Wirbel" steigen, der aus der zweiten in die dritte Dimension führt...

Mit "Der Wirbel" liegt auch der dritte Band um Julius Corentin Acquefaques wieder in einer Neuauflage vor. Erneut entführt Marc-Antoine Mathieu, 1959 geboren, in einen Kosmos aus kafkaesker Bürokratie und wahnwitziger Traumlogik. Dabei lotet er ganz nebenbei die Grenzen des Erzählbaren und der Buchgestaltung aus.

ISBN 978-3-938511-44-2, 48 Seiten, schwarzweiß, 29 x 21 cm, Softcover, 10 EUR
http://www.reprodukt.com/product_inf...roducts_id=288


AKTUELL


"Tito on ice" – Website auf MySpace

"Bosnian Flat Dog", die groteske Graphic Novel der Wahlberliner Max Andersson ("Pixy") und Lars Sjunnesson, wird verfilmt. Beide Autoren bilden zusammen mit Helena Ahonen das Produktionsteam, das das Buch adaptiert. Dabei soll der rauhe Charme der Vorlage nicht verloren gehen, wenn in einer Mischung aus digital und mit Super 8 gedrehten Passagen die Mumie des ehemaligen jugoslawische Diktators ihren Weg auf die Leinwand findet. Über den Stand der unter dem Namen "Tito on ice" laufenden Produktion informiert eine MySpace-Seite unter dem Titel http://www.myspace.com/tito_on_ice, auf der bereits einige Fotos den Produktionsprozess zeigen.

In "Bosnian Flat Dog" führt ein Comicfestival Helena Ahonen, Max Andersson und Lars Sjunnesson nach Ljubljana. Dort erhalten sie einen Telefonanruf von Skledar, einem alten Bekannten, der ihnen seine Kriegstagebücher aus Bosnien anbietet. Ihre Suche nach Skledar und dessen Tagebüchern führt sie nach Sarajevo, vorbei an Eisbomben, Handgranaten aus dem Souvenir-Shop in Sarajevo und einem Kühlschrank mit der gefrorenen Mumie von Tito.

ISBN 978-3-931377-94-6, 88 Seiten, schwarzweiß, 29,5 x 21 cm, Klappenbroschur, 17 EUR
http://www.reprodukt.com/product_inf...products_id=21


Guy Delisle – Neue Website online

Vor kurzem ist die neue Website des frankokandischen Autors Guy Delisle online gegangen. Über sein abwechslungsreiches Schaffen kann man sich ab sofort auf http://www.guydelisle.com informieren. Neben den Reiseberichten über "Shenzhen", "Pjöngjang" und dem im Januar erscheinenden "Aufzeichnungen aus Birma" finden sich noch Verweise auf seine Alben von "Aline et les autres" (erschienen bei L´Association) bis "Louis fährt Ski". Besonders interessant sind kleine Extras wie ein Scan aus der brasilianischen Ausgabe von "Pjöngjang", die den im Buch gezeigten nordkoreanischen Sehenswürdigkeiten genaue Längen- und Breitengrade zuweisen. Zu "Louis fährt Ski" finden sich die beiden Daumenkinos aus dem Album in animierter Form, die beweisen, dass auch der Animationszeichner Guy Delisle sein Handwerk versteht.


PRESSE


"Die Damen auf dem Hügel" – "Süddeutsche Zeitung" vom 5. August 2008 (Thomas von Steinaecker)

Der Animationsfilm ist der große, zurückgebliebene Bruder des Comics. Beide erzählen mit gezeichneten Bildern, beide entstanden am Ende des 19. Jahrhunderts als Teil der Unterhaltungsindustrie. Doch während der Comic nach und nach erwachsen wurde und sich ernsteren Themen zuwandte, blieb der Zeichentrickfilm in erster Linie der Welt des Fantastischen verhaftet und richtet sich seitdem vor allem an Kinder, woran sein wichtigster Pionier wohl nicht ganz unschuldig ist: In der familientauglichen Umsetzung von Märchen fand Walt Disney eine magische Formel, die selbst in Zeiten von Pixar letztlich nicht grundlegend in Frage gestellt wird. Mehr: http://sz-shop.sueddeutsche.de/media...ortModus=false


"Tod und Tabu" – textem.de vom 20. Juli 2008 (Sven Jachmann)

Seine Herkunft als Animationszeichner bei Disney ist Pedrosas neustem Werk durchaus anzumerken. Dies betrifft sowohl die expressive Stilisierung der Figuren als auch die Bereitschaft, an den richtigen Stellen mit Pathos aufzuwarten. Es handelt sich jedoch weniger, wie der Hinweis auf Disney vielleicht vermuten lässt, um eine dramaturgische Dehnung des Gefühls, um von der Konstruktion des Plots abzulenken. In seiner Allegorie auf den Kindstod spürt Pedrosa jenen Momenten der Trauer nach, die aus der Hoffnungslosigkeit geboren sind. Sie ist es nämlich, die Louis` und Joachims Flucht vor den titelgebenden drei Schatten beständig wie bedrückend begleitet. Mehr: http://www.textem.de/1547.0.html


"Lumpereien des Lebens" – "taz" vom 16. Juli 2008 (Frank Schäfer)

Sie kennen Mawil, Lewis Trondheim und die Hernandez-Brüder nicht? Dann wird's Zeit. Sie alle sind beim innovativsten Comic-Verlag Deutschlands.

Die Bundesrepublik Deutschland mag in Sachen Comic-Kultur immer noch ein Entwicklungsland sein, verglichen mit Belgien, Frankreich und den USA. Aber dass es mittlerweile so etwas wie eine Szene gibt - assoziiert mit den Kunsthochschulen in Berlin und Hamburg, die das Fach Bildgeschichte auf dem Lehrplan haben - und dass die langsam zu brummen beginnt, dafür haben nicht Branchenriesen wie Carlsen und Ehapa gesorgt, sondern Independents wie Edition 52 und der Berliner Verlag Reprodukt. Mehr: http://www.taz.de/1/leben/buch/artik...en-des-lebens/


"Comics: Die Lebenskünstlerinnen" – "Brigitte" 15/2008 (Silke Stuck)

Spannender als Superhelden, cooler als Mangas: Eine neue Generation von Zeichnerinnen mischt die deutsche Comic-Szene auf.

Stellen wir uns das Ganze einmal als Anfang eines Comic-Strips vor. Erstes Bild: Line Hoven, 31 Jahre, kurzer Pony, dunkler Zopf, sitzt konzentriert an ihrem Schreibtisch im Hamburger Schanzenviertel, sie hat ein spitzes Messer in der Hand, vor ihr liegt ein schwarzer Karton. Linie für Linie schabt Line Hoven das Schwarze aus dem Karton weg. Übrig bleibt ein neun mal neun Zentimeter großes Quadrat, ausgefüllt von großen, verstörten Augen und einem schmalen Mund. Mehr: http://www.brigitte.de/kultur/leute/...nen/index.html


"Comic im Stil der großen Meister – Unbeholfene Väter" – "taz" vom 4. Juli 2008 (Oliver Ristau)

Der belgische Comic-Künstler Olivier Schrauwen orientiert sich am klassischen Zeitungsstrip des frühen 20. Jahrhunderts. Nun ist sein Comic "Mein Junge" erschienen.

Ein Pastiche beruht auf der bewussten Nachahmung eines Stils, der Ideen und der Haltung eines historischen Werks. Das muss per se nichts Schlechtes sein, führt doch die Verwendung altbekannter Stilelemente unter neuen Gesichtspunkten oft zu interessanten Ergebnissen. So auch im Falle des flämischen Künstlers und Comicautors Olivier Schrauwen, dessen Debütalbum "Mein Junge" gerade auf Deutsch erschienen ist. Mehr: http://www.taz.de/1/leben/buch/artik...olfene-vaeter/
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