Sammlerforen.net

Sammlerforen.net (https://www.sammlerforen.net/forum.php)
-   Comics allgemein (https://www.sammlerforen.net/forumdisplay.php?f=57)
-   -   Dies und Das im Comicland (https://www.sammlerforen.net/showthread.php?t=31341)

zwergpinguin 24.11.2011 00:09

Dies und Das im Comicland
 
Braunschweig und Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern ist die Hauptfigur in Mario Valentinellis Comic Strip.
Auf ihn Aufmerksam wurde ich durch die Heinrich-Strips im ICOM Blog
http://www.icom-blog.de/blog.php
Neugierig geworden suchte ich nach mehr.
Fündig geworden bin ich auf http://www.heinrich-der-loewe.de http://www.tbm-marketing.de/leistung...rich/index.php und http://www.valentinelli.de/

Heinrich der Löwe und sein Kampf gegen Ehefrau, Personal und dem Ungemach des Lebens wird von Mario Valentinelli liebevoll in seinen Strips umgesetzt.
Ob es sich um „Ritterspiele“ handelt, Fernseh im Mittelalter oder Quotenregelung, Mario Valentinelli macht es seinem Protagonisten in mittelalterlicher Kulisse nicht leicht. Auch Heinrichs englisch/französische Angetraute Mathilde hat es nicht leicht mit ihm, oder umgekehrt? Ihre Versuche etwas Kultur in und um Heinrich zu bringen, sind nicht immer von Erfolg gekrönt.

In diversen Tageszeitungen wie der PAZ - Peiner Allgemeinen Zeitung, Burgwedler Volkszeitung, dem Braunschweiger Veranstaltungsmagazin „BS bietet“ können die Leser die munteren Abenteuer das Haudegen aus der Zeit Barbarossas mitverfolgen.
In den Schaumburger Nachrichten erscheinen Heinrichs alltägliche Kämpfe unter dem Titel „Otto I., die Abenteuer des Grafen von Schaumburg“.
Speziell zur Finanzkrise offerierte die TBM Marketing GmbH aus Burgwedel eine „Sonderausgabe“ ihrer Comicserie „Heinrich“.

Wer mehr als einen Strip von Heinrich und seine Gesellen lesen möchte kann dies nun in einem speziellen Heinrich-Buch tun. In einem unkonventionellen Format, nämlich in Stripgröße mit Spiralbindung, kann man nun Heinrichs Eskapaden erleben.

Gratis für TBM-Kunden gibt es Werbeheft „Das große Turnier“. In dem Heinrich auf 10 Seiten seiner Holden beweisen muss, dass es bei ihm nicht nur um Langeweile, Laster und Leibesfülle geht.

Auf jeden Fall ein Fall für MEHR!

zwergpinguin 24.11.2011 00:13

Superrudi & Superstruppi
 
Was passiert wenn sich ein Architekt und Grafiker mit einem Doktor der Psychologie zusammentut. Es entsteht ein Superheld!

Von März 1998 bis Juni 2009 tummelten sich daher der Tagesstrip „Superrudi & Superstruppi“ meist mit tagespolitischer Aktualität in der „Kronen Zeitung“
Was bei Supergoof die Erdnuss, ist bei den beiden österreicherischen Superhelden das Kürbiskernöl. Natürlich musste erst ein Kryptonitkristall von Supermans Heimatplanet in einem Kürbisfeld landen, damit dann in Verbindung mit steirischem Kürbis dieser Superdrink herauskam.

Wenn Rudi sich ein Tier zulegt, nachdem es mit den Frauen nicht so klappt und dann noch denkt, dass Struppi wie ein Hund aus einem Comic aussieht, dann kann ja nur was Comisches dabei herauskommen. Und da Struppi der Meinung war, das es bei Rudi doch vielleicht besser sei als in der Tierhandlung, war ja Alles klar.

Als am 1. März 2008 Rudi & Struppi ihr 10-jähriges Superhelden-Jubiläum feierten, stellte man eine Auswahl der besten Comicstrips der letzten 10 Jahre zusammen und packte es in einen Jubiläumsband. Und ganz exklusiv, die Vorgeschichte wie sich die Beiden kennenlernen und das Geheimnis ihrer Superkräfte.

Für Nichtösterreicher mag mancher „Gag“ zwar nicht ganz verständlich sein (wer kennt sich hier schon so genau mit österreichischer Politikmauschelei aus) aber als Polit-Comic ist er „sehenswert“. Ob sie Besuch von Superman erhalten, der es nicht mehr schafft seinen Präsidenten vor seinen Fettnäpfchen zu bewahren, mit dem Terminator Bin Laden jagen oder ob Rudi noch nie mit seinem Unkraut gesprochen hat, lesenswert ist es auch Jahre später. Manchmal auch nur, weil man weiß wie es weitergegangen ist.

http://www.superrudi.at

zwergpinguin 24.11.2011 00:19

Hälge
 
Hälge ist ein schwedischer Elch und Held der gleichnamigen schwedischen Comic-Strip Serie von Lars Mortimer.
Die Serie, die mich sofort an klassische Funny Serien aus den USA erinnerte, handelt vom Hälge einem langbeinigen Elch der immer auf der Hut vor Jägern ist. Bei einem seiner „ewigen Jäger“, Edwin und seinem Hund Blitz, weiß man wirklich nicht wer dämlicher ist. Dann gibt es noch seine angebetete Goldie, die ihn immer wieder abblitzen lässt, zwei Eulen mit sehr „aufmunternden“ Kommentaren, einen Ameisenhaufen in dem es schon mal wilde Besäufnisse gibt und Hälges immerwährender Kummer, dass er sein Geweih abwirft.
Auch, dass sein Geweih nur magere sechs Enden hat trägt nicht gerade positiv zu seiner Gemütslage bei.

Leider ist von der Serie in Deutschland meines Wissens nach nur ein einziges Taschenbuch erschien. 1998 von Lars Mortimer selbst verlegt mit dem Titel „…Auf’s Korn genommen!“ mit dem Vermerk „Ein Elchpocket“.

In Schweden selbst erscheint Hälge seit 1991 in mehreren Tageszeitungen und hat sogar eine eigene Heftserie.
Am 25 September 2008 brachte die schwedische Post in der Ausgabe „Tecknade Serier“ 8 Briefmarken mit bekannten Comicfiguren heraus, darunter auch Hälge. 2010 folgte noch ein Sonderstempel mit Hälge Motiv.

MarkusSzy 24.11.2011 12:59

Superrudi
 
Zitat:

Zitat von zwergpinguin (Beitrag 385164)
Was passiert wenn sich ein Architekt und Grafiker mit einem Doktor der Psychologie zusammentut. Es entsteht ein Superheld!

Von März 1998 bis Juni 2009 tummelten sich daher der Tagesstrip „Superrudi & Superstruppi“ meist mit tagespolitischer Aktualität in der „Kronen Zeitung“
Was bei Supergoof die Erdnuss, ist bei den beiden österreicherischen Superhelden das Kürbiskernöl. Natürlich musste erst ein Kryptonitkristall von Supermans Heimatplanet in einem Kürbisfeld landen, damit dann in Verbindung mit steirischem Kürbis dieser Superdrink herauskam.

...

http://www.superrudi.at

....

vielen Dank für die Promotion hier! :)
ein paar Büchlein gibt's noch im Handel/ od. im Umlauf, und ich hab - zur Not - auch noch 1 -2 Kisten ..
warum die beiden Helden "gestorben" sind wird hier erklärt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Markus_Szyszkowitz
- v.a. in den Zeitungszitaten (Fußnoten) ..

liebe Grüße aus Österreich
markus szy
(heute frisch angeworben - hier für das Forum - von Lothar ;) )

zwergpinguin 27.11.2011 20:56

Wieder diese Ackermanns
 
Seit über 17 Jahren ließt man in der „Nordsee-Zeitung“ immer Wieder diese Ackermanns.
Als Heinz Glaasker Else und Kurt Ackermann auf die Leser losließ, konnte Keiner ahnen, dass die Verbindung Nordsee-Zeitung und die Ackermanns so lange anhält.
Else und Kurt Ackermann liegen sich ständig in den Haaren und geizen nicht mit Höflichkeiten und Nettigkeiten.
Im Laufe der Jahre gab es so einige Begebenheiten rund um die Ackermanns. Einmal rief eine Fr. Ackermann an den Namen zu ändern. Sie hätte so viel Ärger, würde sogar nachts angerufen und veräppelt. Anfangs war häufiger Frau Ackermann Ziel der Witze. Damals beschwerte sich eine Frauenbeauftragte der Stadt. Heute kommt zu zwei Dritteln der Mann schlechter weg, damit sind offenbar alle zufrieden.*
Da die Ackermanns so gut ankamen, erschien 1995 das erste Buch rund um Else und Kurt. Da der Band schon recht bald vergriffen war, wurde auf besonderen Wunsch von Fr. Ackermann der Band neu aufgelegt. 1998 folgte dann Band 2. 2010 war es dann endlich wieder soweit, Band 3 wurde auf die Leserschaft losgelassen.





* http://www.nordsee-zeitung.de/region...5_print,1.html

Martin 27.11.2011 21:22

Buch 3 bekommt an hier:
http://shop.nordsee-zeitung.de/index...as-3-buch.html

zwergpinguin 04.12.2011 17:20

Gonzo
 
Hunter S. Thompson begann in den 1950er Jahren als Sportreporter, war dann als Südamerika-Korrepondent unterwegs und ging Ende der 1960er Jahre zum "Rolling Stone". Dort schuf er den so genannten Gonzo-Journalismus, [Gonzo-Journalismus (gonzo -> außergewöhnlich, exzentrisch, verrückt) -> Wegfallen einer objektiven Schreibweise. Berichtet wird aus der subjektiven Sicht des Autors]. In dieser Zeit entstand auch sein wohl bekanntestes Buch, "Fear and Loathing in Las Vegas" ("Angst und Schrecken in Las Vegas"). Thompson der sich selbst als "begierigen Leser, unerbittlichen Trinker und geschickt im Umgang mit einer Magnum Kaliber 44" beschrieb, war zeitlebens ein rastloser Mann. Sein langjähriger Lektor Alan Rinzler bezeichnete ihn im Vorwort zu „Gonzo“ als „einen wirren, wütenden, zutiefst deprimierten, selbstzerstörerischen Säufer“.

Am 20. Februar 2005 nahm sich Hunter S. Thompson an seinem Schreibtisch in Woody Creek bei Aspen/Colorado mit einem Kopfschuss das Leben. Nach Aussage seines Sohnes Juan Thompson hatte der Schriftsteller seinen Suizid lange geplant und oft angekündigt. Er habe nicht aus Verzweiflung gehandelt, sondern zum richtigen Zeitpunkt abtreten wollen. Sieben Monate nach dem Suizid Hunter S. Thompsons hat das US-Magazin „Rolling Stone“ den Abschiedsbrief an seine Frau veröffentlicht. Unter der Überschrift „Football Season is over“ („Die Footballsaison ist vorbei“) schrieb Thompson vier Tage vor seinem Freitod: „Keine Spiele mehr. Keine Bomben mehr. Kein Laufen mehr. Kein Spaß mehr. Kein Schwimmen mehr. 67. Das ist 17 Jahre nach 50. 17 mehr als ich brauchte oder wollte. Langweilig. Ich bin nur noch gehässig. Kein Spaß - für niemanden. 67. Du wirst gierig. Benimm dich deinem hohen Alter entsprechend. Entspann' dich - es wird nicht wehtun.“ *
*Wikipedia

In der grafischen Biografie von Hunter Stockton Thompson zeichnen Will Bingley und Anthony Hope-Smith ein Bild dieses von Schreib- und Drogenexzessen getriebenen Autors.
Anthony Hope-Smiths schwarz weißen Bilder und Will Bingleys zitatenreiche Texte zeigen
eindrucksvoll wie das wilde und exzentrische Leben des Autors verlief. Ihren Fokus legten sie dabei in die 1960er und 1970er-Jahre, in denen Hunter S. Thompson viele seiner bekanntesten Reportagen schrieb. Von den Hell’s Angels bis zu Nixon. Und seinem Image entsprechend ständig auf Achse und immer zugedröhnt, mit Fliegerbrille und Zigarettenspitze.
Da im dem Band die politischen Ereignisse der 1960er und 1970er einen wesentliche Rolle spielen hat es auch ohne Kenntnisse der Werke von Hunter S. Thompson seinen Reiz und zeigt viele Hintergründe zu den Ereignissen im Amerika der 1960er und 1970er.

Hunter S. Thompson ist in Comickreisen auch als Uncle Duke aus Doonesbury von Garry Trudeau bekannt.

Der Band aus dem Tolkemit Verlag ist ausschließlich über Zweitausendeins zu beziehen. http://www.sammlerforen.net/web_user...ddas/gonzo.jpg

zwergpinguin 20.12.2011 23:43

Kraft durch Freunde
 
Bei dem neuen Comic der „Harmonian Anarchists“ sprich Gerhard Seyfried und Ziska Riemann, geht es um ein Superhandy, obwohl Handy in dem Fall absolut nicht mehr passt, Freunde bis zum Speicherplatzen, machtgeile Politiker, Datenmissbrauch und wie Seyfried so schön sagte „Ein Horrortrip durch die Facebook-Landschaften!“

Wenn ich Seyfried glauben darf, hat es 10 Jahre gedauert bis ein neuer Seyfried & Ziska Comic auf die Leserschaft losgelassen wurde. Das Warten hat sich gelohnt.

Der Wahn der Social Networks, die Hype auf immer das neuste, geilste, schickste, angesagteste Teil, Verarsche der Politiker, das dumme Wahlvolk, alles und noch viel mehr findet sich in diesem Band.
Klaus Dieter Freund und sein Slogan „Kraft durch Freunde“ (Wer findet den noch gut?) mit seinen Freunden Dr. Phob. Schräuble-Locker, Dr. Roland Schmiss und Benito Berluscloni bilden das politischen Umfeld. Sein Fett weg, bekommt auch der ganze Facebook-Hype bis hin zum Wahlautomat á la Florida.

Alles dreht sich um Moon das „Ultraphone“, dass alles kann was man braucht oder auch nicht, und was vor Allem eins ist, ein Eins-A-Datenspeicher Wenn ein Gerät alle Daten von dir aufzeichnet was kann „man“ dann daraus mache? Natürlich ein vorzügliches Überwachungsinstrument. Bevor es zum unausweichlichen Showdown zwischen machtgeilen Bossen/Politikern und aufrechten Wiederständlern kommt, müssen unsere Streiter noch einiges durchmachen, bis hin zum Attentat in D-Dur und einem loonesome Sonnenaufgang!
Wer dann noch auf die Kleinigkeiten wie Schilder, Namen und Grafittys achtet wird bei dem Band auf seine Kosten kommen.

Der Band der beim Tolkemitt Verlag herauskam ist nur über Zweitausendeins zu beziehen.


zwergpinguin 22.12.2011 20:52

2006 das Jahr der Fußball-WM in Deutschland, das Jahr des „Sommermärchens“.
Sedworks, ein kleiner Verlag in Hamburg, ließ mit seinem Comic „Torheiten - von Bern bis Berlin“ noch einmal WM-Geschichte aufleben.
Auf 48 Seiten wurde Deutsche WM-Geschichte noch einmal lebendig. Vom Wunder von Bern über den Geist von Malente bis zum Coup von Tante Käthe erzählt Frank Schneller
über Traum und Traumata der deutschen Fußballer, in Bilder umgesetzt von Florian Schmidt und Christoph Schmidt.
Fußballfan Christian hat keine Karten für das Eröffnungsspiel bekommen und hängt traurig in einer Schwabinger Kneipe rum. Zu seinem Glück ist das zufällig der Treffpunkt der Fußballhelden alter Zeiten. Und so bekommt er Fußballgeschichte aus erster Hand erzählt.
Horst Eckel erzählt vom Wunder von Bern, Uwe Seeler und Siggi Held vom Wembley Tor und dem Jahrhundertspiel in Mexiko, Günther Netzer vom Geist von Malente, Lothar Matthäus (mit Dialekt) vom Kaiser von Rom und Rudi Völler vom Coup der Tante Käthe.
Wirklich gut und unterhaltsam zu lesen mit netten Anekdoten angereichert, nur die Zeichnungen … sowas hat auch Loddar nicht verdient.



Vom gleichen Verlag und nicht nur für Nordlichte interessant:
Hamburg - Mit allen Wassern gewaschen so heißt ein Heft, dass die Geschichte Hamburgs als Comic darstellt.
Von der Pest um 1350, dem großen Brand von 1842, Hagenbecks“ Gründung 1907, Hamburgs Wiederaufbau und der Flut von 1962 erzählt Ishel U. Eichler die wechselvolle Geschichte Hamburgs.
Umgesetzt von Alexander Stein und Florin Schmidt.

Burma 02.01.2012 15:27

Zitat:

Zitat von zwergpinguin (Beitrag 387062)
Hunter S. Thompson ...

...Der Band aus dem Tolkemit Verlag ist ausschließlich über Zweitausendeins zu beziehen. http://www.sammlerforen.net/web_user...ddas/gonzo.jpg

Dazu - und zu seinem Band "Kingdom of Gonzo. Interviews" (Edition Tiamat) - gab's am 31.12.2011 eine Besprechung in der TAZ, leider noch nicht im Netz.

zwergpinguin 04.01.2012 23:33

Economics
 
Der als „Stand-Up-Economist“ bekannte Umweltökonom Yoram Baumann versucht in diesem Band Wirtschaftstheorien und das Verhalten des Homo oeconomicus unterhaltsam und doch verständlich darzubringen.
In diesem Band geht es um den sogenannten Nutzenmaximierer und seine Handlungsweisen. Der Nutzenmaximierer ist ein Jeder von uns. Egal ob „Öko-Tante“ „Penner“ oder „selbstsüchtiger Mistkerl“, ja selbst der Leser dieses Bandes ist Einer, da jeder seine persönlichen Präferenzen zu befriedigen versucht. Und sei es durch Lesen dieses Bandes.
Yoram Baumann behandelt Anhand des Nutzenmaximierers Mikroökonomische Fragen, angefangen vom einzelnen Nutzenmaxmierers bis zur Interaktion mehrerer Nutzenmaximierer.
Seit dem Band weiß ich, dass ich in keinem Stau stehe sondern in dem Fall der Allmendeproblematik unterworfen bin. Was mich zugegebener Maßen auch nicht schneller voranbringt, da alle Anderem in dem Stau auch dem Gesetz der einheitlichen Geschwindigkeit unterliegen, weil Jeder seiner dominanten Strategie folgt.
Beim Kapitel „Auktionen“ steht die Aussage in Bezug zu ebay, „in diesen Auktionen bietet der Bieter seinen privaten Wert… zahlt am Ende jedoch nur den zweithöchsten Preis.“ Dieser Aussage widerspreche ich aber vehement, oder in USA/England gelten andere Regeln!
Yoram Baumann verdeutlicht anhand von simplen Beispielen Ökonomische Thesen. So z.B. wie entsteht der Marktpreis für Äpfel. Zugegebener Maßen ist die Theorie von der Regulierung des Marktes durch Angebot und Nachfrage gut dargestellt, aber ob es die Realität trifft? So ist es halt mit Theorie und Praxis.
Bei seinen Erklärungen zu den verschiedenen Wirtschaftstheorien helfen ihm Z.B. Robinson Crusoe, der Neandertaler Mog, zwei Kinder, die sich um eine Torte streiten (Wer erklärt schon Wirtschaft anhand einer „Tortenschlacht“?). Sogar Fidel Castro und Che Guevara helfen bei der Erklärung von Gewinnmaximierung, freiem Handel und Angebot und Nachfrage!
Auch ist es verwunderlich für was Leute einen Nobelreis bekommen haben.
Insgesamt ein recht unterhaltsamer, aber auf keinen Fall leicht zu lesender „Sachcomic“. Vielleicht sollten sich VWL-Studierende vor Aufnahme des Studiums den Band durchlesen um zu wissen worauf sie sich einlassen! :D
In Bildern umgesetzt wurde der Band von Grady Klein, einem Comic- und Zeichentrickfilmzeichner.

Der Band erscheint im Manhattan-Verlag (Goldmann Verlag / Random House)
Mal sehen ob Band 2: Macroeconomics auch noch erscheint.

zwergpinguin 05.01.2012 00:36

Couch Fiction
 
„Wie eine Psychotherapie funktioniert“ ist der Untertitel dieses Bandes und genau das wird in diesem 162-seitigen Buch beschrieben.
Die Autorin dieses Buches die 1957 geborene Britin Philippa Perry, selbst über zwanzig Jahre als Psychotherapeutin tätig, hat die Frage warum sie dieses Buch geschrieben hat, im Vorwort beantwortet „…, weil ich zeigen wollte, wie das Leben als Therapeut/in und als Klient/in sein kann“.
„Kann“, da es in keiner Weise als Handbuch der Therapie zu betrachten ist, wie Andrew Samuels, Professor der Analytischen Psychologie an der University of Essex in seinem Nachwort noch einmal deutlich machte.

Anhand der zwei Probanten Pat der Therapeutin und James ihres Klienten soll verdeutlicht werden, wie eine Psychotherapie funktionieren kann.
„Ich habe Inhalte aus den Träumen tatsächlich existierender Personen mit deren Erlaubnis verwendet, aber abgesehen davon ist diese Geschichte frei erfunden. Obwohl keine der in ihr vorkommenden Personen je gelebt hat, ist sie ein typisches Beispiel für eine psychotherapeutische Fallstudie, ...“
In dieser Geschichte geht es um James, ca. 35 und Rechtsanwalt, der zu Pat kommt, um mit ihrer Hilfe seiner Kleptomanie beizukommen. Angefangen mit dem Aufbau der für die Therapie wichtigen Beziehung Therapeut-Klient, seiner Kindheit, seiner Freundin, zu den auslösenden und prägenden Ereignissen die ihn zum Dieb werden ließen und bis zu den Erkenntnissen die ihn zu „einem Anderer“ werden lassen.
Auf diesem Weg begleitet der Leser Pat und James. „Erlebt“ was in ihnen vorgeht, welche Erfolge aber auch welche Hindernisse aus dem Weg geräumt werden müssen.

Interessant ist, dass Philippa Perry die ganze Geschichte noch einmal untertitelt hat. Und zwar gibt sie unter dem Strip ergänzende Hinweise zur Therapie. Warum ist Pat jetzt nicht so vorgegangen, was soll es bewirken wenn sie dies fragt/hinterfragt, warum hat gerade dies in James diese Reaktion ausgelöst. Auch werden dabei die verschiedenen Richtungen der Psychotherapie erwähnt und kurz gegeneinander gestellt. Auch um zu Verdeutlichen warum Pat in dem Moment diesen Weg gewählt hat. Gerade diese zusätzlichen Erklärungen haben für mich den besonderen Reiz ausgemacht.
Wer sich etwas genauer mit den Bildern beschäftigt, wird an dem Bild im Hintergrund stets Veränderungen bemerken. Je nach Verlauf der Therapie.
Wer schon immer wissen wollte wie so eine Therapie ablaufen kann und dabei direkt in die Köpfe der beiden Protagonisten schauen will, kann es in dem Buch tun.

Das was mich nicht überzeugt hat sind die Zeichnungen. Sie wirken auf mich wie bessere Fan-Zeichnungen.
Die Zeichnerin Junko Graat wurde in Japan geboren, hat dort Design studiert, kam zum Studium der Europäischen Gartenarchitektur nach England und ist heute als Landschaftsgärtnerin und Illustratorin tätig.

Erschienen im Verlag Antje Kunstmann

zwergpinguin 15.01.2012 16:45

Pilze inne Buxe
 
„Pilze inne Buxe“ ist ein heiterer medizinischer Comic von niemand geringerem als von Dr. Ludger Stratmann und seinem Alter Ego „Jupp“.
Was einem nicht noch so alles einfällt, nach 5 Kabarettprogrammen in 15 Jahren. Natürlich ein Comic über Jupp, seine Inge, die Omma und andere Freunde und Nachbarn und nicht zu vergessen der Kleingartenanlage Bottrop-Batenbrock-Süd.
Was Ludger Stratmann nach 25 Jahren Studium, Krankenhaus uns Praxis so alles erlebt hat, wer könnte das besser rüberbringen als „Jupp“, „Erste Klasse Hypochonder“ und Kleingartenpräsident.
Und mit Fremdwörter umgehen, ja das kann der Jupp. Egal ob ein Ensemble stationiert wird oder die Feuerwehr das Haus ejakuliert, für Jupp kein Problem die schwierigsten Fremdwörter zu erklären.
In drei Geschichten kann Jupp zeigen woet langgeht, egal ob es sich um Entenmorphium oder Pilze inne Buxe handelt. Nur vor eins nimmt er Reißaus, vor einem Besuch beim Frauenarzt.
Wer schon mal im Programm von Ludger Stratmann war und nochmal wissen will warum Nachbar Norbert joggt, was mit die Omma ihr Gehwägelchen und Badewannenlift los ist und warum Jupp fünf Schtoiwesand auf einmal rauchte, sollte sich dieses heitere medizynische Kabarett nicht entgehen lassen. Alle anderen die ihren medizynischen Horizont erweitern wollen, natürlich auch.
In Bilder umgesetzt wurden die Geschichten von der Karikaturistin Christina Groth-Lindenberg.
Erschien April 2011 im Klartext Verlag, 84 Seiten.


zwergpinguin 15.01.2012 20:28

Landshuter Stadtgeschichte
 
Welche Stadt kann schon von sich behaupten eine eigene Comicserie zu haben. Landshut kann es.
Angefangen hat es vor über 10 Jahren als. Initiiert wurde diese unterhaltsame Lektüre vom ehemaligen Kulturbeauftragten der Stadt, Helmut Stix, mit finanzieller Unterstützung der Stadt Landshut, die auch gleichzeitig als Herausgeber fungiert.
2001 kam dann auch Band 1 rechtzeitig zur 800 Jahrfeier der Stadt Landshut heraus.
Angefangen von der Gründung über die Stadterweiterung bis zum Stadtbrand 1342 erzählt dieser Band von der Wechselvollen Geschichte der Stadt.
Sozusagen als Reiseleiter fungiert in allen Bänden Ritter Eisi, klein, dick und stets in einer goldenen Rüstung, führt er mit seinem kleinen Drachen Drago durch die Landshuter Stadtgeschichte.
Wenn man den Band aufschlägt, meint man in einem Asterixband zu lesen. Was auch beabsichtigt war. „Wir sind ja irgendwo alle die Generation Asterix“, sagt Landshuts Stadtarchivar Gerhard Tausche. Der Erfolg gibt ihm recht. Besonders beliebt sind die Bände an den örtlichen Grundschulen und die Lehrer nutzen sie gerne als Begleitmaterial für ihren Heimatkunde-Unterricht. Was durchaus so beabsichtigt war. „Zielgruppe dabei sind nicht zuletzt die Schulen“, sagt die Kulturbeauftragte der Stadt, Uta Spies.
Für den Landshuter Stadtarchivar Gerhard Tausche ist der Geschichts-Comic zwar "ein außergewöhnlicher Weg", aber wenn man so die Leute an die Geschichte heranbringt. "Wir nutzen das Medium, aber das Historische muss stimmen", sagt er.
Das ganze zeichnerisch umgesetzt hat Thomas Weyh. Schon seit 1998 arbeiten er und Autor Werner Ebermeier, der die Comicbände um ausführliche Erklärungen der geschichtlichen Abläufe und Hintergründe ergänzt, zusammen. Da sich die Bücher sehr stark an historischen Fakten orientieren, geht jedem Buch eine intensive Recherche und Stoffsammlung voran. Was zur Folge hat, dass sowohl die Orte, wie auch die Kleidung, die Waffen und das Aussehen der Hauptpersonen auf historischen Tatsachen beruhen. Kein Wunder, dass die Bände als Schulmaterial verwendet werden.
2004 folgte dann Band 2. Der Wiederaufbau nach dem großen Stadtbrand bot auch die Gelegenheit das mittelalterliche Zunftwesen näher zu betrachten. Es folgte die Bürgerverschwörung und die Judenvertreibung bis hin zur Hochzeit Herzog Ludwigs im Jahre 1452.
2006 dann Band 3. Ein blühendes Herzogtum bringt reiche Herzöge hervor, die berühmte Landshuter Hochzeit von 1475 und der Erbfolgekrieg bis zum Anfang der Renaissance bestimmen den Inhalt diese Bandes.
Im November 2010 erschien dann Band 4 mit der Renaissance und den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges bis zu Ende 1648.

Das es nicht einfach ist einen historisch genauen Comic zu machen verdeutlicht die Tatsache, dass der Zeichner Thomas Weyh drei Jahre am vierten Band zur Renaissance und dem 30jährigen Krieg gearbeitet hat. Der Comic erinnert zwar noch etwas an den Asterix-Zeichenstil des ersten Bandes (in den letzten 10 Jahren ändert sich nun mal auch ein Zeichenstil), hält sich aber bis hin zu Augenfarben und Gesichtern an die historischen Vorbilder.

Der fünfte Band ist bereits in Planung und soll 2013 erscheinen. Er soll sich der Zeit zwischen 1800 und 1828 widmen, als die bayerische Landesuniversität ihre Heimat in Landshut hatte. Gaudeamus igitur!

Auf jeden Fall eine gelungene Reihe. Mit einer sehr guten historischen Recherche und Zeichnungen!
Je nach Band liegt die Auflage zwischen 2000 und 4500 Exemplaren. Als SC oder HC erhältlich.


zwergpinguin 21.01.2012 01:07

Bauarbeiter Jim und sein Freund Hundi
 
Als ich den Band in Händen hielt, wusste ich nicht was mich mehr „irritierte“. Die Zeichnungen oder die „Schrift“.
Bauarbeiter Jim ist eine Kugel mit Helm und Strichen als Gliedmaßen. Ebenso einfach ist sein treuer Freund Hundi gezeichnet. Und dann die Schrift. Weder Spiegelschrift, noch verdreht oder umgekehrt gesetzte Buchstaben, nein alles zusammen und doch anders. Auch gibt es neben den normalen Sprechblasen auch noch einen erklärenden, aber im Endeffekt eher überflüssigen Text, den er unter die Bilder gesetzt hat.
Ausgedacht und gezeichnet wird der Strip von Uwe Neitzel, dessen Serie schon seit einige Jahren in der “STUZ“, der Studentenzeitung des Rhein-Main-Gebietes erscheint.
Als ich Uwe fragte, wie er auf diese „Schrift“ gekommen sei, antwortete er, durch die Schrift wolle er den Leser zum langsam lesen bringen.
Für dieses erste Album „Bauarbeiter Jim und sein Freund Hundi : Das Geheimnis der Thermoskanne und 17 weitere Bauarbeitergeschichten“, wurde extra eine zusammenhängende Story erdacht und umgesetzt. Am Ende des Bandes gibt es dann ältere Strips aus der „STUZ“ zu sehen, an denen die Entwicklung des Zeichenstils deutlich zu sehen ist.
Zur Veranschaulichung hier einer der Onepager aus der “STUZ“ die mir Uwe freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.
Ich werde einen Band mit nach Kist bringen.
Zu beziehen ist der Band über
http://www.bauarbeiterjim.de/
http://www.phantoon.de/
http://www.gruebelhund.de/


zwergpinguin 11.02.2012 19:13

„Chapeau Herr Rimbaud“
 
Was haben Abessinien, ein Schakalgeist, Robur mit seinem Schiff Albatros, ein dem Spießertum entfliehender Dichter und ein auf die Erde zufliegender Meteorit gemeinsam? Sie bilden die Rahmen um den Ex-Kommunarden Jean Roch Folelli, Korse, Mörder, entflohener Sträfling, den es ins abgelegene Abessinien verschlagen hat, wo er auf Arthur Rimbaud trifft.

Arthur Rimbaud (1854 – 1891) französischen Lyriker, der sich bereits als Jugendlicher aus dem Literaturbetrieb zurückzog weil ihm alles zu spießig war und der eine unstete Reise durch die Welt begann, wobei es ihn bis ans Horn von Afrika verschlug. Dort verbindet Szenarist, Zeichner und Texter Christian Straboni einen Reisebericht von Arthur Rimbaud mit der Geschichte um Jean Roch Folelli.

Auf der Flucht vor der französischen Justiz gelangte Jean Roch Folelli ans Horn von Afrika, wo er sich nach einem weiteren Mord, der Karawane von Rimbaud anschloss. Unterwegs traf er dann den Zar der Schakale, hatte ein heißes Treffen mit der Königin von Sabah, traf in der Wüste Kapitän Robur der ihn nach geglückter Rettung zu einem Essen im Tal der Könige einlud und ritt Zuletzt á la Don Quichotte durch die Wüste. Die Geschichte wirkt doch etwas konstruiert und durch den mystischen Einschlag etwas überladen. Oder wie charakterisiert es der Verlag „Eine Phantasie über die unbekannte Zeit Rimbauds in Afrika“.

Im Verlauf der Geschichte fließen immer mal wieder Gedichte Rimbauds mit ein.
Zu den literarischen Ergüssen, kann ich nur sagen: Wie viel Absinth muss ich trinken um den Sinn dessen zu erfassen, was der Schreiben damit ausdrücken will?

Für mich macht die Geschichte den Eindruck, als ob das Autorenduo Christian Straboni und Laurence Maurel sich den Reisebericht Rimbauds als Kulisse genommen haben, um für ihren mystisch angehauchten Abenteuercomic ein literarisches Aushängeschild zu haben.
Auch ist der Titel unglücklich gewählt. Der deutschet Titel„Chapeau Herr Rimbaud“ lässt eine Hommage an Rimbaud vermuten, dabei lautet der Originaltitel „Le Chapeau de Rimbaud“, was sich eher mit „Rimbauds Hut“ übersetzten lässt. Was denn auch dem Ende der Geschichte entspricht.

Die s/w-Zeichnungen Strabonis sind zwar nicht ganz mein Fall. Z.B. das Gesicht Rimbauds; hat er starke Wangenknochen, einen Restbart oder was sollen die Streifen in seinem Gesicht sein? Aber trotz aller Kritik hatte ich doch meinen Lesespaß.

Der Band ist im Verlag Matthes & Seitz Berlin erschienen. Im selben Verlag erschienen auch zwei Bände über Arthur Rimbaud.


Schlimme 11.02.2012 19:38

Eigentlich mal wieder eine Gelegenheit, den 2. Band von "Trent" aus dem Regal zu ziehen - "The Kid". Die Jagd auf einem jungen Outlaw, der gern Rimbaud zitiert. Sehr guter Comic.

http://www.comicguide.de/pics/medium/68287.jpg

.

zwergpinguin 12.02.2012 20:00

Wurmics
 
Willi und Bodo sind zwei Würmer die der Phantasie von Matthias Herkle entsprungen sind. Sie erschienen zuerst in einem Heilbronner Stadtmagazin und bald darauf in einem Würzburger Wochenblatt. Nahmen an an der schweizer Comic-Messe Fumetto 2001 zum Thema Helden teil. Ein zweiseitiges Phantomwurm-Abenteuer wurde daraufhin in einer schweizer Comic-Anthologie bei DasNorm veröffentlicht. Auch waren sie bei der Wanderausstellung „Autoren aus Baden-Württemberg und ihre Bücher 2006“ dabei.
Beim Deutscher Phantastik Preis 2006 erlangten die Wurmics in der Kategorie „Bester Comic“ den 3. Platz
Auch gab es mittlerweile 2 VHS-Kurs für Jugendliche mit dem Thema "Würmer im Weltall".

2005 erschien dann im Wurdack Verlag das „Born to be Worm“-Album.
Willi und Bodo die beiden skurrilen Würmer mit Hut, Willi ist dazu auch noch verheiratet, erleben so Einiges in ihrem Wurmland, das auch noch einen eignen Superhelden hat- „Phantomwurm“. Bei den längeren Geschichten kommt Matthias Herkle ja gut rüber, aber bei den „Tagesstrips“, ich schätze mal Strips aus den Stadtmagazinen, wird es doch ziemlich platt. Zuviel abgedroschene Phrasen.


zwergpinguin 12.02.2012 23:55

Der Bergzwerg
 
Seit 2005 gibt es im Bergischen Land eine neue Spezies, den Bergzwerg.
Schöpfer des Bergischen Zwergentypus ist Jens-Henrik Hübner, seines Zeichens Leiter der Marketingabteilung der Volksbank Remscheid-Solingen.
Da er auch Grafik−Design studierte, konnte er sein zeichnerisches Geschick beweisen als es um ein neues Konzept für den Markt junger Kunden gesucht wurde. Und so erscheint seit 2005 der Bergzwerg in der Kundenzeitschrift „Horizonte“

Aus Anlass des fünften Zwergen−Geburtstags hat die Volksbank Anfang Dezember 2009 ein Jubiläumsbuch herausgegeben – dessen Auflage von 500 Stück schnell vergriffen war, so dass es mittlerweile schon die 3. Auflage gibt.

Der Bergzwerg, klein, sonst wäre er kein Zwerg, mit roter Zipfelmütze (warum tragen in Deutschland die Zwerge alle Zipfelmütze?), und mit grauem Bart, stimmt meist sind Zwerge bärtig, gibt in dem Buch Antworten auf die Fragen, warum er mit Banane und Gummiball eine Bank überfällt und zu den verschiedensten „Lebensfragen“. Auch wenn einige Gags schon so alt sind, dass sie auch im Bergischen längst angekommen sein müssten (Zwerge fallen nun mal ab und an beim Erdbeerpflücken von der Leiter etc.) :D

HTTP://JENS-HUEBNER.COM/COMICS/DER-BERGZWERG/


Professor Schnurps 22.02.2012 18:14

Hart wie Kameldornholz
 
Beim Stöbern im Comicbereich bin ich auf dieses interessante Exemplar gestoßen.

Der Band "Hart wie Kameldornholz" enthält Cartoons die in der Wochenzeitung "Namibia Nachrichten" von 1986 - 1991 erschienen. Text und Zeichnungen stammen von Adelheid Lilienthal, einer in Namibia geborenen Deutschstämmigen.
In ihren Cartoons nimmt sie den typischen, deutschstämmigen "Südwester" (Deutsch-Südwest, das heutige Namibia war früher deutsche Kolonie) aufs Korn.
Einfach gestrickt und denkfaul erlebt er die Zeit, in der der Staat Namibia geboren wird und er sich eigentlich wünscht, dass doch alles beim Alten bleiben möge.
Am liebsten bleibt er auf seiner Farm und das Wichtigste ist ihm, wie das Wetter wohl wird.

Trotz der nicht gerade überdurchschnittlichen Zeichnungen, ist der Band doch ein Beleg deutschsprachigen Comicschaffens außerhalb der BRD und der USA.
Interessant auch die Verwendung des sogenannten "Südwesterdeutschs", einem Gemisch aus Deutsch, Englisch, Afrikaans und diverser Stammessprachen.


74basti 22.02.2012 19:13

Ist das eine "Originalausgabe" :kratz:

Professor Schnurps 22.02.2012 19:21

Ja. Wieso? :floet:

74basti 22.02.2012 19:27

Weil ich mich wundere, wie Du an einen namibianischen deutschsprachigen Comic kommst. Wird das denn auch indexiert? :floet:

Professor Schnurps 22.02.2012 19:41

Na ja, nichts ist unmöglich ... oder auch: Das ist eine lange Geschichte. :D

Ob sowas indexiert werden soll, weiß ich auch nicht.

Hinnerk 22.02.2012 20:19

Natürlich soll das indexiert werden!


So stehts in der Einleitung zum Guide:

Zitat:

Nach und nach werden sämtliche deutschsprachigen Comic-Titel seit 1945 im Deutschen Comic Guide zu finden sein...

zwergpinguin 22.02.2012 20:19

Laut Verlag nicht mehr lieferbar, aber für 25Teuro noch zu bekommen.
Habe mal reingeschaut, Uff!
Zitat:

Trotz der nicht gerade überdurchschnittlichen Zeichnungen
Nett ausgedrückt :) Nicht für den Preis.

zwergpinguin 15.03.2012 23:44

Im Land der verlorenen Erinnerung
 
Was mir an dem Buch zuerst auffiel, sind die ausdrucksvollen Zeichnungen von Stéphane Poulin. Seine phantastischen teils surrealen Bilder nehmen einen mit in eine Welt in der Katzen für die Hunde als Terroristen gelten.
Rousseau, der „Held“ in der Geschichte, wacht nach einem Bombenanschlag total bandagiert und ohne Erinnerung im Krankenhaus auf.
Was nun beginnt ist seine Suche nach sich selber. Er findet eine Stadt vor, geprägt vom Hass der Hunde gegen die Katzen. Angst, Gewalt, Terror, Unterdrückung beherrschen die Bewohner. Die Begegnung mit einem sterbenden Einhorn löst in Rousseau etwas aus, das ihm die Kraft gibt, die Mauer die sich immer enger um die Stadt zieht zu durchbrechen.
Poulin klagt in seiner Geschichte Rassismus, soziale Ausgrenzung und staatliche Kontrolle an. Mit der Mauer, angelehnt an die Berliner Mauer, will er an die Mauer erinnern die um uns selbst entsteht. Vor Allem soll sie aber die wachsende Intoleranz symbolisieren.
Berlin spielt in dem Band des Öfteren eine Rolle. Sei es das Ladenschild mit dem Namenszug „Kreutziger“ und der Straßenname Julia, das auf seine Bekanntschaften in Berlin anspielt oder die Darstellung der Gethsemane-Kirche.

Für mich einer der graphisch besten Ausgaben 2011.

Der Band ist bei Jacoby & Stuart erschienen. Der Verlag, der auch Pollys Traumabenteuer in ungewöhnlicher Aufmachung herausbrachte.

Stéphane Poulin ,1961 in Montréal geboren, ist ein bekannter und vielfach ausgezeichneter frankokanadischen Künstler. An den Bildern für »Im Land der verlorenen Erinnerung« hat er fünf Jahre gearbeitet.
Carl Norac wurde 1960 in Belgien geboren und lebt als Schriftsteller in Paris. Stéphane Poulin hat ihn gebeten, die Geschichte hinter seinen Bildern zu erzählen.

Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte. Bei youtube hat der Verlag einen Trailer eingestellt
http://www.youtube.com/watch?v=G2qXE4iZwjA



zwergpinguin 16.03.2012 23:49

Bogart. Der coole Kater
 
Bogart. Der coole Kater. Rowohlt (1993) von Peter Plant

Garfield, Heathcliff, Tom, Sylvester kennen Viele. Wer aber kennt Bogart?

Als ich den Band aufschlug und die ersten Bilder sah, kamen mir unwillkürlich US-Strips a la Wizard of Id, B.C. etc. in Erinnerung, andererseits, betrachtet man das Titelbild… ist DAS ein Kater? Wie dem auch sei, welcher Kater spielt schon Superheld oder ist es eher Superschurke, jedenfalls erlebt das Phantom des Nachts seine Abenteuer. Oder welche Katze tritt andauernd in Hundehaufen? Oder ist Großer Vorsitzender der treuen Bruderschaft der Biber?
Auf alle Fälle ein amüsanter Band.
Meines Wissens leider die einzige deutsche Ausgabe mit dem coolen Kater.

„Bogart the Cat“ tauchte zuerst unter dem Namen „Flatcat“ in Peter Plants erstem Comicstrip „Roz“ auf. „Roz“ war ein Strip in dem es um 2 arbeitende Frauen ging, die sich eine Wohnung teilten und ab 1980 für 4 Jahre im „Scottish Daily Record“ lief.
Für „Today“ UKs erster farbigen Tageszeitung wurde dann aus „Roz“ „Bogart the Cat“, da „eddy the editor“ der Today, die Katze als einzige Figur aus „Roz“ gefiel. (auch so entstehen Strips :D ). Bogart lief dort bis zum Ende von Today und anschließend noch 6 Jahre in „Daily Mail“.


zwergpinguin 27.03.2012 22:49

Kim Luna
 
Kim Luna

Sexy sommersprossige forsche Wissenschaftlerin mit Hang zum Übersinnlichen, das ist Kim Luna.

Nach über 5 Jahren ist es endlich soweit. „Kim Luna und der Fluch des Wiedertäufers“ aus der Feder von Dietmar Krüger wurde in Münster dem Publikum vorgestellt.

Münster? Warum in Münster? Ganz einfach, die Geschichte spielt in Münster und der Künstler wohnt in Münster und es gab zufällig eine Comicbörse. Passt.
Die Geschichte beginnt 1536 zur Zeit der Wiedertäufer und endet im modernen Münster.

Geschichte, verbunden mit einem großen Schuß Übersinnlichem, einem von den Toten wiederauferstandenem Wiedertäufer, einer Mordserie und einer Heldin á la Lara Croft und das alles in einem Band.

Es ist schon erstaunlich was Dietmar Krüger in seinem Erstlingswerk alles untergebracht hat.

Nebenbei gibt es einen Rundgang durch Münster, Lambertikirche, Schloss, Stadttheater, Prinzipalmarkt, Aaseekugeln, der Wasserturm im Geistviertel, alles da und dann noch Begegnungen am „Tatort“.

Über 5 Jahre hat Dietmar an dem Band gearbeitet, das Schwierigste war aber einen Verleger zu finden. Allen Verlagen bei denen er vorsprach lehnten es mit der Begründung „zu provinziell“ ab. Bis er dann zum Epsilon-Verlag kam.
www.kim-luna.de


Bei verschiedenen Verlagen illustrierte Dietmar Krüger diverse Bücher oder Figuren um Perry Rhodan und Atlan. http://www.sammlerforen.net/showpost...4&postcount=62
Für dass MOVER Magazin zeichnete er von 2007 bis 2009 die Serie Sanya http://sanya-comic.de/

Nur eins muß ich wirklich bemängeln: Die Story war zu kurz!


zwergpinguin 28.03.2012 00:08

Mechaniko
 
Mechaniko - Die Mechanismen der Macht

Ein Superroboter, ein durchgeknallter Präsident, ein operettenhafter intriganter Militär, eine Wissenschaftlerin im Elfenbeinturm, ein verliebter Investor, dass sind die Protagonisten im zweiten Mechaniko Band.
Mechaniko hat den Absturz überlebt, die Welt liegt im Krieg, also ist Mechaniko die letzte Hoffnung für einen gößenwahnsinnigen Präsidenten und seinem intriganten Offizier.

Dieses „irre“ Feuerwerk an Verwicklungen und Täuschen lässt Yves Ker Ambrun und seine Autorin Antonia Pont auf die Leserschaft los.
Wie heißt es so schön in dem Band: „Als wäre nicht alles schon kompliziert genug... Eine heimliche Leidenschaft, Korruption, Intrigen, wissenschaftliche Extremversuche, militärische Muskelschau!...“ und das ist erst der Anfang.

Welche Rolle spielt die messingüberzogene vollautomatisierte Katze? Läßt sich Professor Cinquefoil in ihrer wissenschaftlichen Naivität vor die Kriegsmaschinerie spannen?
Für die Antworten, muss man auf den nächsten Band warten. :warten:
http://www.skydog-comics.de/books_de01.html




zwergpinguin 01.04.2012 14:31

Rosa Winkel
 
„Rosa Winkel“ das Erkennungszeichen der Homosexuellen in den Konzentrationslagern der NS-Zeit, ist hier als Titel gewählt worden.
Das Buch fängt in der Jetztzeit an. Alexander besucht mit Freunden seinen Urgroßvater Andreas um für den Unterreicht einen Bericht über den Zweiten Weltkrieg zu schreiben. Beim Erzählen kommen dann die ganzen Ereignisse noch einmal hoch.
Die ausgelassene, fröhliche und unbeschwerte Zeit als er als Werbezeichner in den 30ern in Berlin lebt, dass Aufkommen der Nazis und Verfolgung aller Andersdenkender, seine erste Verhaftung, Gefängnis mit Schikane und Demütigung, Entlassung und die Hoffnung das Schlimmste überstanden zu haben; Erneute Verhaftung durch die Gestapo und Einlieferung in ein Konzentrationslager. Die Zeit im KZ, die „Befreiung“ und die Behandlung in der Nachkriegszeit. Die „Alibiheirat“ mit seiner lesbischen Freundin, Umzug nach Frankreich um den noch immer geltenden §175 zu entgehen, die Verhöhnung des Leidens der Homosexuellen im KZ in der Nachkriegszeit.
Und am Ende haben es die Jugendliche doch nicht verstanden was ihnen da erzählt wurde.
Während die „Gegenwart“ in Farbe gezeichnet ist, wechselt es bei den „braunen Jahren“ in Brauntöne, und dann bei den „schwarzen Jahren“ (KZ-Zeit und Nachkriegszeit) in Schwarztöne.
Einer der erschreckensden Sätze war, als Andreas wegen seiner KZ-Zeit eine Entschädigung beantragen wollte und nachdem der §175 als Grund genannt wurde zu hören bekam „“Sie werden verstehen, dass die Entschädigung für die echten Opfer vorgesehen ist und nicht für Leute, die nach dem Strafgesetzbuch Kriminelle sind.“
Eine Schande ist auch, dass erst 2002 die homosexuellen Opfer der NS-Zeit offiziell rehabilitiert wurden.

Was schreibt Jacoby und Stuart über die Autoren und Illustratoren
Michel Dufranne, geb. 1970 in Brüssel, machte seinen Doktor in Psychologie, wurde dann aber doch lieber Comicautor. Seither hat er mehrere Comics und Graphic Novels veröffentlicht. Außerdem schreibt er Comic-Rezensionen und hat eine Radiosendung.
Milorad Vicanovic ist Comiczeichner und Illustrator und hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. Er lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen in Laktasi, Bosnien-Herzegowina. Wenn man ihn fragt, warum er Künstler ist, sagt er: »Es gibt kein Leben ohne zu zeichnen und zu atmen.«
Christian Lerolle, geb. 1969 in Reims, war Rocksänger und Betreuer in Feriencamps. Schließlich entschloss er sich, doch lieber Comiczeichner und Illustrator zu werden, und ist damit heute sehr erfolgreich. In diesem Buch hat er die Kolorationen gemacht.


ROSA WINKEL
Von Michel Dufranne, MiloradVicanovic und Christian Lerolle
Aus dem Französischen
144 Seiten, broschiert, ISBN 978-3-941787-79-7
€ [D] 18,00 | € [A] 18,50 | SFr 25,90
www.jacobystuart.de
Hier geht es zu einer Leseprobe
http://www.jacobystuart.de/index.php...ook&book_id=78
http://www.youtube.com/watch?v=ATMt2...layer_embedded


zwergpinguin 11.04.2012 00:20

Käpt’n Kuddel
 
Das neue Maskottchen des „Internationales Maritimes Museum Hamburg“ hat auch gleichzeitig seinen Auftritt als Comicfigur.
Im Ankerverlag erschien im Oktober 2011 das erste Abenteuer des alten Seebären Käptn Kuddl und seines Katers Rubens.
Was macht man, wenn einem das Geld ausgeht, Geld für sein repariertes Boot braucht? Man geht auf die Suche nach Atlantis.
Um Geld für die Reise und seine ganzen Rechnungen zu bekommen, muß erstmal Arbeit her, sprich Ladung für sein Schiff „Mummel“. Seine erste Tour führt Käptn Kuddel, Rubens und Matrose für alle Fälle Fiete nach London wo sie ein Gemälde abgeben sollen. Dort lernen sie die beiden Waisen Linh und Kito kennen, die sie von da an auf ihrer Reise begleiten. Auf dem Weg nach Griechenland haben sie es dann noch mit schiffbrüchigen Verbrechen zu tun.
Die wahren Begebenheiten aus den beiden, im Ankerverlag erschienen, Romanen Orkanfahrt und Wellenbrecher, in denen Kapitäne die Geschichte ihres Lebens erzählen, bilden den Rahmen der Handlung. So z.B. Kapitän Niels Held und seines Frachters “Frank Leonhardt” und die Rettung der Schiffbrüchigen vor Flores.
Liebevoll umgesetzt vom Autorenduo Ulrike Albers und Johannes Saurer, den Autoren der TV-Serie „Little Amadeus“ (kika).

Was schreibt der Verlag über die Autoren und Zeichner:
Johannes Saurer, geboren 1953, studierte Kunsterziehung an der Karl-Marx-Universität in Leipzig. Cartoons und Karikaturen für Musikzeitschriften ("Musik Szene", Metal Hammer", "Good Times"), Covergestaltung für CDs. Entwicklung von Figuren fürs Kinderfernsehen und für die Werbung.
Ulrike Albers, geboren 1966, studierte Kommunikationsdesign an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim. Sie ist heute Designerin und Art-Direktorin in Hamburg.

http://www.ankerherz.de/?id=96
Band 1: Auf der Suche nach Atlantis
Ein Comic von Ulrike Albers und Johannes Saurer
Durchgehend farbig illustriert
Hardcover
ISBN-13: 978-3-940138-09-5
Preis: € 14,90 (D) CHF 20,00


zwergpinguin 11.04.2012 23:31

Das Geheimnis des Nebelbergs - Thelonius’ große Reise
 
Die Menschen existieren nur noch als Legenden und die Tiere haben sprechen gelernt und nun ist es ihre Welt. Thelonius ein Streifenhörnchen aus dem Wilden Wald glaubt aber, dass es Menschen gegeben hat. Nach einem fürchterlichen Unwetter landet er in einer verfallenen Menschenstadt und lernt dort die Eidechse Brown, Fitzgerald das Stachelschwein und die Bärin Olivia kenne. Gemeinsam machen sie sich in Olivias Hubschrauben auf die Reise in Olivias Heimat, dem geheimnisvollen Nebelberg. Nur gemeinsam schaffen sie es auf den Nebelberg zu kommen. Unterwegs finden sie noch einen geschrumpften Menschen.
Was hat es mit „Bill“ auf sich? Finden sie das sagenumwobenen „Dämmerland“?
Das erfährt man erst in den nächsten Bänden.

2006 von Susan Schade gemeinsam mit Jon Buller geschrieben und gezeichnet, bringt es„The Fog Mount“, so der Originaltitel, auf 3 Bände.

Das Buch ist kein „normaler“ Comic. Am Anfang fängt es als Geschichte mit Illustrationen an, wechselt dann zum Comic, wird als Geschichte weitererzählt um dann wieder zum Comic zu wechseln.
Die Zeichnungen passen wunderbar zur Geschichte und ich bin schon ganz gespannt wann der nächste Band erscheint.
Jon Bullers erster Comicstrip stammt aus dem Jahr 1974, „Bob Blob“ für eine lokale Wochenzeitschrift, danach Illustrator vieler Kinderbücher auch eigener, unterstützt von seiner Frau Susan Schade als Co-Autorin, bis er mit „The Fog Mount“ zurück zum Comic fand.

Thelonius' große Reise
Das Geheimnis des Nebelbergs
22,8 x 16,2 cm, Gebunden, ca. 216 Seiten
ISBN 978-3-86873-445-4
Preis: 16,95 € (D)
Leseprobe
http://book2look.de/vBook.aspx?id=fs...//book2look.de


zwergpinguin 12.04.2012 00:17

Das partizipative Geflecht
 
Im Januar 2011 startete im Rahmen des Projektstipendiums KunstKommunikation 11 des DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst ein Comic-Kunst-Projekt unter Beteiligung von 76 Bürgerinnen und Bürgern sowie einem Hund die das Angebot wahrnahmen selber in einem Comic aufzutauchen. Es endete im Februar 2012. Das Projekt wurde von Gilbert Geister (Bild) und Matthias Schamp (Story) umgesetzt.

Heraus kam eine wahnwitzige Geschichte
Geisterman und Schampman – alias Gilbert Geister und Matthias Schamp- (mit Superkräften) fahren nach Gravenhorst um dort die Leute zu treffen die in dem Comic mitspielen wollen. Unterwegs werden sie schon von zwei geheimnisvollen Gegenspieler angegriffen. Doch sie schaffen es bis nach Gravenhorst und auch dort gehen die Angriffe weiter. Als letzter Ausweg setzten die Gegner ihre letzte Waffe ein: Das partizipative Geflecht! Von da an verschwinden immer mehr Teilnehmer, wie sich später rausstellt werden sie in den Raum zwischen den Bildern gebracht. Im großen Showdown zeigen die Gegner dann endlich ihr wahres Gesicht.

Die 76 teilnehmenden Bürger konnten auf Fragebögen ihre Wünsche äußern wie z.B, welche Rolle sie gern spielen würden (Sissy, eine Ameise, fliegen können, auf einem rosa Einhorn reiten etc.) was sie sagen möchten usw. Es entstanden dann auch Porträts die dann später im Comic verwendet wurden.

DAS PARTIZIPATIVE GEFLECHT
Matthias Schamp (Autor), Gilbert Geister (Zeichner)
Verlag: DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst / Kreis Steinfurt
ISBN 978-3-926619-91-4
Auflage: 1500 Exemplare
44 Seiten, Softcover, Preis: 12 €
Impressum www.DA-Kunsthaus.de
Herausgeber: Kreis Steinfurt Der Landrat
Internet: www.kreis-steinfurt.de

zwergpinguin 13.04.2012 01:59

Härringers Spottschau
 
Mit der „Spottschau 2011“ ist nun zum sechsten Male ein Jahresrückblick auf das deutsche Fußballgeschehen aus der Sicht von Christoph Härringer erschienen.
Christoph Härringers Spottschau erscheint samstags in über 100 Zeitungen wo Millionen Leser die „Geschichten“ verfolgen. Aber selten ist ein Spielfeld, ein Ball oder eine Spielszene zu sehen. Bei Christoph Härringers Strips dreht es sich um das was vor und nach einem Spiel passiert, über Manager, Trainer, Spieler und Funktionäre. Und das nicht nur auf DFB und DFL Ebene, auch UEFA und FIFA sind mit im Spiel.
Bei besonderen Ereignissen wie der WM geht es auch bei Christoph Härringer so richtig rund, da wird dann jeden Tag eine Spottschau zum Besten gegeben. Zur EM 2008 gab es sogar ein kleines Spottschau-Video.
Wer also noch einmal Magaths „Einkauf“ auf Schalke, Bayerns Jung-Manager Nerlinger beim Üben oder die Ethikkommision der FIFA (Daltons, Joker, Panzerknacker, Pirat (die spinnen die Piraten), Räuber Hotzenplotz etc.) erleben möchte. In dem Band kann er es.

Wer die Strips der letzten Wochen sehen möchte http://www.spottschau.com/

http://www.stiebner.com
72 S. , 68 Abbildungen
Format: 24,5 x 19,3 cm
ISBN 978-3-8307-1688-4
€ 12,90 [D] € 13,30 [A]

Detlef Lorenz 13.04.2012 09:38

Hast Du das alles bei Dir zu hause was hier so vorgestellt wird ( :top: ) ?

zwergpinguin 13.04.2012 10:53

Natürlich (frag mal meine Frau);)

mschweiz 13.04.2012 15:06

Wohnt sie noch bei dir oder musste sie bereits ins Nachbarhaus ausweichen? :floet: :P

zwergpinguin 13.04.2012 15:28

Es wird knapp :floet:

Bergzwerg 20.04.2012 19:15

Zitat:

Zitat von zwergpinguin (Beitrag 397550)
Seit 2005 gibt es im Bergischen Land eine neue Spezies, den Bergzwerg.
Schöpfer des Bergischen Zwergentypus ist Jens-Henrik Hübner, seines Zeichens Leiter der Marketingabteilung der Volksbank Remscheid-Solingen.
Da er auch Grafik−Design studierte, konnte er sein zeichnerisches Geschick beweisen als es um ein neues Konzept für den Markt junger Kunden gesucht wurde. Und so erscheint seit 2005 der Bergzwerg in der Kundenzeitschrift „Horizonte“

Aus Anlass des fünften Zwergen−Geburtstags hat die Volksbank Anfang Dezember 2009 ein Jubiläumsbuch herausgegeben – dessen Auflage von 500 Stück schnell vergriffen war, so dass es mittlerweile schon die 3. Auflage gibt.

Der Bergzwerg, klein, sonst wäre er kein Zwerg, mit roter Zipfelmütze (warum tragen in Deutschland die Zwerge alle Zipfelmütze?), und mit grauem Bart, stimmt meist sind Zwerge bärtig, gibt in dem Buch Antworten auf die Fragen, warum er mit Banane und Gummiball eine Bank überfällt und zu den verschiedensten „Lebensfragen“. Auch wenn einige Gags schon so alt sind, dass sie auch im Bergischen längst angekommen sein müssten (Zwerge fallen nun mal ab und an beim Erdbeerpflücken von der Leiter etc.) :D

HTTP://JENS-HUEBNER.COM/COMICS/DER-BERGZWERG/




alt aber bewährt:glubsch:

Der Zwerg als solcher ist ja auch schon mehr ein Klassiker :zwinker:

zwergpinguin 27.04.2012 00:28

Emil und die Detektive
 
Nach „Der 35. Mai“ und „Pünktchen und Anton“ hat Isabell Kreitz nun zum dritten Mal ein Buch von Erich Kästner graphisch umgesetzt.
Ganz im Stil von Walter Trier, dem Illustrator der bekanntesten Kästner Bücher, setzte sie auch dieses Buch wieder hervorragend um. Es ist immer wieder erstaunlich wie genau sie den Zeichenstil von Trier trifft und vor allem wie sie die Atmosphäre der damaligen Jahre (das Buch wurde 1929 veröffentlicht) einfängt und einen mitnimmt auf die Jagd nach dem Dieb.
Also, Buch nehmen, aufschlagen, lesen und genießen.

Was wird als nächster Band umgesetzt? „Das fliegende Klassenzimmer“ ? Lassen wir uns überraschen.

112 Seiten 16.9 x 23.5 cm
EUR 17,95 · SFR 25,90 · EUA 18,50
ISBN-13: 978-3-7915-1168-9
EAN: 9783791511689
Erschienen im April 2012

zwergpinguin 06.05.2012 19:05

Eierköpfe
 
Am Wochenende auf der Kölnbörse wurden sie wieder auf die Comicwelt losgelassen. Die „Eierköpfe“!
Dieser Band enthält Parodien auf frankobelgische Serien. Allein die Story „Urlaub in Paris“ lässt einen zurückdenken an ZACK der 70er und 80er. Wann begegnet man schon an einer Tankstelle Rick Master, der unaufhörlich abgedroschen Witze erzählt, Michel Vaillant der seinen Boliden auftankt oder gar Dan Cooper der Mal eben zum Tanken landet. :D
Bereits in ZACK 3 (1999) gaben die Eierköpfe aus der Feder von Frank Freund und Matthias Käse mit „Urlaub in Paris“ ihren Einstand. Danach dauert es bis 2006 und 76 Hefte bis es in ZACK 79 mit „Axel Übermorgen - Verdammt, das Ruder klemmt!“ weiterging. Danach folgte in ZACK 93 „Luke Orbit - Limo, Laser, lauwarme Typen“ und 2008 in ZACK 105 „Melonen AG – Im Auftrag des Grafen“.
Alle diese Geschichten wurden nun in eine Rahmenhandlung gepackt und als Album herausgegeben.
Erschienen ist der Band im belgischen Verlag „Hauwaerts Uitgeverij“, der schon eine flämische Ausgabe produzierte.
Es gibt einen ganz kleinen Unterschied zur flämischen Ausgabe. Tipp: Seite 20



zwergpinguin 11.05.2012 20:09

Die Mooneys:1969
 
Was wenn es doch Leben auf dem Mond gibt?
Was wenn die Mondlandungen etwas anders abgelaufen sind als bekannt?
Auf diese Fragen gibt Bernd Natke in seinem Werk „Die Mooneys“ seine Antwort.
Die Mooneys, wie der Name es schon andeutet, sind sie die Bewohner unseres Trabanten und was sie so mit und bei den ganzen Mondbesuchen der Erdlinge erleben zeigt uns Bernd Natke in seiner gewohnt leicht, locker, lustigen, liebevollen Art.
Die Mooneys haben nichts gegen Erdbewohner, sie retten schon Mal die Erde, aber wehe ein Gesteinsbrocken fällt Einem auf den Kopf oder eine Fahnenstange trifft Einem auf den Kopf, dann haben es die anderen Mooneyes schon mal schwer eine der Ihren zu beschwichtigen.
Oder sie werden beim Golfspielen gestört. Das geht gar nicht. Auch „Houston wir haben ein Problem“ kriegt hier eine ganz neue Sichtweise. Und dann sind die Erdlinge auch noch an einer Wettmania schuld! Und als ob das noch nicht reicht gibt es nebenbei noch eine fast unbemerkte Auseinandersetzung mit einem anderen Raumfahrer (da brat mir doch einer ein Fischbrötchen, der schwarze Raumfahrer kommt mir irgendwie bekannt vor).
Auf jeden Fall wieder ein gelungener Natke!

Bernd Natke
Die Mooneys: 1969
ISBN 3-934208-13-4
2011, 48 Seiten, 29,7 * 21,8 cm, kartoniert


€ 11,80

zwergpinguin 11.05.2012 23:46

Ria 2
 
Endlich hat das Warten ein Ende. Ria 2 ist da.
So turbulent wie die Geschichte in Band 1 aufhörte, so geht sie nahtlos in Band 2 weiter.
Auf der Suche nach den 5 Fragmenten landen unsere 3 Protagonisten Ria, Loan und Uri, in den Skarpo Wäldern und haben es bald mit dem ersten Fragmentträger zu tun. Nachdem dieser auf dramatische Weise sein Fragment loswurde, zog es sie in die Eiswüste von Tikoha wo sie auf den nächsten Fragmentträger treffen und auf eine alte Lüge.
Währenddessen schmiedet Noctus weiter seine düsteren Pläne und Rasal und seine Freunde befinden sich in der Gefangenschaft der Shaden.
Wie gelangt Ria an Torcas Fragment? Wer ist der geheimnisvolle Attentäter?
Auf die „hoffentliche“ Auflösung müssen wir noch bis Band 3 warten.
Mit Band 2 haben hat Thorsten Kiecker und sein Team wieder eine Wunderwelt an Farben und Erlebnisse geschaffen. Für die Farbenpracht zeichnet wieder Fabian Schlaga verantwortlich!

Wer mehr über Ria und ihre Schöpfer erfahren möchte
http://lichtklan-chroniken.blogspot.de/
Oder welche Neuigkeiten es zu Erlangen gibt!!


Autor: Thorsten Kiecker, Andreas Völlinger
Zeichner: Thorsten Kiecker, Christian Retzlaff, Kaja Reinki
Farbe: Fabian Schlaga
Splitter Verlag, Mai 2011
Hardcover, 64 Seiten
13,80 Euro
ISBN: 978-3-86869-300-3

Hinweis für die, die den legendären Erlangen-Band haben und meinen auf den Splitter-Band verzichten zu können.
Der Band 1 bei Splitter ist umfangreicher (8 Seiten), wurde nachkoloriert und die Texte wurden überarbeitet. Also …

zwergpinguin 12.05.2012 22:17

Jogis Löwen – Ich will!
 
Ein Fußballcomic? Ach ja, Fußball-EM ist dieses Jahr.
Zum Auftakt erscheint ab nächste Woche bei Piper der Rückblick auf die EM von Lutz Mathesdorf und Gabriel.
9:0 im Endspiel gegen Spanien! Mit Jogis immer wiederkehrendem Traum beginnt es. Was folgt ist ein Rückblick auf die Qualifikation zur EM.
Nach einem Gespräch mit Klinze in seinem Lieblingscafe will Jogi irgendwas „anders machen“. Zuerst keine Buddhafiguren mehr aufstellen. Aber Ballack muss El Capitano bleiben! (Welche Auswüchse das annimmt kann man dann mitverfolgen  )
Von da an geht es in die Qualifikation. In Aserbaidschan erkennt Jogi den Trainer, weil er in Buch von ihm gelesen hat (Bertis Buben) „Der Trainer ist eine Comicfigur“.
Zwischen den Spielen kann man den Kommentar über die Spiele lesen. Aus solch illustren Zeitschriften wie “Ball Astro Woche“ „selbst ist der Ball“ „Playball“ „essen&spielen“ „Financeball Times“.
Auch werden etliche Geheimnisse gelüftet. Warum musste Neuer immer 2 Tore zulassen, „Das grausige Boateng-Geheimnis“.
Mal sehen wie der Traum endet!

Sogar als nicht Fußball-Fan hatte ich meinen Spaß beim Lesen.

Lutz Mathesdorf
Veröffentlichte zusammen mit Volker Sponholz Bertis Buben im Rowohlt-Verlag. Mit Kim Schmidt Unser Schumi im Carlsen und Achterbahn Verlag. 2004 Mitgründer des Tigerpress Verlags und Chefzeichner .

Gabriel
eigentlich Darko Zebic. Zeichnete für das neue Fix & Foxi-Magazin des Tigerpress-Verlags und war für den Achterbahn Verlag und für das deutsche MAD Magazin tätig


Lutz Mathesdorf, Gabriel
Jogis Löwen - Ich will!
Verlag Piper
Erscheint: 14.05.12
96 Seiten Kartoniert
€ 9,99 [D], € 10,30 [A], sFr 14,90
ISBN: 9783492300414

zwergpinguin 12.05.2012 23:49

Karl Valentin – Sein ganzes Leben in einem Comic
 
Den Lebensweg von Valentin Ludwig Fey oder besser bekannt unter Karl Valentin, als Comic umzusetzen, das hatte sich die Münchener Comicvereinigung „Comicaze“ zum Ziel gesetzt.
Herausgekommen ist ein, im volk-Verlag erschienener Band, in dem 24 Künstler Stationen im Leben von Karl Valentin zeichneten.
Alfons Schweiggert hält einen sehr guten historischen Abriss über Karl Valentins Leben, bevor die einzelnen Künstler Karl Valentins Lebenslauf in 19 Episoden darstellen.

Angefangen mit seiner Kindheit und Jugendstreichen im Münchner Stadtteil Au, seinen Durchbruch als Komiker, seine Höhen und Tiefen, seine Begegnung mit Liesl Karlstadt, seinen vergeblichen Versuchen nach dem Krieg wieder Fuß zu fassen, bis hin zu seinem Tod in völliger Verarmung.
Alle Geschichten sind mit vielen Zitaten von Karl Valentin angereichert. In allen Geschichten merkt man, dass sich die Künstler mit Karl Valentin auseinandergesetzt haben und in ihre Darstellung übertragen haben.
Eine gelungene Würdigung!


Karl Valentin
Herausgeber:Frank Cmuchal, Jan Reiser
volk Verlag
ISBN:978-3-86222-048-9
Ausstattung:Hardcover, 22 x 30 cm, 100 Seiten19.90 €

zwergpinguin 19.05.2012 23:06

Willi Witzig
 
Schöpfer und Zeichner von Willi Witzig war Friedel Steinmann (*22.06.1948; †18.11.2007).
1993 kam ihm die Idee zu einer Comicserie über eine „deutsche“ Familie die witzig ist und mit der sich jeder identifizieren kann. Ideengeber für die Strips dienten ihm Wortwitze. Und so ergab sich auch der Name der Serie „Willi Witzig“. Zitat Friedel Steinmann „Ich hatte beim Konzept immer die Figur im Kopf. Liebenswert und möglichst normal sollte sie sein. Und eine große Nase sollte sie haben“
Über die Jahre erschien Willi Witzig in verschiedenen Zeitungen. In der BKZ (Backnanger Kreiszeitung), der WNZ (Wetzlarer Neue Zeitung), der WP (Westfalenpost), der NRZ (Neue Rhein Zeitung), der WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) und im Montagsblatt der SVZ (Schweriner Volkszeitung).
Von den über 1700 Comic-Strips sind 2004 dann 86 in einem Buch zusammengefasst worden. Herausgegeben im Steinmann Verlag, den er zusammen mit seinem Bruder gründete.

Wer verbirgt sich hinter „Willi Witzig“. Das sind Willi Witzig mit Frau Hilde, den Kindern Lisa und Peter und Hund Felix und immer mit dabei Freund Giesbert.
Zusammen erleben sie witzige, lustige, altbekannte aber neu zubereitete Strips aus dem Alltagsleben. Friedel Steinmann hat es in seinen Bildgeschichten auf seine Art wiedergegeben. Egal ob die Eskimos eiskalte Typen sind; zur Zubereitung eines Kuchen mit vier Drittel Zutaten eben ein größerer Topf benutz wird, die Frage im Raum steht mit wem die Sicherung durchgebrannt ist oder dem Pensionär der Urlaub fehlt.

"Willi Witzig - Seine Familie, seine Verwandten, seine Freunde, Bekannten und Kollegen"
84 kleine Bildergeschichten auf 86 Seiten. Paperback, s/w.
Format: 22 cm x 15,5 cm ISBN 3-927043-21-4 €9,80
www.steinmannverlag.de

zwergpinguin 12.06.2012 00:15

Henri und seine Freunde
 
Henri und seine Freunde: Zwanzig Comics in Unterstützter Kommunikation

Was ist Unterstützende Kommunikation?
Für Kinder, die die Lautsprache nicht so beherrschen, dass sie sich in ihrem Lebensumfeld verständlich machen können, wurde eine Reihe von Verständigungssystemen und Kommunikationshilfen entwickelt; die Unterstützten Kommunikation. Unterstützte Kommunikation bedeutet, dass die Lautsprache durch andere Kommunikationssysteme ersetzt oder ergänzt wird. Dabei können elektronische Geräte mit und ohne Sprachausgabe eingesetzt werden oder auch einfachere Hilfen wie Fotomappen oder Symboltafeln.

Die Autorin und Zeichnerin Kirsten Ehrhardt wurde durch ihren unterstützt kommunizierenden Sohn Henri zu diesen Strips animiert.
Henri, Eric, Hanna und Lili können alles sagen, durch Unterstützte Kommunikation und den Einsatz individueller Kommunikationshilfen.
Ins Kino gehen, Eis und Kekse „besorgen“, das Fußballgeschehen kommentieren und Andere dadurch verblüffen oder auch nachdenklich oder betroffen machen. All das zeigt Kirsten Ehrhardt in ihren Bildergeschichten.

von Loeper Literaturverlag
48 S. kart. € 5,00 statt 12,90€
ISBN-10: 3-86059-198-3
ISBN-13: 978-3-86059-198-7

zwergpinguin 13.06.2012 00:03

Grandville
 
Als ich das Titelbild sah, dachte ich; o weh schwarz/weiß und hölzerne Bilder. Aber kaum aufgeschlagen musste ich alles revidieren. Die farbigen Bilder von Bryan Talbot nahmen mich sofort mit auf eine abenteuerliche Reise in eine Parallelwelt in der Napoleon bei Waterloo gewonnen hat und England nach langem Freiheitskampf als Sozialistische Republik Britannia mit Frankreich über eine riesige Kanalbrücke verbunden ist. Und Englisch wird nur noch auf dem Land gesprochen.

Leigh-Otter ein britischer Diplomat wird tot aufgefunden. Auf den ersten Blick Selbstmord, in Wirklichkeit Mord, wie Detective Inspector LeBrock von Scotland Yard (Anspielung auf Master Brock= Meister Grimbart dem Dachs in der Fabel) in bester Sherlock Holmes Manier beweist. Zusammen mit seinem Assistenten Detective Sergeant Roderick Ratzi sucht er die Mörder, eine Imperiale Killertruppe, in Grandville der größten Stadt der Welt. Wer aufpasst Dem begegnen unterwegs verschieden Figuren aus der Comicwelt; in England z.B. Rupert Bear, im Hotel Becassine und ein bekannter Page. Hier werden die Menschen Teignasen genannt und sind ein Stamm von haarlosen Schimpansen. Auch das Interieur ist sehenswert. So z.B. J.L. Davids adaptiertes Gemälde: "Napoleon überquert die Alpen am Großen St. Bernard" und die Poster vom Folies Bergère. Hier „Verrückten Schäferin“ genannt wo die großen Sarah Blaireau auftritt.
Einer der Zeugen die er sucht ist ein Terrier namens Milou, der im Opiumrausch von Mondlandungen, Goldenen Krabben und Kapitän Havoc träumt.
Auf seiner Jagd nach den Hintergründen des Mordes greift Bryan Talbot die Verschwörungstheorien des 11. September auf. In Paris wurde der Robida Tower von angeblichen Anarchisten durch ein Sprengstoffbeladenes Luftschiff zerstört. Worauf ein gewisser Jean-Marie Lapin die nächsten Wahlen gewann.
Und das Finale ist ein furioses „Feuerwerk“, das jedem Actionfilm das Wasser reichen kann.
Dieses Steampunk-Epos erster Sahne ist eine Hommage an J.J. Grandville, den französischen Altmeister der anthropomorphen Karikatur, dem SF-Illustrator Albert Robida, Sir Arthur Conan Doyle und Quentin Tarantino.
Wie sagte Bryan Talbot über die Welt von Grandville "like Jules Verne and Sherlock Holmes directed by Quentin Tarantino—with animals!"

Von Grandville erschien im Dezember 2010 Band 2: Mon Amour und Band 3: Bete Noire ist kurz vor dem Druck.
http://www.bryan-talbot.com

Bryan Talbot, am 24. Feb. 1952 in Wigan, Lancashire, geboren, begann seine Comic-Karriere in der Britischen Underground-Szene der 1970er Jahre, z.B. in der Trilogie „Chester P. Hackenbush“, „The Adventures of Luther Arkwright“ u.a.. Später arbeitete er an US-Serien wie Hellblazer, Sandman, Batman, Judge Dredd mit. Eigene Werke sind Alice in Sunderland undHeart of Empire.
In Deutschland erschienen u.a. Sandman bei Speed, Feest und Panini; Die Geschichte von einer bösen Ratte bei comicplus.

Grandville 1
http://www.schreiberundleser.de
Zeichnung & Szenario: Bryan Talbot
€ 24,80 | gebunden | Farbe | 104 Seiten
ISBN: 978-3-941239-87-6
LESEPROBE

zwergpinguin 24.06.2012 11:46

Jazam! to go
 
Ein Give-away oder ein Comic to go?
Auf jeden Fall haben sich die JAZAMer etwas nettes für die Kaffeejunkies ausgedacht.:kaffee2:
In 12 Kurzcomics haben sich die Zeichner mit dem Kaffe und dem Drumherum auseinandergesetzt! :cafeman:
Ab wann brauche ich ein Messer um ein Stück Kaffee zu bekommen! Wie ist das nochmal mit dem teuersten Kaffee der Welt? Trinke nie aus fremder Kaffeetasse! etc. :kaffee:
Genießt es bei einer Tasse Kaffee :zeitung:
:pingut:

zwergpinguin 26.06.2012 01:54

Adler ohne Krallen
 
1908, die 6. Tour ist zu Ende und Antoine Farion, gerade aus dem Militärdienst zurück, beschließt an der Tour teilzunehmen.
Besessen davon die „Große Schleife“ mit zu fahren, kann nichts ihn vom dem Ziel abbringen.
Um das nötige Geld zu bekommen, verdingt er sich als Träger für die Berghütten und dem Observatorium in seiner Heimat am Pic du Midi. Als nach einer kalten Nacht in den Bergen seine Zehen amputiert werden müssen, sieht es so aus als ob er seinem Traum Adé sagen müsste. Aber sein Freund Camille, der Astronom aus dem Observatorium, fertigt ihm hölzerne Zehprothesen an, so dass er wieder richtig laufen und Rad fahren kann.
In den nächsten Jahren versucht es Antoine immer wieder als Einzelfahrer auf der Tour, bis er endlich vorne mithalten kann und den Namen „Adler von Esponne“ erhält. Als er bei der nächsten Tour schwer stürzt bekommt ein schnüffelnder Journalist mit, das Antoine keine Zehen mehr hat. Von da an ist er der „Adler ohne Krallen“. Auf dem Höhepunkt seiner jungen Karriere beginnt der 1. Weltkrieg und Antoine will freiwillig zu seinen Kameraden….
Christian Lacroix alias Lax setzt die Geschichte in eindrucksvollen Bildern um. Die Farben des Gebirges, die Härte, die Anstrengung und Leiden der Tour ergeben einen fesselnden Comic den ich in einem Rutsch lesen mußte!

Von Lax erschienen auf deutsch u.A. Zeit der Aufklärung, Die Frau aus dem Delta, Sarane, Donald Westlake : Hot Rock

Adler ohne Krallen
Zeichnung & Szenario: Christian Lax
€ 18,80 | gebunden | Farbe | 80 Seiten
ISBN: 978-3-941239-89-0
www.schreiberundleser.de

Leseprobe

74basti 26.06.2012 12:32

Gibt es einen Hinweis in dem Buch in Bezug auf Authentizität?
Den Namen habe ich nämlich nicht im Starterfeld ausmachen können:
http://www.memoire-du-cyclisme.net/e...php#Classement général
(und ich ärgere mich auch, dass ich den Band nicht mitgenommen habe - irgendwie bin ich drüber weg gekommen)

zwergpinguin 26.06.2012 19:59

Gibt es nicht. Ich habe auch schon nach dem Namen, dem Tournamen etc. gesucht. Ohne Erfolg.
Mal sehen wie die anderen Lax-Bände sind

zwergpinguin 14.07.2012 18:17

Exo-Comics!
 
Wie heißt es in der Ankündigung:

Zitat:

Was wäre, wenn wir doch nicht die fortschrittlichste Spezies der Welt wären? Was wäre, wenn Hitler das Herzchen zu seinem Logo erklärt hätte? Und was wäre, wenn man Öl unter Deutschland finden würde? All diesen Fragen und noch mehr geht Tommy James Peters in seinen Exo-Comics nach. Tauchen Sie in die Welt der wohl politisch unkorrektesten Comics des Jahrtausends ein.
Wie würde die Welt aussehen wenn die Menschen von Aliens "verbessert" wurden und anschließend von den Aliens als Futter verwendet werden. Und da das nicht auffallen soll, die Menscheit manipulieren.Und so fällt es nicht auf wenn einige verschwinden in Schlachten , Kriegen etc.. So sind z.B. die grünen Menschen verschwunden.
Der Zeichner Tommy James Peters veröffentlicht hier eine wilde Mischung aus Präastronautik, Verschwörungstheorien, Science Fiction und "Was Wäre Wenn" indem Jeder und Alles sein Fett weg kriegt.
Eine irre Mischung aus Comic und Cartoon.

Tommy James Peters
Exo-Comics
ISBN 978-3-935910-94-1,
51 Seiten, mit über 100 Farb-Comics, € 14,90
http://www.ancientmail.de/html/sonstiges.html
http://tommyjamespeters.beepworld.de/exo-comics.htm


Mick Baxter 15.07.2012 02:03

Zitat:

Zitat von zwergpinguin (Beitrag 413265)
Tommy James Peters
Exo-Comics
ISBN 978-3-935910-94-1,
51 Seiten, mit über 100 Farb-Comics, € 14,90
http://www.ancientmail.de/html/sonstiges.html
http://tommyjamespeters.beepworld.de/exo-comics.htm http://1.1.1.1/bmi/www.comicguide.de...ium/106012.jpg

Was darf man sich darunter vorstellen? Jeweils 2 Bilder auf jeder Seite?
"Taschenbuch" ist offenbar noch kleiner als A5, trotzdem sind das ziemlich wenig "Comics" pro Seite (oder verdammt viele, wenn es wirklich ganze Comics wären).

zwergpinguin 15.07.2012 09:40

Wie ich schon schrieb
Zitat:

Eine irre Mischung aus Comic und Cartoon.
Kleine Geschichten gemischt mit tlw. zusammenhängende Cartoons.
4 Bilder pro Seite
Maße: 20,5x20,5cm

zwergpinguin 17.07.2012 23:47

Dr. Bubi Livingston
 
Wie sein Namensvetter Livingston erlebt Bubi die erstaunlichsten Abenteuer, wenn auch nur in der Fantasie. Ob wilder Dschungel, Auseinandersetzung mit seiner Freundin, Gurke-Attacken oder Neffenchaos, Bubi besteht Alles. Egal ob in seiner Fantasie, die dann schon mal reale Auswirkungen haben oder im realen Leben; Bubi ist nicht unterzukriegen!

Seit 1991 erscheint „Dr. Bubi Livingston“ in der Wochenendbeilage der WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung). In den mehr als 20 Jahren erschienen weit über 1000 Strips.
Vorher debütierte Bubi schon 1991 in „U-Comix präsentiert Nr. 51: Dr. Bubi Livingston“.
Von 1993-2005 stammte der Text von Ralph Ruthe.

Johann "Hansi" Kiefersauer veröffentlichte seine ersten Comics in den 70er Jahren im Münchener BLATT. U.a. war er Mitherausgeber von Zomix. Auf Vorschlag von Walter Moers übernahm Johann Kiefersauer 1994 die Serie Käptn Blaubär. Auch wirkte er mit an MIKE, dem Werbecomic der VR-Banken. Mit Heft 49/2006 feierte die Hörzu nicht nur ihren sechzigsten Geburtstag, auch Hansi Kiefersauers erste Mecki-Seite erschien.


www.honk.de
Dr, Bubi iLivingston
Du! Du! Du!! -Ich! Ich! Ich!
60 Seiten, DIN A4, vierfarbig, gebunden
5,- €
Zu bestellen unter kiefersauer@honk.de .........


Mick Baxter 18.07.2012 03:16

Wer's etwas ausführlicher will:
http://www.comic-i.com/aaa-icom/docs...j_2007_14.html

zwergpinguin 21.07.2012 18:24

Der Zauberteppich
 
Zitat:

Der Zauberteppich - Mehr als nur eine unterhaltsame Geschichte
Anlässlich des "Internationalen Welttages zur Vorbeugung von Kindesmissbrauch" am 19. No¬vem¬ber sowie des "Inter¬nati¬onalen Welttages für die Rechte der Kinder" am 20. November präsentiert Label STEP mit dem Comic "Der Zauber¬teppich" ein besonderes Projekt zur Be¬käm¬pfung von und zur Sensi¬bili¬sie¬rung für das Thema missbräuchliche Kinderarbeit.
Gleichzeitig startet Label STEP auf marktcheck.at eine wöchentliche Serie: Gemeinsam mit Auszügen aus dem Comic wird über faire Teppich¬produktion informiert.

Mehr als nur ein Märchen
Was passiert, wenn ein vorwitziger Teppich aus einem europäischen Teppichgeschäft nach Indien fliegt? Unvorstellbare Abenteuer: "Der Zauberteppich" ist die Geschichte der Freundschaft eines Mädchens aus Europa und eines indischen Jungen. Das Schicksal führt die beiden zusammen, aber die Realität droht sie wieder auseinander zu reißen.
Am Anfang dieser fantastischen Geschichte steht ein Teppich namens Padma. Ein ganz außergewöhnlicher Teppich, denn er kann sprechen und fliegen! Er entführt die 10jährige Marianne aus einem europäischen Teppichgeschäft nach Indien. Dort trifft sie im wahrsten Sinne des Wortes auf Zafar, einen gleichaltrigen indischen Jungen. Die beiden Kinder befreunden sich, stellen aber auch fest, wie unterschiedlich ihr Leben ist.
Auf Grund des ungewöhnlichen Themas bin ich auf den Band aufmerksam geworden und nach etlichen mails (wenn die rechte nicht weiß, was die linke tut) habe ich den Band doch noch bekommen.
Wie gesagt, das Thema ist interessant und auch in der Geschichte gut umgesetzt. Nur die Zeichnungen …
Der Band erschien im Mai 2005 in Österreich
Zitat:

"Der Zauberteppich" ist in Österreich ab sofort zum Preis von Euro 5,90 (exkl. Versandkosten) erhältlich:
Label STEP
Südwind
Baobab
Für Lehrerinnen und Lehrer gibt es ein Begleitheft mit umfassenden Hintergrundinformationen und Tipps zur Arbeit mit der Klasse.
Der Erlös des Comics kommt Entwicklungsprojekten von Label STEP zugute!

zwergpinguin 25.07.2012 18:32

Die Bielefeld Verschwörung
 
Zitat:

Bielefeld wird bedroht und niemand unternimmt etwas dagegen! Wirklich niemand? – An der Uni leistet ein einzelner Professor Widerstand gegen die dunklen Machenschaften und ihre Drahtzieher. Aber wird er es gemeinsam mit drei Studenten schaffen, den übermächtigen Gegner zu überwältigen? Und viel wichtiger: Ist Bielefeld noch zu retten?
Als Erster machte der Informatiker Achim Held am 16. Mai 1994 im Usenet die Welt auf die Bielefeld Verschwörung aufmerksam. Seitdem versuchen viele Verzweifelte auf das Schicksal Bielefelds aufmerksam zu machen. Es geht sogar soweit, dass Stadtschilder aufgestellt werden nur um zu beweisen, dass es Bielefeld gibt.
Einen anderen Weg hat Thomas Walden gewählt, er brachte einen Roman heraus den er mit Hilfe von EMBE und Olga Hopfauf (Graustufen) als s/w-Comic auf die ahnungslosen Comicfans losließ!

Thomas Walde verwob hier die verschiedensten Verschwörungstheorien zu Einem.
Ashtar Sheran und die Kreuzung von Ley Linien, wo der Eingang zu Jahrtausende alte Tunnel nach Amerika und Australien (via Atlantis) liegt, dem schlafenden Drachen aus dem Vierten Zeitalter und natürlich dem programmiertem Wasser. Und dann kommt noch Griechenland ins Spiel.
Ein herrlich verdrehtes Lesevergnügen.

Und dann soll es auch noch verfilmt worden sein! Gibt es Jemanden der den Film überhaupt gesehen hat? :D
www.diebielefeldverschwörung.de

Thomas Walden lebt und arbeitet in der Stadt, die es angeblich nicht gibt, als Lecturer an der Universität Bielefeld. Im Juni 2010 hat der Kinofilm »Die Bielefeld Verschwörung« Premiere, zu dem Thomas Walden das Drehbuch geschrieben hat.
EMBE, 1979 geboren und aufgewachsen in Bad Oeynhausen, ist nun in Berlin zu Hause. Er veröffentlichte einige Short Storys und Cartoons in Comicmagazinen, Anthologien und Fanzines. Inzwischen hat er einen festen Platz in der Comicserie »Perry – unser Mann im All«.
Olga Hopfauf wurde 1984 geboren. Sie absolvierte eine Ausbildung als Gestaltungstechnische Assistentin Fachrichtung Grafik-Design. Seit 2009 ist sie als Illustratorin selbstständig. Ihre Kurzcomics »Katzenjammer« (2008) und »Kopfgeräusche« (2009) wurden in »Jazam!« veröffentlicht.



Pendragon Verlag
1. Auflage
88 Seiten, PB, , Euro 10,95
ISBN: 978-3-86532-199-2

zwergpinguin 13.08.2012 23:13

Josef
 
Josef
VOM GLÜCK, KLEIN UND DICK ZU SEIN!

Klein und etwas rundlich, mit nur einem Haar auf dem Kopf, meist gut gelaunt und verträumt. Das kann ja nur Josef sein.

Der kleine Dicke mit dem großen Herz erscheint in den Zeitungen Neue Presse Coburg, Frankenpost, Südthüringische Zeitung, Freies Wort Suhl, Landshuter Zeitung, ja sogar in Österreich. Josef hat es mittlerweile auf weit über 500 Folgen gebracht.

Erschaffen hat ihn Andreas Kurz www.andreas-kurz.eu
Ausgebildeter Graphik Designer an der Akademie für das grafische Gewerbe in München. Nach Arbeiten für Industrie und Fernsehen, später freiberuflicher Redakteur und Kameramann. Eigene Regiearbeiten und einige Jahre stellvertretender Chefredakteur, dann Redaktionsleiter eines Fernsehmagazins. Heute wieder freiberuflich als Zeichner und Autor.

Eine kleine Auswahl an Comic Strips wie Josef das Leben meistert sind nun als Buch erschienen. Im August 2011 erschien der erste Band des Lebenskünstlers Josef.


www.josef-comic.de
JOSEF Comics Band 1
VOM GLÜCK, KLEIN UND DICK ZU SEIN
64 Seiten Farbe, 7,95 €
IAM Merchandising + Verlags GmbH
Gustl-Waldau-Str.10
82152 Planegg

zwergpinguin 13.08.2012 23:16

Sagenhaft Unnerwegs
 
Frankfurter Sagen als Comic erzählt.
Im Februar 2007 erschien im Lokalteil der F.A.Z., der Rhein-Main-Zeitung, die erste Folge.

Im Zuge einer Neustrukturierung der Rhein-Main-Zeitung wurde auch eine Seite für junge Leser eingeführt die auch einen Comic enthalten soll.
So kam es, dass mit Andreas Platthaus Hilfe, Manuel Tiranno , der gerade sein Studium an der „scuola internazionale die comics“ in Rom abgeschlossen hatte und mit Freunden das Studio „Pago Zero“ gegründet hat zu der Serie kam. (Wie alles zusammenhing bitte im Vorwort lesen, das würde hier den Rahmen sprengen.) Manuel wollte eine Serie aus der die Sagen- und Mythenwelt der Frankfurter Stadtgeschichte entwickeln, aus der die jungen Leser auch einiges über ihre Heimat erfahren können.

Neben der Vorliebe für einen realistischen Stil, gab es bei Manuel noch einen wesent5lichen Pluspunkt. Er ist Frankfurter! Dort ist er aufgewachsen und absolvierte seine erstes Studium (Kunstpädagogik).

Auch knapp 200 Episoden ist Manuel immer noch auf der Suche nach historischen Überlieferungen. Mittlerweile hat er auch die Frankfurter Umgebung mit in sein Sagenreich eingeschlossen. Seine Akribie nach historischer Genauigkeit, seine Suche nach Bildern aus der Zeit die seine Comics so „historisch“ machen, haben die Serie so erfolgreich werden lassen.
Mal sehen wann ein zweiter Band erscheint (hoffentlich bald!)

http://www.faz.net/aktuell/rhein-mai...aft-unnerwegs/
http://www.faz.net/aktuell/rhein-mai...o-1513443.html


Frankfurter
Societäts-Medien GmbH
120 Seiten, Pappband
ISBN 978-3-7973-1175-7
August 2010
14.80 € / 25.00 CHF

zwergpinguin 22.08.2012 23:45

Zuhause während der digitalen Revolution
 
Als ich den Band durchgelesen habe, fragte ich mich, wie soll ich das Teil beschreiben?
Da lass ich erstmal den „Macher“ Wolfgang Buechs ran.
Wie steht es auf seiner HP „digirev.de ist eine sammlung von comicstrips, die voneinander abzweigen wie steine auf einem scrabblebrett“ und handelt „über das städtische Leben rund um die Nuller Jahre – zwischen Arbeitswelt und Subkultur, Technologie und Depression, Gender Trouble und Betäubung, viel zu viel und viel zu wenig.“

Oder wie sagte Kurt Schalker
»Die Themen sind die eines Blogers, sie drehen sich zumeist um sich selbst, um den Alltag. Die kurzen, anekdotenhaften Erzählungen haben Sprachwitz und Esprit und sind dabei wunderbar komisch und lakonisch.«

Wie beschreibt man einen Blog-Comic? Jeder Strip in dem quadratischen Buch besteht aus 4 Bildern und ist quasi ein gezeichneter Blogeintrag. Und damit ein gezeichnetes Tagebuch.
Er „berichtet“ über einen guerilla-windschutzscheibenputzer der aussieht wie georg clooney über links auf lederjacken, über einen app der den inneren zustand der kollegen anzeigen soll, zitiert woddy allen, berichtet von den Deutschen Meisterschaften im Schlafen, urlaub auf dem bauernhof, …
Jedenfalls, ein etwas anderer Comicband!

Wolfgang Buechs, Jahrgang 1968, lebt und arbeitet als halbfreier Mediengestalter in Frankfurt a. M. Den zurzeit knapp über 2400 Bilder umfassenden Webcomic www.digirev.de betreibt er seit 2005, gedruckt erscheinen die Strips seit 2006 in der Berliner Wochenzeitung »Jungle World«.
2011 wurde Buechs für www.digirev.de mit dem »Lebensfenster – Kurt Schalker-Preis für Grafisches Blogen« ausgezeichnet.
Im März 2012 erschien dann der Comicband im Ventil Verlag, in Kooperation mit »Jungle World«

VENTIL VERLAG KG
Broschur, durchgehend farbig illustriert
112 Seiten
1. Aufl. 2012
15,00 €(D)
ISBN 978-3-931555-33-7

zwergpinguin 27.08.2012 00:01

Berta, Berlin und Magic Bi
 
„Berta hat die Nase voll. Von ihrem Bruder Klette, der sich nie die Zähne putzt. Von ihrem Stiefvater, der immer nur meckert. Von ihrem Heimatort Lauterbach, wo es nichts gibt als Schinkenwurst. Deshalb haut sie ab nach Berlin. Dort lernt sie Jule kennen, die in einem Abbruchhaus lebt und jede Menge Tricks draufhat, wie man überlebt. Als Berta und Jule in einem Lottogeschäft zwei Amateur-Räuber um ihre Beute erleichtern, geht's erst richtig los: Die beiden Mädchen reisen allein nach Italien. Und da werden nicht nur Träume wahr ...
Ein Buch, das sich vom Roman zum Comic entwickelt.“

Ein Buch, das sich vom Roman zum Comic entwickelt? Dieser Satz machte mich neugierig. Als ich dann noch laß wer mit am Werke war, musste ich das Teil haben.
In den ersten beiden Abschnitten entwickelt sich der Band vom Roman mit Illustrationen hin zum Comic, um dann im dritten Teil (Italien) nur noch als Comic weiterzugehen.
Umgesetzt in gewohnter Laska Manie!
Inhaltlich nicht besonders: 15jährige in der Provinz bei ihren „strengen“ Eltern, mit einem jüngeren Halbbruder Klette der aus dem Mund stinkt, durch die im Ort hergestellte „Lauterbacher Schinkenwurst“ zur Vegetarier geworden und nach einem heftigen Streit mit dem Stiefvater in einem Möbelwagen abgehauen in dem sich auch ihr flüchtender Halbbruder versteckt hat.
In Berlin gestrandet treffen sie Jule, die auf der Straße wohnt und in einem Abbruchhaus lebt. Durch einen Raubüberfall in einem Lottogeschäft geraten sie an Geld und hauen ab nach Italien (Klette wird bei der Räumung das Abbruchhauses geschnappt und zurückgeschickt) In Italien verlieren sie das Geld, suchen dann die Familie einer Lauterbacher Eisdielenbedienung auf, werden geschnappt und nach Berlin verfrachtet. (Warum nicht gleich zurück zu den Eltern?) Dann Happyend im trauten Heim.
Und wer ist Magic Bi? Er ist sowas wie Bertas zweites Ich. Das von ihr gezeichnete "Ich", dass sie begleitet und "berät" und das für sie "spricht".
Wie auch immer, die Idee vom Roman zum Comic ist nicht schlecht.

„Sobo Swobodnik, aufgewachsen auf der Schwäbischen Alb, studierte Schauspielerei, arbeitete als Rundfunkredakteur und Theaterregisseur. Er hat mehrere Romane veröffentlicht und ist auch als Filmemacher tätig. Sein Roman Kuhdoo war ein großer Erfolg, der es bis auf die Spiegel-Bestsellerliste schaffte. Kille Kille King ist der siebte Kriminalfall um und mit Paul Plotek. Der Autor lebt heute in Berlin.“
„Laska sind Elke Reinhart (geboren 1967) und Gerhard Schlegel (geboren 1966). Beide haben Grafik-Design studiert und arbeiten als freie Illustratoren und Grafikdesigner in München. Sie entwerfen u.a. die Hauptillustrationen für die CD-ROMs zur Fernsehserie "Löwenzahn". Für ihre Comics haben sie viele Auszeichnungen erhalten, darunter den Online Comix Award. 2000 waren sie für den Max-und-Moritz-Preis nominiert.Laska sind Elke Reinhart (geboren 1967) und Gerhard Schlegel (geboren 1966). Beide haben Grafik-Design studiert und arbeiten als freie Illustratoren und Grafikdesigner in München. Sie entwerfen u.a. die Hauptillustrationen für die CD-ROMs zur Fernsehserie "Löwenzahn". Für ihre Comics haben sie viele Auszeichnungen erhalten, darunter den Online Comix Award. 2000 waren sie für den Max-und-Moritz-Preis nominiert.“

Broschiert: 152 Seiten
Verlag: aare/Sauerländer, Patmos; (2003)
ISBN-10: 3794170156
ISBN-13: 978-3794170159

zwergpinguin 05.09.2012 00:30

Teufel, Torf & tierisch Trubel"
 
Unter diesem Titel veröffentlichte Axel Meier Mitte 2011 im Selbstverlag seinen Band um den Moorteufel vom Teufelsmoor.
Das besondere an dem Band ist, dass es sich um eine Art Fotocomic handelt. Axels Vater Bernhard musste dafür Fotos in und um das Moor schießen, die dann von Axel am PC nachbearbeitet wurden. Sprich, die Zeichnungen wurden in das Bild hineingesetzt indem er seine handgefertigte Schwarz-Weiß-Zeichnungen in den Rechner importiert, koloriert und zu guter Letzt mit Sprechblasen versieht. Axels Vater wurde dann auch mal mit einem bestimmten Bilderwunsch ins Moor geschickt.

Durch ein Missverständnis wollen einige mehr oder wenig abergläubische Bewohnern des Teufelsmoores Jagd auf den Moorteufel machen, der ganz und gar nicht teuflisch ist. Bei dem Versuch diese Kreatur aus ihrer gewohnten Umgebung zu vertreiben oder gar zu erlegen, kommt es zu einer dramatischen Jagd, die in der unausweichlichen Konfrontation zwischen Moorteufel und Dorfbewohnern gipfelt. Aber wie in allen guten Comics, gibt es auch hier ein Happyend.

Nicht nur Aufgrund der „Herstellung“ ein gelungener Band!

Den Band gibt es auch auf Plattdeutsch "Düvel, Törf und Kuddelmuddel", der von Bernhard Meier übersetzt wurde.

Axel Meier (mittlerweile wohl 37), studierte Philosophie, Sprach- und Kunstwissenschaft und hat auch schon für den Zillo-Verlag und fürs Magazin "Bremer" gearbeitet.


Leider funktioniert die HP von Axel Meier nicht.
Zu beziehen z.B. unter
http://www.mehr-als-moor.de
Preis 7,50€

Hinnerk 05.09.2012 01:06

Zitat:

Zitat von zwergpinguin (Beitrag 418327)
Zu beziehen z.B. unter
http://www.mehr-als-moor.de
Preis 7,50€

5,90€ Versandkosten sind mir etwas zuviel. Falls jemand einen günstigeren Weg zum Erwerb der plattdütschen Version kennt, immer her damit!

zwergpinguin 05.09.2012 20:53

Telefonat ans Regionalmarketing hilft! :D

zwergpinguin 06.09.2012 23:06

Wenn du willst. Ansprechpartner mit Telefonnummer ist vorhanden. PN

zwergpinguin 06.09.2012 23:09

Krieg der Knöpfe
 
Angefangen hat alles 1912 als Louis Émile Pergaud sein bekanntestes Werk herausbrachte „La Guerre des boutons, roman de ma douzième année“ –Krieg der Knöpfe.
Er wurde mehrfach verfilmt, 1936, 1962, 1994 und zweimal 2010/11.

Auch als Comic wurde der Band schon öfters umgesetzt:
Schon 1990 bei Futuropolis / Gallimard von Florence Cestac
Bei Petit à Petit 2005-2010 in 4 Bänden von Mathieu Gabella, Valérie Vernay (1 Le trésor, 2 La forteresse, 3 "Roméo et Juliette", 4 La rentrée des claques)
Bei Delcourt 2011 von Philippe Thirault, Aude Soleilhac, Isabelle Merlet
Bei Dargaud 2011/12 in zwei Bänden („L'honneur des Longeverne“ und „Pourris de Velran“ bei Dargaud) von Olivier Berlion
2011 bei Jungle die Adaption des Films von Christophe Barratier „La Nouvelle Guerre des Boutons“ von Greg Newman, Francesca Follini, Andréa Meloni
2011 bei Vents d'Ouest von Christophe Lemoine, Cécile, Kaori

Nun ist der erste Band von Petit à Petit „Le trésor“ im Kinderbuchverlag Wolff erschienen und ich muß sagen, der Band ist wirklich gelungen.
Die Geschichte um zwei verfeindete Dörfer in der die Jungen die Fehde weitertragen und sich am Fluß heroische Schlachten liefern (auch Napoleon muß herhalten) ist von Mathieu Gabella und Valérie Vernay sehr gut umgesetzt worden. Die Geschichte erzählt auch von Kameradschaft, Füreinander einstehen und unabhängig von den Erwachsenen sein. Wie heißt es so schön „Wir sind keine Erwachsene, wir sind vernünftig!“

„Wer in Longeverne aufwächst, lernt eines als erstes: das Nachbardorf Velran gründlich zu hassen! Das ist schon seit Generationen so, auch wenn keiner mehr so recht weiß warum. Sobald die Schule aus ist, ziehen die tapferen Krieger von Longeverne mit ihrem Anführer Lebrac in den Kampf gegen die Velraner. Wer sich vom Gegner erwischen lässt, dem geht es an den Kragen, besser gesagt an die Knöpfe. Alles, was von den Klamotten absteht, wird abgeschnitten: Hosenträger, Schnürsenkel und vor allem Knöpfe. Der größte Ärger blüht den Besiegten, wenn sie so zugerichtet nach Hause kommen, denn die Erwachsenen verstehen keinen Spaß und gehen nicht gerade zimperlich mit ihren Jungs um. Nackt zu kämpfen ist auch nicht die ideale Lösung, wie die Longeverner bald feststellen. Als ihr "General" Lebrac den Velranern in die Finger gerät und von seinem Vater dafür hart bestraft wird, entscheiden die Longeverner, dass es so nicht weitergeht. Ein Schatz muss her, damit die Velraner ihnen nichts mehr anhaben können, ein Schatz aus Knöpfen...“

Hier endet der erste Band. Ob die weiteren Bände erscheinen steht noch nicht fest. Ich fände es Schade wenn nicht!

Krieg der Knöpfe: Der Schatz
http://www.kinderbuchverlagwolff.de
36 Seiten, gebunden, 12,90 Euro
ISBN 978-3-938766-22-4

zwergpinguin 08.09.2012 13:23

Bohnenwelt
 
Als ich den Band so in Händen hielt, dachte ich: Oh Graus, was steht mir da bevor.
Aber ich wurde aufs Angenehmste überrascht. Es eröffnete sich eine faszinierende "Bohnenwelt".

Der Anführer der Kau-Lanzer Mr. Spuk, Professor(in) Garbanzo, Bohnerich der Künstler, die Wummer Band, die Hoi-Polloi-Ringherde, …
Die minimalistischen s/w- Zeichnungen von Larry Marder passen hervorragend zu der skurilen,fantastischen,merkwürdigen? Welt die er erschaffen hat. Die Jagd nach dem Kau (das einzige „Lebnsmittel“ der „Bohnen“), der Kampf mit den Hoi-Pollois (nur die können den Kau „zubereiten“) ist der ewige Bohnen-Kreislauf, oder doch nicht? Wie sagte Larry Mader über seine Bohnenwelt „Die Bohnenwelt ist kein Ort, sie ist ein Prozess." Sie zu entdecken ist der Reiz dieses Bandes. Oder wie formulierte es Scott McCloud in seinem Vorwort: "Von allen Menschen, die jemals die Bohnenwelt besuchen werden, bist Du der einzige, der sie auf diese Weise wahrnehmen kann. Auf Deine Weise. So, wie sie ist."
Es ist ein Vergnügen die Bohnenwelt aus Sicht der „Bohnen“ zu erkunden. Und dann die skurrile, meist doppeldeutig, die sich an bekannte Begriffe angelehnten Namen (z.B. das Nahrungsmittel „Kau“, der lebensspendende Baum namens O'Ma'Pa, die „Sonne“ Lichternis“. die Nahrungsaufnahme „Kau-Schmausen“...)
Für diese wirklich gelungene „Übernahme“ aus dem amerikanischen zeichnen Daniela Seel und Dirk Schwieger verantwortlich. Ein Lob an die Beiden für diese doch nicht einfache „Übersetzung“ der irrwitzigen Bohnenwelt!
Ein Interview mit den beiden Übersetzern findet ihr unter
http://www.graphic-novel.info/?tag=bohnenwelt

Ich hoffe, dass es bald einen zweiten Band gibt, denn was ist mit dem Geschenk von O’Ma’Pa?
Was hat es mit den Würmern auf sich? Was sind die Rätselkapseln wirklich? Warum kann sich der Held Mr. Spuk nicht an die anderen Begegnungen mit dem Fisch erinnern? Was hat es mit dem Dreizack aus Nicht-Würmern auf sich? Gibt es noch eine Begegnung mit dem „Grünen Giganten“? Die Bohnenwelt hält noch so viele Geheimnisse bereit!

Veröffentlicht wurde der Erste von mittlerweile 3 Bänden.
Der Originalband „Beanworld: Wahoolazuma“ enthält die Bänder 1-9 der Serie „Tales of the Beanworld“

„Die Bohnenwelt ist ein wahnwitziger Figuren¬kosmos, den Autor und Zeichner Larry Marder seit den 1980er-Jahren ¬beständig ausbaut. Im Zentrum steht ein Stamm bohnenförmiger Jäger und Sammler, der nach und nach seine Umwelt erforscht, Musik, Kunst oder Philosophie entdeckt und dabei einer Unzahl merk¬würdiger Kreaturen begegnet.
Nicht selten erschüttern die schrägen Gescheh¬nisse um Mr. Spuk, Professor Garbanzo und Bohnerich das mit viel Humor entworfene Ökosystem der Bohnenwelt. Doch immer wieder stellt sich eine über¬raschende, neue Ordnung ein, die schon bald in Alltag übergeht.“

Larry Marder wurde 1951 in Chicago geboren. Marder arbeitete in der Werbebranche, als Executive Director des US-amerikanischen Comicverlags Image und als Präsident des Spielwarenherstellers McFarlane Toys. Kunststudium an der Hartford Art School. Seine Auseinandersetzung mit der Conceptual Art führte 1984 zur Veröffentlichung des ersten “Beanworld”-Comics im Eigenverlag.

Bohnenwelt
Softcover, Klappenbroschur
272 Seiten, schwarzweiß
1. Aufl. 2012
17,90 €(D)
ISBN 978-3-931555-44-3

zwergpinguin 13.09.2012 23:33

Figuren + Helden aus Comic und Zeichentrickfilme (Quartette)
 
Was es nicht alles gibt!
Gerade in die Finger bekommen

Zitat:

Quartette, zeitnah und immer aktuell. Das Buch beinhaltet 389 S/W-Abbildungen mit Inhaltsangabe von Quartett- und Schwarzer Peterspielen aus der Zeit von 1935 bis 2012. Es ist jeweils das Titelblatt, die erste Karte und die Rückseite abgebildet. Geordnet sind die Kartenspiele nach dem Erscheinungsjahr. Von "Vater und Sohn", über die Walt Disney-Zeichentrickfilme und den Schlümpfen bis zu den bekannten TV-Zeichentrickfilme aus den 70er und 80er Jahren ist alles mit dabei.
Leonhard Stork hat in dem Band die Kartenspiele ab 1934 mit Ausgabejahr, Exemplarische Abbildung der Karten, Inhalte, Besonderheit etc. dargestellt

Leonhard Stork hat noch einige andere Bände über Kartenspiele herausgegegeben; mehr war leider nicht herauszufinden. Ich hätte noch Ergänzungen zu dem Band, aber ohne Anschrift...

Figuren + Helden aus Comic und Zeichentrickfilme
389 Quartett- und Schwarzer Peterspiele von 1935 bis 1989
von Leonhard Stork
ISBN-10: 3-8334-9822-6
Erscheinungstermin: 24.07.2012
Verlag: Books on Demand
Auflage: 2. Auflage
Seiten: 188
Preis: 19,90 EUR


Achtung die 1. Auflage trägt den Titel „Comics + Zeichentrick“ und umfasst nur 183 Kartenspiele

zwergpinguin 14.09.2012 00:02

Die Geschichte vom Münchner Oktoberfest
 
Die Geschichte vom Münchner Oktoberfest – The History of the Munich Oktoberfest
Zitat:

Witziger ist die Geschichte des Oktoberfests wohl selten erzählt worden: Von 1810 bis heute; auf 60 farbigen Seiten – durchgehend deutsch/englisch (und durchaus bajuwarisch gefärbt) – erfährt sowohl der alteingesessene Münchner und der Zuagroaste als auch der frisch eingetroffene Wiesntourist alles Wissenswerte über das Oktoberfest. Auf jeder Seite, bei jedem Detail spürt man, dass Reiner Stolte sein Handwerk versteht und seine langjährigen Erfahrungen als Cartoonist und Illustrator (unter anderem für die Sesamstraße, TKKG und Playboy) umzusetzen weiß.
Die bilinguale Geschichte vom Münchner Oktoberfest wurde, in gewohnt guter Manie, von Reiner Stolte umgesetzt.
Angefangen hat alles am 17. Oktober 1810. Zu Ehren der Hochzeit von Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen, fand das erste Pferderennen und damit der Vorläufer zum Oktoberfest auf der Theresienwiese, die damals noch am Stadtrand lag, statt. Der Name wurde übrigens von der Braut, Prinzessin Therese, übernommen und heißt seitdem Theresienwiese. Und weil das Fest so gut ankam (Warum haben solche Feste meist eine Hochzeit oder eine Katastrophe als Ursprung? Manche sagen es gibt keine Unterschied), war man sich im nächsten Jahr einig; das Fest muß weiterhin stattfinden. Und so erzählt Leo, der bayerische Löwe, mit seinem Dackel, vom weiteren Verlauf bis hin zum heutigen Volksfest. Wie es immer mehr Buden, Hendelbratereien, Karussells und natürlich Bierhallen gab, Kuriositätenkabinett, Völkerschauen, „Buffalo Bill“-Show von William Cody auf der Wiesen auftauchten und viele andere Gegebenheiten.
Den zweisprachig angelegten Band kann man gleichzeitig auf deutsch und englisch lesen; in Wahrheit sogar dreisprachig – bayuwarisch

Der Comic basiert auf den historischen Daten des Werkes „175 Jahre Oktoberfest: 1810-1985“ Hrsg. Landeshauptstadt München

Utz Verlag, 2004
26 × 18 cm, 64 S.
ISBN 978-3-8316-1168-3
9,90 Euro

Hinnerk 14.09.2012 00:06

Zitat:

Zitat von zwergpinguin (Beitrag 419170)
Leonhard Stork hat noch einige andere Bände über Kartenspiele herausgegegeben; mehr war leider nicht herauszufinden. Ich hätte noch Ergänzungen zu dem Band, aber ohne Anschrift...

Ruf ihn an: http://www.thaining.de/index.php?idM...dUnterpunkt=38

oder ihn: http://www.tustraunreut.de/index.php...reut&Itemid=91

zwergpinguin 14.09.2012 00:13

Baden-Württemberg
 
Es gab ja schon Comics zur Geschichte Baden-Württembergs, wie 1989 Des Volkes Freiheit. „Die Revolution von 1848/49 in Baden und Württemberg“ (Ehapa) und 2002 zu 50 Jahre Baden-Württemberg „Sauschwobe ond Gelbfiaßler“ (Ehapa). Nun zum 60 jährigen Jubiläum erscheint im Sadfifa Verlag eine auf 8 Bände angelegte Comic-Reihe über die Geschichte Baden-Württembergs, angefangen ca. 600 000 v. Chr. bis in die heutige Zeit.

Zitat:

Älteste Frühmenschfunde von Mauer und Steinheim, Spuren in Cannstatt. Neandertaler und moderner Mensch in den Albhöhlen. Eiszeitkunst. Von Wildpferdjägern zu Waldläufern. Die ersten Bauern kommen. Pfahlbauten und Kreisgrabenanlagen. Neuer Werkstoff Bronze: Kupfer und Zinn verändern die Gesellschaft. Späte Bronze, frühes Eisen: Die keltische Welt entsteht. Fürsten in Gräbern und auf Burgen: Höhenflug, Absturz und Neubeginn in der Eisenzeit. Keltische Wanderungen. An der Schwelle zur Hochkultur: Die Oppida-Zivilisation und ihr Ende. Kimbern und Teutonen.
Aufgrund der wissenschaftlichen Begleitung sind die historischen Gegenstände, das Umfeld, das Leben wie es damals gewesen sein könnte detailgetreu und realistisch dargestellt. (Frage an den Zeichner, ob der Umgang mit den Experten reibungslos verlief ;) )
Nur manchmal wirken die Proportionen der Personen, als ob der Zeichner unter Zeitdruck gestanden hat. (Nächste Frage).
Auch der Zeitraum des ersten Bandes ( ca. 600 000 Jahre) ist verständlich; wie viel weiß man wirklich über die Zeit und es muss dann ja auch noch lesbar sein.
Auf jeden Fall ein gut gemachter Band, der Neugier auf die nächsten Bände macht!

Andreas Willmy
geboren 1961. Nach technischer Ausbildung in Nürnberg Studium der Ur- und Frühgeschichte, mittelalterlichen Geschichte und klassischen Archäologie in Erlangen, Berlin und Tübingen mit Abschluss Magistra Artium, 1997. Mitarbeiter archäologischer Ausgrabungen in Deutschland, der Türkei und mehreren afrikanischen Ländern. Die meiste Zeit ist er mit Wissensvermittlung beschäftigt, wenn er Tafeltexte für Museen und Sonderausstellungen verfasst, Fachbeiträge oder Bücher schreibt, museumspädagogische Modelle baut oder als Mitglied der Keltentruppe Carnyx den Besuchenden von Museumsfesten die Welt der Kelten erklärt (und darüber hinaus).

Frans Stummer
geboren 1966. Abschluss der Akademie des grafischen Gewerbes in München, 1987. Er arbeitete bereits für Disney-Projekte, für das Königshaus von Saudi-Arabien und hat Plattencover, Plakatmotive und Storyboards für Warner Bros., BMG, Ariola, East/West gezeichnet. Seine bisher wohl populärsten Werke sind die Comicbände „Im Angesicht des Schattenreichs“ von Die Ärzte (in Zusammenarbeit mit der Popband „Die Ärzte“) und der Comicband „Derrick – wer ist eigentlich Harry?“ (in Zusammenarbeit mit dem ZDF).

http://www.sadifa.de/themen_comics.php
Baden-Württemberg Comic - Band 1
Von den Anfängen bis zu den Kelten (ca. 600 000 - 15 v. Chr.)
Verlag: Sadifa Verlag
Autor: Andreas Willmy
Zeichnungen: Frans Stummer
ISBN: 978-3-88786-460-6
Preis: 14,80 €
• ca. 48 Seiten
• kartonierte Ausgabe
• Format ca. 22,5 x 31,5 cm

Ringmeister 16.09.2012 00:43

Zitat:

Zitat von zwergpinguin (Beitrag 419174)
Die Geschichte vom Münchner Oktoberfest – The History of the Munich Oktoberfest


Die bilinguale Geschichte vom Münchner Oktoberfest wurde, in gewohnt guter Manie, von Reiner Stolte umgesetzt.
Angefangen hat alles am 17. Oktober 1810. Zu Ehren der Hochzeit von Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen, fand das erste Pferderennen und damit der Vorläufer zum Oktoberfest auf der Theresienwiese, die damals noch am Stadtrand lag, statt. Der Name wurde übrigens von der Braut, Prinzessin Therese, übernommen und heißt seitdem Theresienwiese. Und weil das Fest so gut ankam (Warum haben solche Feste meist eine Hochzeit oder eine Katastrophe als Ursprung? Manche sagen es gibt keine Unterschied), war man sich im nächsten Jahr einig; das Fest muß weiterhin stattfinden. Und so erzählt Leo, der bayerische Löwe, mit seinem Dackel, vom weiteren Verlauf bis hin zum heutigen Volksfest. Wie es immer mehr Buden, Hendelbratereien, Karussells und natürlich Bierhallen gab, Kuriositätenkabinett, Völkerschauen, „Buffalo Bill“-Show von William Cody auf der Wiesen auftauchten und viele andere Gegebenheiten.
Den zweisprachig angelegten Band kann man gleichzeitig auf deutsch und englisch lesen; in Wahrheit sogar dreisprachig – bayuwarisch

Der Comic basiert auf den historischen Daten des Werkes „175 Jahre Oktoberfest: 1810-1985“ Hrsg. Landeshauptstadt München

Utz Verlag, 2004
26 × 18 cm, 64 S.
ISBN 978-3-8316-1168-3
9,90 Euro

Der Band aus dem Volk-Verlag ist mMn besser.

http://www.volkverlag.de/shop/wiesn-gschichten

Hatten wir aber irgendwo schon mal.

zwergpinguin 16.09.2012 01:17

Das Oktoberfest naht.
Mal sehen was da noch für Bände kommen. :D

zwergpinguin 20.09.2012 22:27

Der Biercomic – Die Geschichte vom Hofbräuhaus in München
 
Zitat:

„München anno 1589: Weil gutes Bier teuer eingekauft werden muss und die bayerische Staatskasse mal wieder leer ist, muss eine eigene Hofbrauerei her. Auf der Suche nach dem besten Braumeister entführen die bierseligen Helden den Leser auf eine vergnügliche Zeitreise in das höfische und klösterliche Leben des 16. Jahrhunderts. Hier begegnet der Leser Figuren wie Herzog (Edmund) Wilhelm V., Hofschneider Rudolf, Kammermeister Kurt, und so manchem anderen Gesicht, dessen Ähnlichkeit mit bekannten Zeitgenossen nicht unbeabsichtigt ist.“
Wie beschrieb es Dr. Möller vom Staatlichen Hofbräuhaus in München so treffend:
Zitat:

"Dieser humorvoll gezeichnete Comic erzählt mit viel Liebe zum Detail die Entstehung des Hofbräuhauses und damit ein Stück wahres München. Eine liebenswerte Geschichte mit viel Bild- und Sprachwitz, die auch beim zweiten Lesen noch die eine oder andere Doppeldeutigkeit bereithält."
Wer lesen möchte wie Edmund Stoiber als Herzog, Christian Ude als Stadtverwalter, Kurt Faltlhauser als Kammermeister, Rudolph Moshammer als Hofschneider, TV-Ärztin Kühnemann als Kräuterhexe und Andere, auf der Suche nach einem Braumeister für ein Münchner Hofbräuhaus sind, sollte sich den Band nicht entgehen lassen. Wie sonst soll man erfahren wie damals ein BMW aussah, wie Daum ins Kloster kam, wie es wirklich in Klöstern zuging. Auch ist die Nähe zu einem gallischen Dorf nicht abzustreiten! :D

Wie der Comic entstand

Zitat:

„Birgit (Birgit Stock Verlag) und Dr. Rainer Stock (Zahnarzt) aus Rottach-Egern hatten im Sommer 2000 die Idee, einen bayerischen Biercomic zu machen und entschieden sich für die Entstehungsgeschichte des Hofbräuhauses. Beide haben vom ersten Bleistiftstrich an – über Idee, Text und Zeichnungen – das gesamte Comicprojekt in ihrer Freizeit selbst erstellt und schließlich 2003 den fertig gezeichneten Comic bei Hofbräu vorgestellt. Der Comic wurde erstmalig im Dezember 2004 im Eigenverlag verlegt.“
Nach dem wachsenden Interesse an dem Band, erschien eine engl. Ausgabe und da durfte natürlich auch eine boarische Variante nicht fehlen. Als „Übersetzte“ wurde ANTENNE BAYERN-Comedian Mike Hager, besser bekannt als Studiotechniker Josef Nullinger gewonnen.
„Der Biercomic – Josef Nullinger verzäit de Gschicht vom Hofbräuhaus“ ISBN 3-9810530-0-1
„Der Biercomic – Die Geschichte vom Hofbräuhaus in München“ ISBN 3-00-013742-4
„The Bavarian Beer Comic – The story of Munich’s Hofbräuhaus” ISBN 3-9810530-2-8
Preis: 9,90 Euro
Idee, Texte und Zeichnungen: Birgit und Rainer Stock

http://www.biercomic.de


zwergpinguin 22.09.2012 00:22

Das Münchner Kindl
 
Wieso wird das Münchner Kindl als Mädchen dargestellt? Warum findet das Oktoberfest im September statt?
Wer ist Susanna? Warum nennt man den Karlsplatz Stachus? Wie kam München zu seinem Namen?
Wer das wissen will, sollte Bruder Thadeus auf seiner Stadtführung durch München folgen.

Da gibt es allerdings eine Schwierigkeit, man kann ihn nur sehen und verstehen, wenn man reinen Herzens ist. Denn Bruder Thadeus ist 762 beim Bierbrauen gestorben.
Da es aber sein größter Wunsch war, im Leben etwas zu schaffen, das alle Menschen glücklich macht, das sie zueinander bringt und das sie zum Frieden führt, ist er zur Erde zurückgekehrt.
Und so ist er auf der Suche nach dem perfekten Bier!

Anhand seiner Biersuche erzahlt Bruder Thadeus 3 Kindern, die zu Besuch in München sind, die wechselvolle Geschichte der Stadt. Und er hat viel zu erzählen!
Wie München zu seinem Namen kam, wie das Münchner Kindl in seiner jetzigen Form entstand. Wer welches Gebäude erbauen ließ.
Und natürlich was ist obergärig und untergärig. Wie es zum Oktoberfest kam. Warum es das Höfbräuhaus und das deutsche Reinheitsgebot gibt.
Auch das dunkle Kapitel Adolf Hitler und München wird nicht ausgelassen.
Alles in Allem, ein besonderer Stadtführer! Sogar mit speziellem Stadtplan!

Der Autor des Bandes ist der Kölner Martin Cordemann - alias PeeWee, der auch schon, zusammen mit dem Zeichner, für „Die Dom Spitzen“ (Kölnerstadführer) verantwortlich zeichnet.

Der Zeichner ist Ralf Paul, Mitbegründer und -inhaber der Ideenschmiede Paul & Paul IPP, bekannt durch die eigenen Comicreihen „Helden“ und „Dorn“.


Das Münchner Kindl
Softcover, 48 Seiten
Format: 21,6 x 28,7 cm
ISBN 978-3-7704-3229-5
Erschien: September 2008

Martin 22.09.2012 11:44

danke Zwergi, der fiel mir diese Tage auch wieder ein und ich wollte danach suchen :) und hier reinstellen :)

zwergpinguin 28.09.2012 23:38

Das Upgrade
 
Ronny Knäusel, der einzige Superheld der DDR wird durch den Fall der Mauer arbeitslos!
Auf den Band richtig neugierig, machte mich der Flyer der zur Berlinbörse im April dieses Jahres verteilt wurde. Der Band wurde zu Erlangen angekündigt. Und was musste ich zu meinem Entzücken feststellen. Er war da!!
Was einem zuerst ins Auge sticht, sind die Farborgien auf einigen Seiten. Und wenn man dann anfängt zu lesen, nimmt einen die Geschichte mit.
Vergangenheit, Gegenwart, noch tiefer Vergangenheit, Gegenwart und was erwartet uns in der Zukunft? Eine wirklich turbulente Reise hin und her.
Und dann Erisch Honnegor mit der Änschela Däwis und der Bruderkuss (They are really fucking crazy) :D
Und dann die beiden Hauptprotagonisten. Ronny Knäusel; Fluchthelfer, Teleporter, und einstiger Jungpionier und jetzt durch den Mauerfall arbeitsloser Superheld. Cosmo Shleym amerikanische Surf-Rocker der auf den der 10. Weltfestspiele in Berlin ein Erlebnis der besonderen Art hat und nun in einer riesigen Funkstation hockt und immer seinen größten Hit in den Äther schickt. Warum? Was ist eine Nomura Qualle? Welche Rolle spielen die 2 Lamassi? Und was ist mit Ronny, der sich aus dem Fenster gestürzt hat? Überlebt er?
Wer es wissen will, muß wohl die nächsten Bände lesen. Und wenn die genauso gut werden wie der Erste…
Jungs beeilt euch! Sonst dauert es viel zulange bis die auf 10 Bände angelegte Geschichte fertig ist!
Und wer hats erfunden?
Zitat:

Der damals 21-jährige Wüstefeld wurde 1997 von Zeichnerlegende Lona Rietschel persönlich als Nachfolger für das „Mosaik“ aufgebaut. Doch die konservativen ostdeutschen Fans kamen mit Wüstefelds modernen Strich nicht zurecht, er verließ „Mosaik“ bereits im Jahr 2001. In den folgenden Jahren arbeitete Sascha an Trickfilmen zusammen mit Gerd Hahn, zeichnete wunderbare Illustrationen und Karten für „Geolino“ und begann die großartige Serie „Mad Sonja“ für die italienische Abteilung von Disney, die leider ohne Abschluss blieb.
Auch Graupner ist schon länger in der deutschen Comicszene tätig, zunächst als Zeichentrick-Animator und Hintergrundzeichner, später als langjähriger Zeichner bei „Mosaik“ und von 350 Abrafaxe-One-Pagern in der Zeitschrift „Superillu“. Zusammen mit dem legendären „Mosaik“-Autor Lothar Dräger entstanden seit 2002 vier illustrierte „Ritter Runkel“-Bücher, die nicht nur in Fankreisen auf Begeisterung stießen.
Mittlerweile haben die Zwei schon einen Preis für ihr Werk bekommen.
Zitat:

Der Goldene Gartenzwerg 2012 (Leipziger Comicgarten ) ist unser erster Preis, den wir je für eine Publikation erhielten.
Ich hoffe es wird nicht euer einziger bleiben!

DAS UPGRADE • Band 1
Eine Comicserie in zehn Teilen von Sascha Wüstefeld (Story, Zeichnungen und Farbe) und Ulf S. Graupner (Story und Grafik-Design).
Teil 1: Wunder, Würfel, Weltfestspiele
Preis: EUR 9,90
Broschiert: 52 Seiten
Verlag: Zitty (7. Juni 2012)
ISBN-10: 3922158021

zwergpinguin 30.09.2012 19:07

Offene Arme
 
Was passiert wenn man in der Schule gemobbt wird, keine Anerkennung zu Hause erfährt, 15 Jahre alt ist und lieber einfach weg wäre?
Melanie Gerland hat das alles erfahren und darüber einen Comic gemacht.
Sie studierte an der Kunsthochschule Kassel im Bereich Visuelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Illustration und Comic.
Zitat:

"OFFENE ARME" ist eine autobiografische Comicgeschichte.
In der erzähle ich einen Teil aus meiner Jugend, in der ich mit meiner besten Freundin ein altes Fabrikgemäuer entdeckte und den Bands zusah, die dort probten.
Wie ich mich das erste Mal verliebte und warum ich anfing, mir die Arme aufzuritzen...
"Offene Arme", habe ich am Anfang meines Studiums gemacht.
Das Titelbild ist schon ungewöhnlich. Im Hintergrund ein trister, heruntergekommener Fabrikkomplex und vorne ein junges Mädchen das einen mit riesigen runden Augen verschüchtert, gehemmt, ängstlich ? anschaut.
Schon am Anfang bekommt man mit, wie das Leben der Protagonistin abläuft.
Der Vater will nur seine Ruhe haben und sie wird zusammen mit ihrer besten Freundin Nicole von ihren Mitschülerinnen aufs Ärgste gemobbt. Als die Beiden in einem alten Fabrikgebäude eine probende Band entdecken kommt auch noch Liebeskummer dazu. Die pubertierende Melanie verliebt sich in den Sänger der Band. Nach einer ganz üblen Mobbingattacke fängt Melanie, wie ihre Freundin Nicole, an sich zu ritzen.
„Es tut gar nich weh. Ich hab die Scherbe voll unter Kontrolle…Es brennt so angenehm. Ein schönes Gefühl auf der Haut…Auf der Haut ein angenehmer Schmerz…Ich bin stolz, das habe ich ganz allein gemacht“
Als ihre Liebe unerwidert bleibt, eskaliert es. Ihre Gefühle brechen aus, alles Angestaute bricht durch. Melanie versucht sich umzubringen und nur durch ihre Mutter wurde sie davon abgehalten. Sie und Nicole machen dann eine Therapie und im letzten Bild sieht man zwei geritzte Arme und wie die Beiden eine Rasierklinge nehmen.
Man merkt der Geschichte das autobiographische an. Die Sprache, die Gefühle die da hinterstecken, die Verzweifelung, die Schreiben zwischen Melanie und Nicole mit ihren Ängsten, Zweifeln und Hoffnungen. Sehr beeindruckend, wie Melanie Gerland ihre eigene Geschichte erzählt!
Nur die Zeichnungen gefallen mir nicht so recht. Aber " "Offene Arme", habe ich am Anfang meines Studiums gemacht“. Was nicht nur mir auffiel, der Sänger sieht aus wie aus Beavis und Butt-Head. Das wäre ein Frage an Melanie. :)
Wie dem auch sei, ein zweiter Band ist in Vorbereitung und ich bin schon gespannt wie sie es geschafft hat aus der ganzen Misere rauszukommen.

Hier ein Bericht mit und über Melanie http://www.youtube.com/watch?v=jktTXAZckZQ

Melanie Gerland
Offene Arme
Psychiatrie Verlag GmbH & BALANCE buch + medien verlag
http://www.balance-verlag.de/buecher...fene-arme.html
128 Seiten
ISBN:978-3-86739-059-0
Auflage:1. Auflage 2010
Preis: D: 19,95 €

zwergpinguin 01.10.2012 22:56

Ein Häring unter Haien
 
Unter diesem markanten Titel lässt Autor und Zeichner Michael Schröter seinen Privatdetektiv Mäcke Häring im Berlin der 20er ermitteln.
Bei dem Versuch einen Zeugen für einen gewaltsamen Einbruch mit etlichen Toten und einem Haufen verschwundenem Geld aufzutreiben, verliert er diesen und begibt sich dann auf die Suche nach dem Verschwundenen ins Berliner Milieu. Als ob das nicht genug wäre, muß er auch noch eine Jazz-Veranstaltung vor den Schlägertrupps der Nazis retten.
Michael Schröter schafft es, die beiden Haupthandlungsstränge, Mäcke muß ja auch noch sein Liebesleben hinbekommen, zu einer gelungenen Geschichte zu verweben.
Die Roaring Twenties in Berlin, sprich Jazz spielt in dem Band ein große Rolle. Auch der Umgang der Nazis mit dieser Hottentottenmusik.
Irgendwo habe ich gelesen, wenn der Comic von Zille oder Döblin gezeichnet worden wäre, wohl so ähnlich ausgesehen hätte. Auf jeden Fall hat Michael Schröter einen passenden Zeichenstil gefunden, um diese Berliner Jahre wiederauferstehen zu lassen.
Und was vor allem beim Lesen auffällt, die Geschichte berlinert. Aber so, dass auch Hochdeutsche die Geschichte verstehen.:D
Vertrieben wird der Band von Elch Graphics, im Format 22,5x22 cm (schwarz/weiß/grau)


Michael Schröter
Szenenbild-Assistent beim Fernsehen der DDR (1983 - 1986), Grafiker bei der Comic-Zeitschrift Mosaik (1986 - 1987, 1995 - 1997), Abrafaxe-Onepager für den Berliner Kurier (2005 - 2010), Animationszeichner bei Hahn-Film, u.a. Asterix in Amerika (1992 - 1994), Freier Grafiker (seit 1998), Zeichner bei der Comicumsetzung "Lolle - Berlin, Berlin"

Michael Schröter: „Ein Häring unter Haien – eene Kriminaljeschichte aus Berlin“
2011
84 Seiten (schwarz-weiß),
14,90 Euro,
ISBN 978-3-00-035364-2.
Bestellung online unter berlincomics.de.


zwergpinguin 02.10.2012 23:33

Die Teuflische Wette
 
In Regensburg ist der Band wohl ein beliebtes Mitbringsel für Touristen. Bereits seit zwölf Jahren gibt es nun den Comic! Der 32-Seiten-Comic war vor zwölf Jahren Herbert Wittls erster Verlagstitel! In dem Band geht es um Regensburgs bekannteste Sage:
„Die bekannte Stadtsage handelt von der spektakulären Wette zwischen Dom- und Brückenbaumeister, wer wohl als erster sein Bauwerk vollenden würde. Der Brückenbaumeister schließt mit dem Teufel einen Pakt, um die Wette zu gewinnen und verspricht ihm dafür die ersten drei Seelen, die über die neue Brücke gehen. Schließlich wird aber der Teufel mit Tierseelen abgespeist und fährt erzürnt durch Brücke und Donau zurück in die Hölle“
Das nett aufgemachte Teil erschien 2012 nun schon in der 4. Auflage, gleichzeitig mit einer englischen Ausgabe. Die Illustrationen stammen von drei Regensburger Künstler: Katrin Ehmann, Rainer Fürst und Karina Schlaffer

Verlag: EDITION BUNTEHUNDE
Die Teuflische Wette
Sagenhaftes zum Bau von Dom und Steinerner Brücke in Regensburg
ISBN 978-3-934941-81-6 Geheftet 14,8 x 21,00 cm 32 Seiten farbig
4,95 €


zwergpinguin 03.10.2012 00:07

Entscheidung auf dem Haidplatz / Geliebte des Kaisers
 
Entscheidung auf dem Haidplatz
2005 brachte dann der Verlag: EDITION BUNTEHUNDE eine weitere Stadtsaga heraus. Der Regensburger Bürger Hans Dollinger gegen den Ungarn/Hunnen Craco
Im Jahre 930 kommen die Hunnen nach Regensburg. Ihr Anführer Graco fordert die Stadt auf, einen Gegner für einen Zweikampf zu stellen, bei dem es um das Schicksal Regensburgs gehen soll. Der Bürger Dollinger nimmt als einziger mutig die Herausforderung an, besiegt den Furcht erregenden Kämpfer mit Gottes Hilfe und rettet somit die Stadt vor der Hunnen-Herrschaft.
Wieder umgesetzt von den drei Regensburger Künstlern: Katrin Ehmann, Rainer Fürst und Karina Schlaffer, allerdings in einem wesentlich kleinerem Format

www.buntehunde.de
Entscheidung auf dem Haidplatz
Sagenhaftes zum Kampf von Dollinger gegen Graco in Regensburg
ISBN 978-3-934941-23-6, Geheftet, 10,5 x 14,8 cm, 32 Seiten, farbig, 4,50 €



Geliebte des Kaisers
2007 folgte dann eine erneute Geschichte die ihren Anfang in Regensburg hatte und wieder von den bekannten Regensburger Künstlern Rainer Fürst und Karina Schlaffer umgesetzt.
Als Kaiser Karl V. im Jahr 1546 in Regensburg weilt, lässt er sich ein wunderschönes Mädchen aufs Zimmer bringen: Barbara Blomberg. Neun Monate später bringt sie den kleinen Johann zur Welt, der ihr auf Anordnung von oben weggenommen wird. Aber als Kaiser Karl V. stirbt, ist Barbara im Testament reich bedacht. Die Sinnenfrohe, die von nun an ein ausschweifendes Leben führt, wird bald von Ihrem Sohn Johann – inzwischen Don Juan, Retter des Abendlandes – gemaßregelt: Sie muss ins Kloster, um Ihren Lebensstil zu ändern ...
Geliebte des Kaisers
Sagenhaftes über Barbara Blomberg aus Regensburg
ISBN 978-3-934941-40-3, Geheftet , 10,5 x 14,8 cm 32 Seiten , farbig, 4,50 €


zwergpinguin 03.10.2012 17:07

Popel
 
2010 war es soweit. Der erste Band mit den gesammelten Abenteuern und Katastrophen des Helden wurde auf die Leserschaft losgelassen. Mit gesammelten Strips aus den Jahre 2008, 2009 und 2010.
Alles dreht sich um den Protagonisten Popel, seinem Bruder Bohne, seiner „Cousinchen“, seinem besten Freund Lars, seinem Schwarm Helga und nicht zuletzt Nachgelaufen seinem Hund.

„Popel und seine Freunde erleben in den kurzen Geschichten den Alltag und die Tücken einer Kindheit. In dem Buch ist ein über das gesamte Jahr gesammeltes Patchwork aus humorvollen Abenteuern, die oft zu einer amüsanten Pointe führen. Sie handeln vom Konflikt im Elternhaus, in der Schule, mit Freunden und selbst das Haustier wird nicht erschont. Der Zeichner stellt seine kleinen Protagonisten oft gegenüber der harten Realität des Erwachsenseins. So wird das spätere Berufsleben als Burn-Out gesehen oder das Alter als große Lüge. Popel schafft es mit seiner frechen Art der Niedlichkeit wenig Platz zu lassen. Oftmals geht es sehr grob und kantig zu in den Comicstrips. Selbst wenn „Bohne“ das Baby mit dem Hund kuscheln möchte oder Popel seine bumerangfähige Steinschleuder an den Lehrer verliert. Dem Cartoonisten gelingt es oft einige Merkwürdigkeiten in die Geschichten mit einzubauen. Da taucht etwa ein Elvislieder singender Hahn im Ferienhaus auf, in einem streunenden Kätzchen steckt lautstarke Größe und ein Hunderennen wird zum Känguruhlauf..“


Popel: Bin da!
Verlag: Trantow Atelier; Auflage: 1. Auflage (2010), 84 Seiten, ISBN-10: 3000326561, Softcover Querformat 21 cm x 14,8 cm, 12,-€

Schon 2011 ging es dann mit dem zweiten Sammelband weiter.


Popel: Familie, Freunde und andere Katastrophen
Verlag: Trantow Atelier; Auflage: 1. Auflage (2011), 84 Seiten, ISBN-10: 3000355081, Softcover Querformat 21 cm x 14,8 cm, mit Stundenplan,12,-€

Beim Lesen kamen spontan Assoziationen vor Allem zu Peanuts, Calvin und Hobbes. Wer diese mag, hat auch an Popel und Co. seinen Spaß.
Ich würde mich freuen, wenn es einen Band aus den Anfängen der Serie geben würde!

Popel erscheint u. A. in Aachener Nachrichten, Stuttgarter Nachrichten, Schwarzwälder Bote, Lahrer Zeitung, Die Oberbadische, Der neue Tag, Fränkischer Tag, Augsburger Allgemeine, Allgäuer Zeitung, Rhein-Main-Presse …

Thorsten Trantow
Geboren am 25. Mai 1975. Staatl. gepr. Grafik-Designer, lebt im Dreiländereck zur Schweiz und Frankreich, zeichnet seit 10 Jahren für das Deutsche Kinderhilfswerk, Schöpfer der Comicfigur „Linus“ aus dem Postermagazin „Galino“…
http://www.trantow-atelier.de
http://popels.de/
http://www.icom-blog.de/album.php?albumid=294
http://www.mycomics.de/category/char...b-comics/popel

zwergpinguin 03.10.2012 22:00

Nik’s Tierleben - Comics aus dem Biotop
 
Nik’s Tierleben mit City Möve, Patschel und Erpelino

Nik Ebert und sein Tierreich erscheint seit vielen Jahren wöchentlich in der Rheinischen Post.
getreu seinem Spruch „Wer Humor nicht ernst nimmt, hat nichts zu lachen!“

In seinem Buch „Nik’s Tierleben Comics aus dem Biotop“ vereint er drei seiner „Helden“ zu einem Lesevergnügen.
Und das sind „Patschel“ der Fischotter, die „City-Möve“ mit ihrer schwarzen Fliege und Erpelino das Entenküken mit der kindlichen Naivität.

Patschel der Fischotter lebt seit 1995 auf der Samstagsseite der Rheinischen Post. Meist in geistreiche Gespräche verwickelt. Sei es mit schockgefrostetem Fisch, karnevalistischem Federvieh, frischgefangenem Fisch, dem Osterhasen und sonstigen merkwürdigen Nachbarn.
Die „City-Möve“ bereichert seit Juli 1995 die Welt mit einer neuen Mövenart. Meist in Begleitung ihres Freundes „Amsel“? erlebt sie so einiges Merkwürdige. Sei es im Regen, im Schnee oder sogar in überfrorenem Zustand. In der Nachbarschaft gibt es z.B. den doch überheblichen Zaunkönig, die beschissenen Tauben, Ei-Phone-Besitzer und andere Merkwürden.
Und dann ist da noch das Jüngste im Trio. Erpelino. Wie der Name schon andeutet ein Entenküken. Und da Entenküken nun mal etwas klein sind, sind es meist die „Kleinen“ mit denen sie sich auseinandersetzen muß. Ihr bester Freund ist dementsprechend eine Maus. Auch in Erpelinos Umfeld gibt es zu bestimmen Zeiten Jecken und Narren, Osterhase und Verwandte der Biene Maya.
Welche Beliebtheit Nik’s Tieleben hat kann man daran sehen, dass nach Erscheinen 2011 der Band in kürzester Zeit ausverkauft war, so dass im Januar 2012 die lang erwartete 2. Auflage auf den Markt kam.
Wer tiefgründige Gespräche, feinfühligen Esprit und echte Lebensweisheiten sucht ist hier gut aufgehoben! :D

Nik Ebert
Geboren 1954 in Heydebreck (Oberschlesien), aufgewachsen und immer noch wohnhaft am Niederrhein. Studienjahre in Köln und Aachen.
Seit 1985 politischer Karikaturist der Rheinischen Post, seit 1994 auch in den Stuttgarter Nachrichten. Seit Jahren regelmäßiger Cartoonist für die Verkehrs- Rundschau, Gastgewerbe u.v.m. Freiberuflicher Cartoonist und Illustrator.
http://www.nik-ebert.de


Nik Ebert
Nik´s Tierleben
Comics aus dem Biotop
Kunstbuchverlag B. Kühlen
ISBN 978-3-87448-357-5, 64 Seiten, farbig, 21,0 x 29,7 cm, Hardcover, EUR 14,80
http://www.kuehlen-verlag.de

FrankDrake 07.10.2012 05:35

Respekt Zwergie, bei manchen Alben, Heften usw. die Du hier vorstellst gibt es wohl nur ein sehr spezielles Klientel, ich gehöre dazu wohl nicht.

Bringt mir aber die Nische in der Nische in der Nische etwas näher, was nicht abwertend sein soll, ich würde auch keinen Twizy kaufen.

zwergpinguin 08.10.2012 23:51

Nur was für den Sommer! ;) (Nicht die Comics!)

zwergpinguin 08.10.2012 23:53

Patschel / Die Düssel-Möwe
 
Zwei der Drei tierischen Helden aus der Feder von Nik Ebert haben es auch schon solo in die Buchregale geschafft.

„Der verspielt-versonnene Comic-Fischotter erobert seit 1995 die Herzen der Niederrheiner. Samstag ist für sie Patschel-Tag in der Rheinischen Post! Ob im Dialog mit Enten oder schwarzen Schafen, im Disput mit Angelködern und Arbeitsameisen ? der putzmuntere Kerl lernt von Woche zu Woche die Eigentümlichkeiten seiner Heimat und deren Bewohner besser kennen. Dennoch gibt es ständig neue Überraschungen. Wie sagt der Niederrheiner doch so treffend? "Et kütt wie et kütt!" Da beschließen schon mal zwei Entenküken, den Otter zu ihrer Mutter zu ernennen. Die Eintagsfliege hadert mit der Wettervorhersage für morgen, die Kreuzspinne häkelt an ihrem Inter-Netz und die Unke sagt in kurzen Intervallen den Weltuntergang voraus.
Und seitdem der jammervolle Lurch den Otter zum "einzigen Freund" geschlagen hat, fühlt sich der Gutmütige verpflichtet, zumindest ab und zu mal als Gesprächspartner zur Verfügung zu stehen. Mehr widerwillig, denn Depressionen können ganz schön ansteckend sein. Autor Nik Ebert sagt: "Die Otter-Geschichten sollen die Menschen motivieren, eigene Beobachtungen anzustellen. In der Natur, bei sich selbst und im Mitmenschen. Wer von uns hat sich noch nie vor einer befreundeten Unke verkrochen?"


Nik Ebert
Patschel-Geschichten aus dem Biotop
ISBN 978-3-87448-296-7, 120 Seiten, farbig, 22 x 22 cm, € 9,90
http://www.kuehlen-verlag.de/


"Während die Lachmöwe (Larus ridibundus), die meist in großen Scharen und lärmend auftaucht, von fast allen Düsseldorfer Bürgern bemerkt wird, werden die weniger häufigen Arten wie Sturmmöwe (Larus canus) und Silbermöwe (Larus argentatus) oder die gar seltene Zwergmöwe (Larus minutus) nur von wenigen Menschen wahrgenommen. Seit dem 8. Juli 1995 ist das Möwenaufkommen in Düsseldorf um eine neue Art bereichert...", erläutert Dr. Hubert Heuwinkel, Leiter des Naturkundlichen Heimatmuseums Schloss Benrath.
Dort wurde der der von Nik Ebert gezeichnete und erfundene Möwenvogel allen Ernstes in eine der wichtigsten ornithologischen Sammlungen Europas integriert! Als der Comic-Figur nachempfundenes, ausgestopftes Schauexemplar.
"Grundsätzlich", so Biologe Heuwinkel weiter, "signalisiert die Düssel-Möwe ihrer Umwelt durch ihre zur Schau gestellte schwarze Fliege eine nicht zu unterschätzende Abgehobenheit und einen Anflug von Arroganz.? Die Düssel-Möwe steht zu ihrem Charakter. Am Wochenende ist "Möwen-Zeit" in der Region Düsseldorf. Dann, wenn in der Samstags-Ausgabe der Rheinischen Post die neueste Geschichte über die Düssel-Möwe zu betrachten ist. „
Mittlerweile hat es die Möve- die Düssel Möve wohlgemerkt, schon in zwei Bände geschafft. Da diese Mövenart aber nicht nur auf Düsseldorf beschränkt ist, hat sie es unter ihrem Zweitname „City-Möve“ bis in den Niederrhein verschlagen. Nachzulesen in Nik’s Tierleben, zusammen mit Patschel und Erpelino!

Nik Ebert –
Die Düssel-Möwe
(Band 1) ... der Vogel als solcher
ISBN 978-3-87448-287-5, 120 Seiten, farbig, 22 x 22 cm, € 9,90

(Band 2)... und andere Überflieger
ISBN 978-3-87448-302-5, 120 Seiten, farbig, 22 x 22 cm, 9,90 €
http://www.kuehlen-verlag.de/


zwergpinguin 09.10.2012 00:29

Albert, der Seh-Vogel
 
Beim Stöbern rund um Nik Ebert Tierleben stieß ich noch auf eine Verwandte der Düssel-Möve. Den norddeutsch-granteligen Seh-Vogel. Wie es sich für einen echten Wattvogel gehört mit entsprechender Kopfbedeckung. Da er nun mal ein Seh-Vogel ist trägt er standesgemäß eine Brille und sein Freund ist natürlich ein Krebs!
Fünf Jahren erschienen die Strips rund um den eigenwilligen Wattbewohner in der Hörzu.
Bis sie 2001 im Lappan Verlag in gebündelter Form auf die Leserschaft losgelassen wurde.
http://www.nik-ebert.de/albertbild.jpg

Das witzige an der Ausgabe ist, dass man es quer lesen muß!

Albert, der Seh-Vogel, Lappan Verlag, 48 farbige Seiten, Hartcover, ISBN-10: 3830330081


Detlef Lorenz 09.10.2012 11:02

Ist schon erstaunlich, was es so alles an, wie Frank so treffend bemerkt: Nischen-Nischen-Nischen-Comics gibt.

Ich vermute mal aber, dass einige, wie z.B. die aus Regensburg, eine höhere Auflage haben, als vieles aus den "etablierten" Verlagen?!

Vielen Dank für dieses "Nischen-Berichterstattung", Zwergie - dafür einen dreifachen :top: :top: :top:

(Wie findest Du sowas immer?)

Maxithecat 09.10.2012 12:52

Er spricht die Leute auf Messen an. ;)

zwergpinguin 18.10.2012 00:17

Dies und das aus Frankfurt :)

Nachdem im März 2003 von Eckart Schott der erste Band der Zauberschule Abrakadabra herausgebracht wurde (Die sechs Schrecken von Halloween-Original nr.9 Les six trouilles d'Halloween), dauerte es leider über 9 Jahre bis wieder ein Band erschien.
Mit „Alles Hokuspokus“ veröffentlichte Eckart die besten Geschichten aus der Zauberschule Abrakadabra mit den einzigen Schülern Tim, Tam, Gramm, Ricky, Nicky, Tomtom, dem Lehrer Herr Balthasar und nicht zu vergessen Herr und Frau Nachbarn. Wie im richtigen Leben machen es auch hier die Schüler ihrem einzigen Lehrer das Lehren nicht leicht. Wenn normale Schüler was vergessen und nicht aufpassen gibt es schlechte Noten, hier kann es passieren, dass sie bei den Dinosauriern landen oder stocksteif drauf warten, dass die richtige Formel wieder einfällt. Oder wo kann es passieren, dass man beim Besen die Bremse nicht findet :) und durch zuviel Phantasie sich überfrißt? In der Schule ist vieles möglich und nichts unmöglich!
In dem Band sind die beiden Petit Format Bände 1. Têtue comme une formule und 2. Le Gratin des magiciens enthalten.
Auf jeden Fall wieder ein Band der viel zu kurz war.
Ich hoffe, dass es diesmal besser läuft und noch einige Bände der im Original (L'École Abracadabra )10 Ausgaben umfassenden Serie herauskommen.

Salleck Publications
Pierre Tranchand, Francois Corteggiani
Zauberschule Abrakadabra
Alles Hokuspokus
Hardcover, 64 Seiten, farbig, 29,5 x 22 x 1 cm, ISBN: 9783899084245, Preis: 12,90EUR


Zeichnungen: Pierre Tranchand (Mandarine, Bastos und Zakusky-comicplus; Smith&Wesson-Arboris)
Text: Francois Corteggiani (Mandarine, Bastos und Zakusky-comicplus; Smith&Wesson, Sundance-Arboris, Blueberry, Donald Duck, Micky Maus-Ehapa, Tatjana K.-Salleck/Finix)

zwergpinguin 18.10.2012 00:33

Rubine 13 - Der fragile Erbe
 
Rubine 13 - Der fragile Erbe, ist die neuste Ausgabe im Epsilon Verlag um die rothaarige Polizistin Rubine Killarney.
Diesmal erweist Rubine einer alten Freundin aus ihrer Militärzeit einen Gefallen, der tödlich enden kann.
Ein geheimnisvolles Paket muss bis zu einem Stichtag bei ihrer Freundin gelangen. Etliche andere Versuche sind bis dahin in Rauch aufgegangen, wobei es auf einen Mord mehr oder weniger nicht ankam.
Die Story hat zwar spannungsbedingt einige logische Schwächen, ist aber dennoch gut zu lesen bis hin zum überraschenden Ende! Die Zeichnungen von Bruno Di Santo sind gewohnt gut. Vor allem wenn er Rubine in knallengen Jeans zeichnen kann.
Idee und Entwurf: François Walthéry
Szenario: Mythic, Zeichnungen: Bruno Di Sano, Kolorierung: Alain Audry
48 Seiten, SC, 29 x 22 cm, ISBN 978-3-86693-187-9


zwergpinguin 22.10.2012 22:19

Saarlegenden
 
Im März 2007 veröffentlichte die Saarbrücker Zeitung die erste Folgen der „SaarLegenden“ , die erste eigenen Comicserie von Bernd Kissel. Bis zum Ende 2009 erschienen 100 Sagen der Saar. Die Legenden der Saar und auch von einigen Orte drum herum liegen nun komplett in 3 Bänden vor. Herausgegeben im Geistkirch-Verlag.

Auf die Frage wie er auf das Thema gekommen sein, antwortete er „Indem ich drei meiner Hauptinteressengebiete Comic, Sagen und Saarland eines Tages in einem Stau auf der Autobahn geistig zusammengebracht habe.“
Mit seinem ausgeprägten Sinn fürs Detail und seine liebevolle Art, mit Figuren und Geschichten umzugehen, machte er die SaarLegenden zu einem Lesevergnügen.
Um seine Geschichten so getreu wie möglich zu machen, suchte er viele der sagenhaften Orte auf um sich selbst ein Bild zu machen. Und das ist nicht so einfach. Liegen die Orte doch manchmal an schwer zugänglicher Stelle. http://www.saarlegenden.de/presse/sl_sz_23082008.pdf

Bernd Kissel
1978 in Saarbrücken geboren und lebt heute mit seiner Familie in der Nähe der französischen Grenze.
Seit seiner Kindheit war es sein Wunsch, irgendwann Zeichner zu werden. Mit vierzehn Jahren veröffentlichte er seine ersten politischen Karikaturen im Lokalteil der Saarbrücker Zeitung. Nach seiner Ausbildung zum Trickfilmzeichner am „Lycée technique des Arts et Métiers“ (LTAM), folgte ein Engagement als Cartoonist bei der Zeitschrift „Schrot & Korn“. und als Background- und Propdesigner im Luxemburger Trickfilmstudio (Studio 352). Ab 2007 Veröffentlichung der „SaarLegenden“ in der Saarbrücker Zeitung. Im Jahre 2010 startete dann in der Saarbrücker Zeitung die Serie „SaarlandAlbum“. Für den Berliner Cornelsen-Verlag entstand 2010 der erste Band der Comicreihe „Faim d’Histoire“, mit der deutsche Schüler Französisch lernen können. Im Frühjahr 2012 erschien dann der erste Band der Serie „HiStoryTime“, zum Englisch lernen. Im März 2012 startete der Online-Comic „Tödliches Wolfsrudel“ auf ZDF.de. http://modultool.zdf.de/public/Finn_...mic/index.html

http://www.saarlegenden.de/
http://www.bernd-kissel.com

Wie entsteht eine SaarLegende? Laut Bernd Kissel gibt es 5 Phasen
Phase 1: Begehung des Ortes, sofern es dort überhaupt noch etwas zu sehen gibt!
Phase 2: Die zweite Phase ist der fast schwierigste Teil: Die Adaption der Sage in Textform.
Phase 3: Eine grobe Vorzeichnung mit einem blauen Bleistift.
Phase 4: Die grobe Zeichnung wird nun (mit einem HB Bleistift) saubergezeichnet.
Phase 5: Die saubere Zeichnung wird noch koloriert … und fertig!
Eine SaarLegende besteht durchschnittlich aus 12 einzelnen Bildern. Es dauert ungefähr drei Tage, bis eine Seite fertig ist.
http://www.geistkirch.de/

Saarlegenden Bd.1
http://www.comicguide.de/pics/medium/99657.jpg

ISBN 978-3-938889-59-6, gebunden, 40 Seiten, DIN A 4-Querformat, 15,80€, Titel vergriffen

Saarlegenden Bd.2
http://www.comicguide.de/pics/medium/99658.jpg

ISBN 978-3-938889-65-7, gebunden, 40 Seiten, DIN A 4-Querformat, 15,80€
Saarlegenden Bd.3
http://www.comicguide.de/pics/medium/99897.jpg

ISBN 978-3-938889-72-5, gebunden, 40 Seiten, DIN A 4-Querformat, 15,80€

zwergpinguin 22.10.2012 22:26

SaalandAlbum
 
Nach Abschluß seiner Erfolgserie „SaarLegenden“ startet Bernd Kissel 2010 seine neue Serie SaarlandAlbum in der Saarbrücker Zeitung.
Jede Woche wurden dann in der Samstagsausgabe Geschichten und Geschichte des Saarlandes in Comicform erzählt! Und so entstanden ca. 70 Episoden SaarGeschichte, die nun auch als Buch, wie auch schon die SaarLegenden, im Geistkirch-Verlag erschienen.

In der Person von Peter Lallemand der als Pressefotograf Hautnah Geschichte miterlebt erzählt Bernd Kissel in kurzen Anekdoten die bewegte Geschichte des Saarlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Aber nicht nur an Hand von Historie lässt Bernd Kissel die Geschichte wiederaufleben, daneben erzählt er die fiktive Geschichte des Fotografen und seiner Familie. Die Jahre bis zur Wiedereingliederung mit einer eigenen blau-weiß-rote Flagge, einer eigene Verfassung, einer Saarlad-Olympiamannschaft und einer eigenen Währung, dem Saar-Franken bis hin zur Saarabstimmung.
Um so authentisch wie möglich zu sein, befragte Bernd Kissel viele Zeitzeugen und baute ihre Erzählungen in seinen Geschichten mit ein.
So entstand ein lebendige Gesichte des Saarlandes aus Historie, Biografie und Erdachtem!
http://saarlandalbum.blogspot.de/
Beim 15. Erlanger Comic-Salon fand das SaarlandAlbum durch ICOM eine lobende Erwähnung!
"Kissel ist ein äußerst charmantes Album gelungen"(Klaus Schikowski)

ISBN 978-3-938889-33-6, gebunden, 80 Seiten, DIN A 4-Querformat


EUR 22,-

zwergpinguin 25.10.2012 00:49

Luzian Engelhardt
 
Unter seinem Pseudonym Luzian Engelhardt treibt sich der Teufel weiter auf der Erde rum, während in der Hölle Erzengel Gabriel die Hölle auf Trab hält (oder eher umgekehrt?). Luzian behauptet die Demokratie erfunden zu haben. Um das zu beweisen will er mit Flatus in die Vergangenheit reisen. Leider klappt es mit dem zappen nicht so gut. Und so kommt heraus wie die Dinosaurier ausstarben. Dann landet er doch noch im antiken Griechenland und mischt ein bisschen die griechische Sagenlandschaft auf. Währenddessen besichtigt Gabriel weiter sein Höllenreich besichtigt und besorgt sich einen echten Führer und begegnet Jesus. Auf seiner Reise findet Luzian ein Höllenloch und stopft es, sehr zum Verdruss von Gabriel.

Der zweite Band hat mir besser gefallen als der Erste. Einige nette Anspielungen und Wortspielereien; die Statuenseite :D (Irgendwann finde ich noch die Lösung für die linke Statue), die letzte Seite ;)...
Jetzt bin ich doch auf den dritten Band gespannt „Vom Teufel geritten“ Luzian im Wilden Westen.
http://www.epsilongrafix.de
Luzian Engelhardt
2. Auf Teufel komm raus
Text&Szenario: Dirk Seliger, Zeichnung&Kolorierung: Jan Suski


48 Seiten, HC, 29,3 x 22,6 cm, farbig, ISBN 978-3-86693-214-2, Preis: €10.00

zwergpinguin 25.10.2012 22:41

B.Z. am Sonntag
 
Berlin Sonntag 21.10.2012, 0.08 Uhr Redaktionsschluss, die Zeitung ist fertig!

Zitat:

B.Z. AM SONNTAG als Comic: Berlins größte Zeitung feiert 135 Jahre Bestehen mit Sammlerausgabe
Am Sonntag, 21. Oktober 2012, erscheint die gesamte Ausgabe der B.Z. AM SONNTAG als Comic gestaltet. Berlins größte Zeitung erzählt aktuelle Nachrichten, Politiker-Interviews und Reportagen in Bildern. Damit präsentiert die B.Z. eine Hommage an die große Berliner Zeichner-Szene und erinnert an die Zeit, in denen gezeichnete Bildergeschichten ein wichtiger Bestandteil von Zeitungen waren.
Rund 30 Künstler aus der Berliner Szene gestalten die Sammlerausgabe, mit dabei sind bekannte Zeichner wie Jakob Hinrichs, Anna Hybsier und Reinhard Kleist sowie Udo Lindenbergh. Sie begleiten die B.Z.-Reporter zu Terminen und Gesprächen und illustrieren die Geschichten, die entstehen, mit Bleistift, Pinsel, Farbtopf oder Grafikdesign am Computer. Die Ergebnisse sind ebenso ungewöhnlich wie unterschiedlich, die Stile der Künstler variieren von gegenständlich bis abstrakt, von kleinteilig bis großformatig. So werden das Interview mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle oder der Tatort-Vorabbericht zur Kunstform.
Peter Huth, B.Z.-Chefredakteur: „Bilder sind ein Kernelement des Boulevardjournalismus. Durch die Abstraktion in den Comics einerseits und die Subjektivität des Zeichenstils haben wir die Möglichkeit, Nachrichten auf einer neuen Ebene darzustellen.“
http://www.axelspringer.de/presse/B...._13861384.html mit Seiten zum ansehen

Daran wirkten mit u. A.:
Thomas Henseler + Susanne Buddenberg (Berlin-Geteilte Stadt / avant)
Reinhard Kleist (Cash, Castro/ Carlsen, Berlinnoir/Edition 52, Elvis/ehapa)
Marie Sann (Frostfeuer/Splitter, Krähen/Tokyopop)
Carsteb Mell (Rote Ohren/Boemerang)
Arne Jysch (Wave and Smile(Carlsen)


zwergpinguin 25.10.2012 23:02

Von der Comic Action 2012

David Füleki
- Kwimbi Webcomic Shop Edition: Struwwelpeter in Japan, 20 Seiten
(Die Vorgeschichte gibt’s in “Struwwelpeter: Die Rückkehr” /Tokyopop)
- Super epic BRÄWL #1 (5.Auflage, Variant Edition 2011) 28 Seiten
(Erstveröffentlicht in Shounen Go! Go! – 2009)
- Entomanns Eiscreme-Party der tödlichen Sünden , 36 Seiten
(10.Auflage 2012, Kwimbi-exclusiv)


underduck 25.10.2012 23:59

Wer hat Interesse an der B.Z. am Sonntag?

Ich habe hier 2 Exemplare und wollte das Teil eigentlich mal A3-scantechnisch im Forum vorstellen. Gibt es dafür ein Interesse?


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 23:39 Uhr.

Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2020, Jelsoft Enterprises Ltd.
Copyright: www.sammlerforen.net