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zwergpinguin 16.02.2014 14:26

Mooneymania
 
Die Mooneys zum Zweiten (näheres zu den Mooneys siehe Band 1 # 43)
Nach dem turbulenten ersten Band geht es im Zweiten nun musikalisch weiter.
Was passiert wenn die Mooneys die Musik entdecken? Wie das Titelbild schon verrät, haben es die Pilzköpfe bis Mond geschafft. Nun ja, fast.
Die „Mooneys“ erobern den Mond :D Herrlich in Szene gesetzt von Bernd Natke. Vom ersten Auftritt, dem Gekreische, Sergeant Pepper lässt grüßen, bis zum Ende, ach ja irgendwo waren auch ein paar Steine.
Das war die Kurzfassung wenn der Mond rockt.
Auf jeden Fall wieder ein gelungener Natke!

Bernd Natke
Die Mooneys: Mooneymania
2013, 48 Seiten, 29,7 * 21,8 cm, kartoniert, € 11,80 http://www.natke.info/mooneys/mooneys.html


zwergpinguin 25.03.2014 22:29

Endlich ist der zweite Band „Parker: Das Syndikat“ bei Eichborn erschienen. (Band 1 siehe #145) Da es der erste Parker Band war, den ich gelesene hatte, war ich natürlich sehr gespannt. Und es hat sich gelohnt, genauso wie ich ihn in Erinnerung hatte und grandios umgesetzt von Darwyn Cooke.
Wie auch Band 1 ist der ganze Band in Schwarz-Weiß-„Blauen“ Tönen gehalten! Und erzählt die Geschichte weiter die in Band 1 seinen Anfang nahm.

Mit neuem Gesicht genießt Parker sein neues Leben, bis er verraten wird und das Syndikat einen Killer schickt. Das der Verräter nicht lange lebt ist klar, aber nun geht es dem Syndikat an den Kragen. Parker schreibt an „alte Kollegen“ und die holen Pläne aus der Schublade. Während das Syndikat Hunderttausende von Dollars verliert, nimmt Parker sich den Oberboss vor.

Wurde auch 1975 als „Revolte in der Unterwelt“ von John Flynn mit Robert Duvall in der Hauptrolle verfilmt.

Zitat:

Darwyn Cooke ist ein Designer und bekannter Trickfilm-Künstler. In den späten neunziger Jahren wandte er sich der Comic-Branche zu. Vorrangig ist er bekannt für seine Arbeit mit DC-Superhelden, doch er verlor nie sein Faible für Krimis und hat oft erwähnt, dass die Parker-Romane für ihn ein großer Inspirationsquell waren. Cooke hat mehrere Eisner-, Harvey- und Shuster-Awards gewonnen sowie den National Cartoonist Society's Award für die beste Serie. 2008 wurde Cooke für sein Comic-Opus The New Frontier für den Emmy nominiert.
Richard Stark ist das berühmteste Pseudonym des weltbekannten Autors Donald Westlake (1933-2008). 1962 schuf er den Meisterdieb Parker und schrieb eine Reihe von Romanen, die zu wegweisenden Werken der Kriminalliteratur wurden. Einige von Westlakes Büchern wurden von Hollywood verfilmt. Sein Drehbuch zu The Grifters bescherte ihm eine Oscar-Nominierung. Er gewann zahlreiche Awards für seine Werke und 1993 verliehen ihm die Mystery Writers of America den Titel Grand Master, die höchste Ehre, die von dieser Angesehenen Gesellschaft verliehen wird.
Darwyn Cooke
Parker: Das Syndikat
Graphic Novel nach dem Roman "The Outfit" von Richard Stark
übersetzt von Stephanie Grimm
Eichborn Verlag
Hardcover mit Schutzumschlag, 152 Seiten, Ersterscheinung : 13.03.2014, ISBN: 978-3-8479-0562-2, 19,99 EUR http://www.luebbe.de/Eichborn/Detail...-3-8479-0562-2


Scheuch 31.03.2014 21:56

bin bei der Recherche für ein Kita-Projekt auf das hier gestoßen

Loupio (Patmos)
dabei handelt es sich offensichtlich um Comics

http://www.patmos.de/wie-loupio-fran...en-p-8379.html

zwergpinguin 08.04.2014 00:59

Stimmt!

Von den 9 bisher in Frankreich erschienen Bänden der Reihe „Les aventures de Loupio“ legte der Patmos Verlag bisher die beiden ersten Bände auf:

1) Wie Franziskus und Loupio den Wolf zähmen und andere Geschichten
1. Auflage 2013, Format 22 x 29 cm, 40 Seiten, vierfarbig, Hardcover
ISBN: 978-3-8436-0312-6, € 12,99, Übersetzt von Agnès Glöckler
http://www.patmos.de/wie-franziskus-...en-p-8380.html mit Leseprobe

2) Wie Loupio Franziskus gesund macht und andere Geschichten
1. Auflage 2013, Format 22 x 29 cm, 40 Seiten, vierfarbig, Hardcover
ISBN: 978-3-8436-0313-3, € 12,99, Übersetzt von Agnès Glöckler
http://www.patmos.de/wie-loupio-fran...0472b27001db30 mit Leseprobe

Zitat:

Loupio ist ein Waisenjunge und lebt zur Zeit der Ritter und Barden im 13. Jahrhundert in Italien. Um sein Brot zu verdienen, zieht er als Musikant durch das Land. Sein bester Freund ist Franz von Assisi, dem nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere ganz besonders am Herzen liegen. Bei ihm lernt Loupio Bruder Wolf kennen – und fortan begleitet und beschützt er ihn bei all seinen Abenteuern.
Die Geschichten wurden von Jean-François Kieffer einfach aber kindgerecht (die Bände sind ab 6 Jahren) umgesetzt, ein kurzweiliges Lesevergnügen für Klein und Groß

Band 1 hat den internationalen "Preis für christliche Bildergeschichten" gewonnen.

Die Bände enthalten neben den Geschichten auch Liedtexte und Noten, Jean-François Kieffer ist eben auch Sänger und Komponist.

zwergpinguin 08.04.2014 01:02

Allerlei zu Aachen

Schloggers neuster Streich
Was schreibt Schlogger zu ihrem neusten Werk auf ihrer HP http://schlogger.de/wordpress/extras...mit-schlogger/
Zitat:

Wie bin ich zu Comics gekommen?
Meine Comic-Lebensbiografie beantwortet unter Anderem diese Frage.
Dazu eine Auswahl an Gehirnfürzen und EXKLUSIV mein erster veröffentlichter Comic (aus der Bravo GIRL!, 2002)
:D
“I heart Comics”
20 Seiten, farbig, Din A5, 3 €

zwergpinguin 08.04.2014 10:56

Allerlei zu Aachen

Bei Kwimbi entdeckt http://www.kwimbi.de

Hillerkillers 24h-Comic "Die Kette", entstanden am 24h-Comictag in Leipzig. Es handelt von Liebe!
DIN A6, 24 Seiten, vierfarbig, Selbstverlag, 3,50€ blog.hillerkiller.com

Ein krasses Ninja-Dinosaurier-Weltraum-Abenteuer mit Käptn Küken von Pete Wendland. Pete Wendland (www.pdaily.de) hat kurzerhand seinen letzten 24-Stunden-Comic selbst gedruckt, gestempelt, nummeriert und signiert. Und es hat Ninjosaurier!!!
DIN A6, 24 Seiten, 4farbig, auf 75 Stück limitiert. 3€

Es geht um zwei Brüder, eine Frau, die beide begehren und ein Versprechen.
Tim Gaedke www.doppeltim.de hat hier eine, spannende und starke emotionale Geschichte auf 24 Seiten abgeliefert.
Empfohlen ab 16 J.
24 Seiten, 10,5 x 14,8 cm, sw, SuKuLTuR Verlag, 2€ www.sukultur.de

Survivor Girl - Horror-Hommage von Tauber und Römling

Zitat:

Der Comicstrip SURVIVOR GIRL ist eine parodistische Hommage an den Horrorfilm mit all seinen Subgenres, idiotischen wie spannenden Klischees und dem ihn verhafteten Archetypen – dem Serienkiller, dem Zombie, den Vampiren, Werwölfen, japanischen Rachgeistern… die Liste ist endlos. Gleichzeitig verneigen sich Christopher Tauber und Ingo Römling damit vor den alten Meistern der blödelnden Veralberung: den üblichen Verdächtigen des MAD Magazins.
Immer dran denken, es ist nur ein Comic… nur ein Comic… nur ein…
Christopher Tauber (*1979) leitet zusammen mit Stefan Dinter den Zwerchfell Verlag, einen der letzten Independent Comic Verlage Deutschlands. Als Autor schreibt er für die Serie DIE TOTEN, als Zeichner hat er das erste Heavy Metal Malbuch der Welt geschaffen. Er lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.
Ingo Römling (*1969) lebt und arbeitet als Comiczeichner und Illustrator in Frankfurt am Main. Durch die Gestaltung zahlreicher Platten- und CD-Cover aus dem Metal- und Gothic-Genre hat er sich in der Musikszene einen Namen erarbeitet. Zu seinen Comic-Publikationen zählen diverse Beiträge zur erfolgreichen und preisgekrönten Zombie-Serie DIE TOTEN, erschienen im Zwerchfell-Verlag, sowie die im April 2013 beim Splitter Verlag neu erschienene Mystery-Serie MALCOLM MAX.
Das Heft enthält die erste komplette Storyline von Survivor Girl (www.survivor-girl.de) und wurde freundlicherweise von Christopher und Ingo signiert.
12 Seiten, 9,5 x 21,0 cm, schwarzweiß, 4,50€, erschienen im November 2013 zum Weekend of Horrors.

zwergpinguin 08.04.2014 13:49

Allerlei zu Aachen
Heike Anacker präsentierte die

Zitat:

oho! mini-zine-collection
Im offenen Projekt „oho! mini-zine-collection“ finden unterschiedlichste Künstler zusammen, die ihre Kleinst-Comics zu Sets kombinieren. Jede oho!-Ausgabe ist also eine kleine Heft-Sammlung von 5 oder 6 Mini-Zines.
Unter den bisherigen Mitarbeitern sind Hartmut „Haggi“ Klotzbücher, Andreas Alt, Heike Anacker, Maxim Seehagen und Ilse Kilic
Aktuelles zu oho! findet sich im Forum von www.comiczeichenkurs.de

In meiner #1 gab es minis von Andreas Alt, Heike Anacker, Jelto Ringena, Maxim Seehagen und Marc-Nils Töpperwien, in #2 Keno Ringena, Marc-Nils Töpperwien, Joshua Hallendonner, Fritz Widhahn, Ilse Kilic, Felix Audorf, in #3 (Version für die Comiciade) Haggi, Heike Anacker, Lukas Renk, Marc-Nils Töpperwien und noch einmal Heike Anacker für das evtl. am 2.Tag der mini von Jelto Ringenas vorliegt. Plus einer Anleitung zur Falttechnick der minis

zwergpinguin 08.04.2014 23:31

Allerlei zu Aachen

Spacy und Sparky gibt es schon lange, genau gesagt seit 1998 treiben sie ihr Unwesen.
Zur Comiciade 2014 veröffentlicht ihr geistiger und zeichnerischer Vater, Harald Schröder, ihre besten „Taten“ nun als Album.
Dabei holt er weit aus, bis zu den Anfängen der beiden Comic-Helden. Hat Harald Schröder am Anfang noch alles alleine gemacht, Text, Zeichnung, Inken, unterstützt ihn heute beim Inken/Clean Up kein geringerer als Ferran Rodriguez (Disney).
Spacy und Sparky sind zwei trott.. äh liebenswerte Aliens vom Planeten „Yxtra“, hinter dem Sternbild Luftpumpe. Und das Aliens auf der Erde manchmal Schwierigkeiten haben, dürfte wohl bekannt sein :D Demzufolge wird der Stoff für neue Abenteuer nicht ausgehen.
Die Auflage des ersten Bandes liegt bei 600 Stück und dürfte schon bald vergriffen sein.

...

Zitat:

Sparky und Spacy sind seit 1998 die Comic-Helden in der „Weiten Welt“, dem Kindermagazin der Steyler Missionare. Und das haben die WW-Leser damals selbst entschieden. Unter drei neuen Comic-Vorschlägen haben die grünen Aliens das Rennen gemacht. Und auch ihre Namen erhielten die beiden von den WW-Lesern: Die Leser wurden aufgerufen, Vorschläge zu schicken. Eine richtige Briefflut brach über die Redaktion herein. Die endgültige Wahl fiel dann auf „Sparky“ und „Spacy“. Die beiden führen seit über 15 Jahren ein sehr bewegtes Leben: Als Sportler, Forscher oder Weltretter schrammen die beiden häufig haarscharf an dramatischen Katastrophen vorbei.
Harald Schröder (47) ist der Erfinder von Sparky und Spacy. Die besten Geschichten aus dieser Zeit hat der Illustrator in einem Band zusammengefasst. „Wir waren’s nicht!“ heißt das Buch mit 50 Abenteuern der beiden Aliens. Den Titel erklärt Harald Schröder so: „Die Aliens sind halt manchmal etwas ungeschickt und natürlich verleugnen sie ein Missgeschick auch gerne. Aber wer weiß, vielleicht waren sie es doch... “
http://www.harrytoon.de/

https://www.steyler-klosterladen.eu/...-WW-Aliens.php
ISBN: 978-3-00-045231-4, 54 Seiten, 8,50 EUR

zwergpinguin 18.04.2014 18:22

Allerlei zu Aachen

Karl der Kleine
Da in Aachen die Stände der Zeichner immer dicht umlagert waren, konnte ich Alfred Neuwald (Neufred), dessen Karl der Kleine bis Januar 2014 jeden Mittwoch im Super Mittwoch erschienen ist, erst kurz vor Ende, wir waren schon am Abbau des Standes, erreichen. Dadurch bedingt, konnte ich ihm keine Fragen zu Karl dem Kleinen, im Folgenden KdK genannte, mehr stellen. Dementsprechend stellte ich ihm die folgenden Fragen per Mail.[/


Wie kam es zu KdK?
Ursprünglich wollte ich KDK als Kinderbuch anlegen. Vor gut zwei Jahren habe ich dann aber einfach mal angefangen KDK-Strips mit dem printensüchtigen Mini-Kaiser zu zeichnen. Als ich 80 Streifen fertig hatte, bin ich damit zu einigen Aachener Zeitungen gegangen, um sie dort vorzustellen. Von Januar 2013 bis Februar 2014 erschienen dann wöchentlich KDK-Strips in der Aachener Woche / Super Mittwoch. Da ich auch weiterhin sehr viele Strips zeichnete, veröffentlichte ich bereits im Juni 2013 den Sammelband "Karl der Kleine - Die Stadt der Printen", der in Aachen sehr erfolgreich ist.

Wann gab es den ersten Strip?
Den ersten Strip zeichnete ich an meinem 50. Geburtstag. Ziemlich genau ein Jahr später, im Januar 2014 erschien er in der Zeitung. Die KDK-Streifen kamen von Anfang an bei den Aachenern sehr gut an. Über Facebook bekam ich zahlreiche Anfragen zu Kooperationen mit dem Comic. Auf einige bin ich sehr gerne eingegangen. So gibt es u.a. Zusammenarbeiten mit dem Aachen Tourist Service, dem Helene Weber Haus, mit der Stawag und dem AKV (Aachener Karnevalsverein).

Arbeitest du alleine an KdK?
Ja, ich arbeite alleine die Geschichten und Zeichnungen von Karl dem Kleinen aus. Seit fast 30 Jahren arbeite ich als Illustrator. Immer wenn ich mal keine Aufträge habe, nutze ich die Gelegenheit und mache Dinge, die ich immer schon mal machen wollte. Mit ein wenig Glück bekomme ich sie danach auch noch an den Mann gebracht. So sind zahlreiche Pixi-Bücher, Zeichentrickfilme und Comics entstanden. Mit Karl dem Kleinen war es auch so. Die Figur hat mir von Anfang an so viel Spaß gemacht, dass ich immer froh war, wenn ich keine Aufträge hatte, und weiter an den Comics mit ihm arbeiten konnte

Wie und wo erscheint KdK?
KDK erscheint in mehreren Verlagen. Demnächst soll es mit den Karl der Kleine Strips in der Aachener Zeitung weitergehen.
Bei dem Buch "Karl der Kleine - Die Stadt der Printen" übernimmt der Sieprath Marketingservice die Verlags und Vertriebsaktivitäten, allerdings nur in und um Aachen. Und bei dem Buch "Karl der Kleine bei den Karolingern", das jetzt zur Comiciade erschienen ist, tritt der AKV (Aachener Karnevalsverein) als Verlag auf.
Auf KDK-Facebookseite poste ich meistens auch mehrmals pro Woche etwas.
www.facebook.com/KarlderKleineComic

Wie erfolgte die Auswahl zu dem Band?
Den Redakteuren der Zeitung waren die Gags der Streifen zu printenlastig. Daher sind in dem Buch "Karl der Kleine - Die Stadt der Printen" zwei Drittel der Streifen, nicht in der Zeitung veröffentlichen worden. Über die Resonanz der KDK-Facebookseite bekomme ich aber mit, dass gerade diese Streifen bei den Lesern besonders gut ankommen.

Das KdK-Album ist durch wen AKV initiiert?
Über Facebook ist auch der Aachener Karnevalsverein auf die Streifen aufmerksam geworden. David Lulley, ein Elferratmitglied des AKV kontaktierte mich. Eigentlich wollte der AKV nur gerne, dass ich einen KDK-Strip zeichne, in dem auch das Maskottchen des Aachener Kinderkarnevals auftritt.Wir verstanden uns jedoch auf Anhieb so gut und begeisterten uns so für die Idee, dass nach einigen Minuten feststand, dass wir ein ganzes Album machen wollen. Einen Tag später trafen wir uns mit Dr. Werner Pfeil, dem Präsidenten des AKV. Auch er war von der Idee sehr angetan und unterstützt seitdem mit großem Einsatz dieses Projekt. „Der AKV möchte mit dem Comic auch die Erinnerung an die reiche Geschichte Aachens wach halten, die bereits durch Karl den Großen entscheidend Einfluss auf die spätere europäische Entwicklung genommen hat“, so AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil. Die Zusammenarbeit mit den beiden ist großartig und die Begeisterung von David mehr als ansteckend. Als ich z.B. vorigen Sommer, nur so aus Spaß, eine KDK-Münze, die ich in Photoshop gebastelt hatte und die so aussah, als wenn sie über 1200 Jahre unter der Erde gelegen hätte, auf Facebook postete, hat David sofort dafür gesorgt, dass sie auch in echt realisiert wurde und mich gebeten, sie in den Comic mit einzubauen, was ich sehr gerne getan habe. Am ersten April gab es in der Aachener Zeitung einen großen Artikel, in dem beschrieben wurde, wie Stadtarchäologen diese Münze, in einem Bauloch, in dem sie in den Tagen zuvor tatsächlich 3 Skelette aus der Karolingerzeit freigelegt hatten, gefunden haben und über ihre Bedeutung philosophiert. Das war schon großartig. Auf der Comiciade haben die ersten 100 Käufer des Comics dann tatsächlich diese Münze als Gimmick zum Comic erhalten.

Comiciade war Ersterscheinungstag?
Zur Comiciade erschien dann der Band "Karl der Kleine bei den Karolingern". Dieser Band beinhaltet keine Zusammenstellung von Strips, sondern eine 40seitige Geschichte, in der Karl der Kleine mit Barki aus versehen eine Zeitreise in die Epoche der Karolinger machen und dort u. a. auf Karl den Großen treffen. Für mich war es super, dass ich bei der Geschichte und den Zeichnungen vollkommen freie Hand hatte. Ursprünglich sollte der Band erst im Juni erscheinen aber als der Termin der Comiciade feststand, habe ich richtig Gas gegeben, damit er bereits zum Aachener Comicfest, dessen Maskottchen KDK ja auch ist, erscheinen konnte. Das Timing des Comics ist so wirklich ideal gewesen, da 2014 Karlsjahr ist und in Aachen dem 1200 Todestag Karls der Großen mit vielen Aktionen, Ausstellungen und Festen gedacht wird. Da kommt Karl der Kleine genau zur rechten Zeit.

In der ersten Woche nach Erscheinen des Bandes "Karl der Kleine bei den Karolingern" haben wir bereits knapp1000 Bände verkauft, was erstaunlich ist, da der Comic ja nur in Aachen erhältlich ist. Inzwischen wurde das Album und die Münze auch schon ganz offiziell in das Aachener Stadtarchiv aufgenommen, worüber wir uns natürlich ganz besonders gefreut haben.

http://alfred-neuwald.com
http://alfred-neuwald.com/home/comics
http://www.karlderkleine.de/

48 Seiten,Verlag: sieprath druck service gmbh; (2013) ISBN-10: 3981479645, 11,90 €



http://www.akv.de/de/news/Comic_PK_20140329.html

http://www.karnevalinaachen.de/aktue.../akv_comic.htm
Das 40 Seiten umfassende Comic- Album ist ab sofort im Buchhandel, beim AKV und beim Aachen-Tourist Service zum Preis von 8,50 € erhältlich.


zwergpinguin 18.04.2014 19:23

Allerlei zu Aachen

Nach Karl dem Kleinen nun zu Karl dem Großen

Am Eröffnungstag der Comiciade erschien im wesentlich Verlag „Karl der Große - Die ganze Wahrheit“. Ein Buch, das schon durch seinen Einband, einen Schutzumschlag in scharz/goldener Prägung auffällt.
Über Karl den Großen nicht wirklich viel bekannt ist, oder wie es im Buch hießt: „Harte Fakten über Karl den Großen gibt es kaum. Unser Wissen speist sich vor allem aus Propagandawerken seiner Zeitgenossen, aus Erzählungen und Mythen, die über zwölf Jahrhunderte hinweg entstanden sind“. Da dies im finsteren Mittelalter spielt sind die Zeichnungen dementsprechend in schwarz/weiß gehalten. In einem holzstichartigen Stil. http://verlag.wesentlich.com/blick_i...-grosse-02.png http://verlag.wesentlich.com/blick_i...-grosse-03.png
Das Buch versucht einem das wirkliche Leben im Mittelalter zu vermitteln. Wie hart das Leben der Bauern war und im Gegensatz dazu das ihrer Herren. Die vielen Gesichter von Karl dem Großen (das Bild von „Karl der Deutsche“ ist für mich sehr unpassend!), den Machenschaften, Intrigen und Grausamkeiten der damaligen Zeit.
Am Freitag, den 4. April 2014 gab es um 18:00 Uhr im Haus Löwenstein eine kleine Feier zum Erscheinen von „Karl der Große – Die ganze Wahrheit“ mit Ausstellung
http://youtu.be/4GdZAEJ9rMI

Zitat:

Karl der Große – faszinierender Herrscher und Rätsel zugleich. Wir wissen wenig über den mächtigsten mittelalterlichen Herrscher und doch sind wir fasziniert von ihm. Genau hier setzt dieses Buch an. Es widersteht der Versuchung, die lückenhaften, widersprüchlichen und von unterschiedlichsten Interessen verzerrten historischen Quellen zu einer durchgängigen Geschichte zurechtzubiegen. Saskia Petermann (Text und Grafik) und Fabienne Loodts (Illustration) ordnen die Bruchstücke vielmehr zu einer Collage aus Kurztexten, Graphic-Novel-Passagen, Zitaten und Infografiken. Im Spannungsfeld dieser Facetten wird Karl der Große wieder lebendig – vielleicht etwas schillernd, aber bestimmt nicht schillernder, als es der karolingische Kaiser wirklich war und auf jeden Fall spannender als eine traditionelle Geschichtsstunde. Das Buch versteht sich vor allem auch als Einladung an den Leser, sich sein eigenes Karlsbild zu machen. Pia vom Dorp, Leiterin der Museumspädagogik der Route Charlemagne, hat die Autorinnen bei der Arbeit am Buch unterstützt und beraten. Mit einem Nachwort von Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments.
Zeitgleich mit der deutschen Fassung wird der Titel in Englisch und Französisch erscheinen.
Karl der Große
Die ganze Wahrheit
Fabienne Loodts, Saskia Petermann
148 Seiten, Hardcover heißfoliengeprägt Schwarz/Gold, fadengeheftet
190x260 mm, ISBN 978-3-9814449-3-3, EUR 24.90, April 2014

.

Detlef Lorenz 22.04.2014 09:42

"Karl der Große" - besser wäre allemal gewesen: "Karl der sogenannte Große".

In seiner 46 jährigen Herrschaft gab es wohl kaum ein Jahr, in dem der nicht Kriege geführt hatte. Und die meisten waren Angriffskriege: gegen die Aquitanier, die Langobarden, gegen die Omajjaden von Corduba (das war ausnahmsweise eine >Rückeroberung<), die Obodriten, die Dänen, Bayern, Awaren und - ganz extrem - den dreißig Jahre währenden Kampf gegen die Sachsen (im heutigen Niedersachsen). Was ist daran "Groß" zu nennen, außerdem ... gibt es wegen dem Mangel an authentischen Quellen sogar Zweifel an seinem Leben. Es scheint ähnlich wie die Legende von König Artus (Arthur) mit ihm zu sein. Nachfolgende Kaiser haben "Ihren" Vorfahren, Vorgänger überhöht, um sich im Schatten dessen "glorreicher" Taten zu sonnen. Na, usw.

@Maxi: kannst du das Buch bitte mal nach Berlin (schaue ich womöglich vorbei), oder, ganz sicher, nach Köln einmal mitbringen!?

underduck 22.04.2014 10:17

Meinst du zwergi oder doch Maxi? :floet:

zwergpinguin 28.04.2014 20:43

Evolution. Die Entstehung des Lebens
 
Nachdem es im ersten Teil, siehe #134, um die Genetik ging, geht es nun mit der Evolution weiter. Wieder zeichnen Zander Cannon und Kevin Cannon für die Zeichnungen verantwortlich, nur der Autor dieses Bandes hat gewechselt.
Bloort 183 vom Planeten Glargal erklärt nun im Glargalianischen Holografie Museum zur Entstehung der Erde seinem König Floorsh 727 und seinem „Sohn“ Prinz Floorsh 418, was er auf der Erde über die Evolution herausgefunden hat.
Er beginnt der Entstehung der Erde und die Entwicklung von Leben. Läßt Darwin über die Evolution berichten, erklärt das Miller-Urey-Experiment zur Uratmosphäre. Führt Erklärungen über die Kambrische Explosion und die verschiedenen Erdzeitalter aus; erklärt leider nicht alle 5 Massensterben der Erde obwohl explizit erwähnt. Geht auf das Aussterben einzelner Arten ein, der Artenentwicklung, des Genpools, der künstlichen Selektion über den Entwicklungsstammbaum bis zur Evolution des Menschen.
Auf 160 Seiten ist das schon viel geballtes Wissen auf einmal und man muss beim Lesen aufpassen nicht den Überblick zu verlieren.
Zitat:

Jay Hosler ist Biologieprofessor am Juniata College und Autor diverser erfolgreicher Graphic Novels und Wissenschaftscomics. Die nicht miteinander verwandten Comiczeichner Kevin Cannon und Zander Cannon, die sich mit der Illustration zahlreicher Graphic Novels und Comics einen Namen gemacht haben, teilen sich ein Büro und leben und arbeiten in Minneapolis.
http://www.bigtimeattic.com/

Jay Hosler , Kevin Cannon und Zander Cannon
Evolution. Die Entstehung des Lebens
Originaltitel: Evolution: The Story of Life on Earth
Aus dem Amerikanischen von Kirsten Riesselmann
Paperback, Broschur, 160 Seiten, 17,0 x 24,0 cm, ISBN: 978-3-442-54718-0, € 14,99
Verlag: Manhattan , Erscheinungstermin: 9. September 2013
Mit Leseprobe http://www.randomhouse.de/Paperback/...er/e422795.rhd


zwergpinguin 28.04.2014 20:59

Mäcke Häring – Die Jagd nach dem Kristallschädel
 
Auf ein Neues schickt Micheal Schröter seinen unerschrockenen Detektiv durchs Berlin der 30-iger Jahre. Diesmal geht es um den gestohlenen Maya-Kristallschädel seiner Ufa-Schauspielerin bei der er als Chauffeur arbeitet. Bei der Jagd nach dem Kristallschädel geht es in rauschende Bällen und wilden Jazz-Partys. Seine Nachforschungen bringen ihn in mehr oder weniger okkulten Kreisen, er muss sich wieder dem ausbreitende Nazitum und seinen mystischen Auswüchsen herumschlagen und wird in Kneipenschlägereien zwischen Hamburger und Berliner kriminellen Banden verwickelt, was ihn zur Zusammenarbeit mit der Polizei bringt. Auch muss er seine traumatischen Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg und seine Beziehung zu Nelli verarbeiten. Siehe dazu auch Band 1, # 82
Auf seiner wilden Jagd nach dem Kristallschädel trifft er auch auf einige Personen des kulturellen Lebend jener Jahre, wie Else Lasker-Schüler, Max Reinhardt u.a. .
Wie auch im ersten Band trifft Michael Schröter mit seinem Zeichenstil, diesmal in Farbe, das Berlin der 30er Jahre. Einziger Kritikpunkt meiner Meinung nach, er hat zu viel in die Story gepackt, so dass das Ganze an einigen Stellen etwas zu hektisch und wirr wird.
Ich freue mich schon auf den dritten Band, der wohl noch in diesem Sommer erscheinen wird!

Michael Schröter
Mäcke Häring – Die Jagd nach dem Kristallschädel
Selbstverlag, 84 S., 18,50 €, ISBN 978-3-00-042598-1
www.michaschroeter.de
Leseprobe: http://www.michaschroeter.de/#!jagd-...ristallschädel


zwergpinguin 28.04.2014 21:06

Comics und Graphic Novels zeichnen
 
Das erste was mir an dem Band auffiel, war der Titel „Comics und Graphic Novels zeichnen“
Warum wieder dieser Unterschied! Zum Glück wird im weiteren Verlauf des „Kurses“ doch kein Unterschied beim Zeichnen gemacht. Worin sollte der auch liegen, außer dass bei vielen dieser Graphic Novels die Zeichner zwar Illustrieren können aber bei Weitem keinen Comic zeichnen können.
Daniel Cooney geht Schritt für Schritt vor und leitet einen wirklich gut an. So die Meinung derer denen ich das Buch zur Durchsicht gab (Bei meinen Zeichenkünsten hilft auch das Beste Buch nichts!)
Ein Kritikpunkt war, dass es seitenlang um den „Faltenwurf“ bei den unterschiedlichsten Kleidungen ging. Ansonsten gefiel das Buch!
http://dancooneyart.blogspot.de/

Zitat:

Wie wird man ein erfolgreicher Comiczeichner? Wie entwirft man eine gute Graphic Novel? Wie erweckt man Charaktere zum Leben? Das alles und noch viel mehr vermittelt dieses Buch. Von den Anfängen des Figurenzeichnens zum Herausarbeiten der letzten Details eines kompletten Comics oder Graphic Novels wird alles gezeigt, was der angehende Comic-Künstler braucht.
Daniel Cooney
Comics und Graphic Novels Zeichnen
Das ultimative Grundlagenwerk: Wie man Charaktere kreiert, zeichnet und zum Leben erweckt
Softcover ohne Klappen, 192 Seiten, 21,5 x 28 cm, Topp Buchreihe Nr.6188
ISBN-13: 9783772461880,ISBN-10: 3772461883, 16,99 €
http://www.topp-kreativ.de/comics-un...hnen-6188.html


zwergpinguin 10.05.2014 21:29

Erlangen ist in Sicht und auch die Max und Moritz Preise
Es ist immer wieder erstaunlich was da vorgeschlagen wird. Manchmal habe ich den Verdacht bei einigen der Vorschläge geht es um einen Anticomic Preis.
Wie dem auch sei, einige der vorgeschlagenen Bände werde ich kurz vorstellen.

zwergpinguin 10.05.2014 21:31

Der gigantische Bart, der böse war
 
Mit einem XL-Maß von 22x30,5 cm, mehr als 240 Seiten und über 1,2 kg schwer macht dieser Band schon was her.
Die Zeichnungen sind in s/w gehalten, sehen aus wie Bleistiftzeichnungen und sind verschwenderisch verwendet. Ein Bild über eine dieser großen Seite. Ein Satz über eine Seite und in zig Panels verteilt. Es scheint als ob der Zeichner einem die Geschichte von Dave sehr geruhsam erzählt.
Dave wohnt auf der Insel HIER und sein „Leben“ ist geregelt. Wie auf der ganzen Insel alles geregelt und akkurat ist! Zuhause sitzt er am Schreibtisch, blickt aus dem Fenster und zeichnet die Straße und die Leute vor seinem Haus und hört immer nur ein Lied „The Eternal Flame“ von den Bangles (bereits über 427 Millionen Mal). Was muß passieren um das stereotype Sein aufzubrechen? Dave wächst ein Bart der nicht zu bändigen, geschweige denn zu beseitigen ist. Und das wo überall Unordnung strengstens verboten ist und die nicht perfekte Erscheinung und Gesichtshaar zur sofortigen Entlassung führt! Wie geht man mit diesem riesigen Bart um? Und kann ein Bart, sei er noch so groß, eine streng reglementierte Gesellschaft ändern?
Der Band von Stephen Collins ist groß, schwer und lang; aber er hat was.

Zitat:

Stephen Collins erzählt mit feinem, rabenschwarzem Humor die Geschichte von Dave, der in einem Land namens HIER lebt, wo die Menschen ein überreglementiertes,
monotones Leben führen. Großes Unbehagen bereitet den Einwohnern von HIER das Meer vor ihren Küsten; wahren Horror empfinden sie angesichts der Vorstellung dessen, was jenseits des Meeres liegt: ein Land namens DORT. Als sich Dave in seiner von Regeln und Ängsten dominierten Welt eines Tages die Sinnfrage stellt, wächst ihm ein gigantischer Bart; ein unerhörtes Ereignis, infolge dessen erst Daves Leben und dann das ganze Land aus den Fugen gerät.
Zitat:

Stephen Collins wurde 1980 im Süden Londons geboren. Für seine Cartoons und Illustrationen wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Jonathan Cape / Observer Graphic Short Story Prize. Stephen Collins’ Comics erscheinen im Guardian Weekend und anderen internationalen Magazinen. Er lebt mit seiner Frau in Hertfordshire.
http://www.stephencollinsillustration.com

Stephen Collins
Der gigantische Bart, der böse war
240 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 29,99€, ISBN: 3-85535-073-6 , Erscheinungsdatum Februar 2014 , Atrium Verlag http://www.atrium-verlag.com

zwergpinguin 11.05.2014 01:17

Totes Meer
 
Aus der Kategorie „Bester Comic-Strip“

Bin mal gespannt mit welchen überdrehten Wortschöpfungen der Vorschlag begründet wird.
Habe ich gefunden, Aus der Nominierungsliste:
Zitat:

Erstaunlich. Da erscheint der Comic-Strip „Totes Meer“ von einem Künstler-Kollektiv mit dem rätselhaften Namen „18 Metzger“ bereits seit 2003 in der Wochenzeitung „Jungle World“, aber erst die Buchausgabe des Ventil Verlags hat die Aufmerksamkeit der Max und Moritz-Jury endlich auf dieses wunderbare Kleinod gelenkt. Vielleicht liegt es daran, dass die Jungle World nicht zur regelmäßigen Lektüre der meisten Juroren gehört. Egal. Gerade das Durchblättern der Sammlung macht Lust auf mehr (das findet sich dann auf der Website der Metzger), ganz zu schweigen von Meer ... Aus dem toten Gewässer im Strip-Titel blühen Matrosenscherze in Farbstift-Strich, hin und wieder ergänzt durch fotografisch genaue Großschiff-Ansichten. Manchmal ist auch weit und breit kein Wasser zu sehen, dafür die Schweiz. Auf vier Panels, manchmal auch in einem einzigen, überlangen Panel, breiten 18 Metzger eine Weltsicht aus, die politisch und abstrus, humorig und scharfzüngig ist. Wie viele Metzger wirken nun tatsächlich an der Sache mit, zwei? Oder doch 18? Es kann einem schon vorkommen, als sei dieser Strip geradewegs einem dunklen Comic-Erdteil entstiegen. Wie schön, dass es ihn gibt!
Bei dem Strip tu ich mich schwer, darum ließ folgende Verlagsmeldung und schau dir die Leseprobe an.

Zitat:

Die 18 Metzger leben und arbeiten in Köln. Einer traurigen und von Gott zurecht verlachten Stadt. Der Strip “totes meer” erscheint in der Berliner Wochenzeitung »Jungle World«, seit er dort 2003 unverlangt eingesendet wurde. Dank nun enormen Erfolgsdrucks verdichten die 18 Metzger den Scheiß, den sie jede Woche in sich finden, zu wundervollen Diamanten.

Die Comics von 18Metzger, die in der Wochenzeitung »Jungle World« erscheinen, transformieren Alltag in maritime Grotesken. Die Strips sind bevölkert von Matrosen, die keine Sekunde still sitzen können, ohne eine neue Geschäftsidee zu haben. Sie haben mobiles Internet, aber keinen Grund, das Haus zu verlassen. Falls doch, begegnen sie der neuen Mitte (an deren BDSM-Abend das Stoppwort »Freiwillige Selbstverpflichtung« lautet) auf ihrem Weg nach unten. Ihr Versuch, eingebildeten Freunden oder ungebildeten Freundinnen Zuspruch zu spenden, gerät ungeschickt zur Kranzniederlegung. Sie geben vor, zu wissen, dass alles besser wird, wenn das Private nur politisch genug ist und sie im Falschen nicht Zeit mit dem Richtigen vertrödeln. Bei schlechtem Wetter verlegen sie ihren Beitrag zum Untergang der Welt in den Festsaal. Sobald sie die Augen zumachen, treten sie überall in Hundescheiße oder Globalisierungsverlierer. Sie ficken den ganzen Tag und nach ihrem Tod verwandeln sie sich in Bernstein. Wer nicht mit ihnen im selben Boot sitzt, dessen Wasserleiche posten sie auf ihrem Blog.
Totes Meer
18 Metzger
Hardcover, Querformat, farbig illustriert, 140 Seiten, 1. Aufl., März 2014, 19,90 €, ISBN 978-3-95575-000-8, ventil verlag
Leseprobe: http://www.ventil-verlag.de/pdf/Tote..._reinlesen.pdf


Hinnerk 11.05.2014 01:23

Die Leseprobe hat mich begeistert. Danke für den Tipp. Ist gekauft.

zwergpinguin 11.05.2014 01:28

Hätte ich mir ja denken können! :D :zwinker:

underduck 11.05.2014 09:44

Zitat:

Die 18 Metzger leben und arbeiten in Köln. Einer traurigen und von Gott zurecht verlachten Stadt.
Köln ist aufgestiegen! Köln hat eine grossen Dom. Köln hat einen Flughafen der abgekürzt weltweit CGN heisst. Köln ist keine verlachte Stadt, sondern Köln lacht über die Welt! :aetsch:

Köln hat Kölsch! :bier:

Maxithecat 11.05.2014 10:32

Zitat:

Zitat von underduck (Beitrag 469948)
Köln hat Kölsch! :bier:


Ja, noch nicht einmal richtiges Bier können sie brauen! :floet:

:D

underduck 11.05.2014 11:36

Ob sie dich da nochmal auf die Bühne lassen? :floet:

FrankDrake 11.05.2014 11:54

Zitat:

Zitat von underduck (Beitrag 469948)
Köln hat einen Flughafen der abgekürzt weltweit CGN heisst.

Heißt der nicht auch Kölnwahn oder so ähnlich? :D

zwergpinguin 11.05.2014 12:09

Schisslaweng
 
Nominiert durch das Publikum: Schisslaweng
Aus der Nominierungsliste:
Zitat:

Web-Comics, in deren Mittelpunkt der Künstler selbst steht, sind im Internet längst Legion. Aber „Schisslaweng“ von Marvin Clifford sticht deutlich hervor. In den letzten zwei Jahren hat der Zeichner aus der deutschen Hauptstadt mit seinen Kurzepisoden zu Recht eine große Fangemeinde um sich geschart. Mit seinem eleganten, in der Computerspiel-Branche geschulten Strich, fängt er wöchentlich kleine Szenen ein, die er zwar humoristisch überspitzt darstellt, die so aber (fast) jedem von uns passiert sein könnten. Diesen Tücken des Alltags geht dann nicht selten genau jene Leichtigkeit ab, die ja eigentlich der der Berliner Mundart entlehnte Begriff „Schisslaweng“ suggeriert. Ganz besonders betrifft das natürlich die – nicht gerade wenigen – Episoden, in denen die Freundin auftritt. Schon mit kürzesten Kommentaren versteht sie es, auch noch die (vermeintlich) heroischsten Aktionen des Protagonisten der Lächerlichkeit preiszugeben. Alles wie im richtigen Leben!
Schisslaweng? Laut wiki „Tut man etwas mit „einem Schisslaweng“, so geschieht dies mit Schwung, Leichtigkeit, Unbeschwertheit.“
Und genauso zeichnet Marvin Clifford. Leicht und locker zeichnet er seit 2012 seinen Webcomic Schisslaweng.
Nach dem er mit Shakes & Fidget aufhörte, fing er noch im gleichen Jahr mit Schisslaweng an. Von da an konnte Jeder mitverfolgen wie es im Leben eines Comiczeichners auszieht und wie die Welt aus seinem Blickwinkel aussieht. Bald darauf folgte ein Sammelband, der aber innerhalb kürzester Zeit vergriffen war. Und so gibt es jetzt den erweiterten Sammelband 1.02!
http://www.schisslaweng.net/ http://www.marvcomics.com/
Zitat:

Geboren in Berlin. Bekannt durch die Webcomics von Shakes & Fidget , dem gleichnamigen und mehrfach preisgekrönten Browserspiel von Playagames (über 15 Millionen Spieler weiltweit.) und, seit 2012, Autor und Zeichner des wöchentlichen Webcomics Schisslaweng. Arbeitet als Freiberufler für viele Kunden aus Werbung und Wirtschaft (u.a. für das MAD Magazin Deutschland) und ist Dozent am wannseeFORUM (Jugendbildungsstätte in Wannsee) und an der BTK – Kunstakademie (Akademie für Gestaltung Berlin Potsdamer Platz) für den Fachbereich Comic/Cartoons/Storyboard. Neben Auftragsarbeiten ist er dem Webcomic treu geblieben und veröffentlicht diverse Comicprojekte auf marvcomics.com.
Schisslaweng
Marvin Clifford
102 Seiten, Hardcover, 4farbig, erschienen im Oktober 2013; zweite, erweiterte Auflage mit einem Vorwort von Flix!, 23€ http://www.kwimbi.de/Kuenstler/Marvi...itauflage.html mit Leseprobe



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