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Heute gelesen: 10.1.2016

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Veröffentlicht: 10.01.2016 um 18:19 von Burma
Aktualisiert: 10.01.2016 um 18:26 von Burma
Stichworte résistance

Kinder der Hoffnung, nach dem Roman von Marc Levy, Alain Grand (Text und Zeichnungen), Panini 2015
(in Frankreich erschienen 2007)
http://www.comicguide.de/index.php/c...&display=short

Das ist die Geschichte von Raymond Lewy, geboren am 31.3.1923, und seinem jüngeren Bruder Claude. Erzählt wird sie von Raymonds Sohn Marc Lewy.

Raymond und Claude schliessen sich Anfang der 40er Jahre in jugendlichem Alter dem Widerstand gegen die deutschen Besatzer in Frankreich an. In Toulouse, das damals noch in der freien Zone lag, gehören bewaffnete Einsätze gegen Soldaten, Mitläufer und Bomben-Attentate bald zu ihrem gefährlichen Leben.

Der 35. Brigade der Résistance gehören Menschen mehrerer Nationalitäten an, Männer wie Frauen. Die "Mädchen" übernehmen überwiegend die Observationsaufgaben. Trotz oder gerade wegen der Jugend der meisten Mitglieder der Zelle gilt die eiserne Regel: Keine Liebesgeschichten innerhalb der Brigade.

Wer die Geschichte der Résistance kennt weiß, dass die Widerstandskämpfer in der Bevölkerung nicht nur Rückhalt erfahren. Vielmehr müssen sie ständig auf der Hut vor Denunzianten oder Nazi-Sympathisanten sein. Zahllose Opfer bringen sie in den Jahren bis 1944, bis sie von den Deutschen verhaftet auf ihre Exekution warten. Dabei spielt auch Verrat auf der Führungsebene des Widerstands eine üble Rolle.

Am 2.7.1944 werden Raymond und Claude sowie etwa 90 andere Häftlinge in Viehwaggons eines Deportationszuges verfrachtet. Auf Irrfahrten durch das umkämpfte Frankreich rollen die Waggons in Richtung Deutschland. Unter unmenschlichen Bedingungen werden die Gefangenen gezwungen zerstörte Bahnstrecken zu erneuern, Gewaltmärsche zurückzulegen und sich ergeben in ihr Schicksal zu fügen. Einigen gelingt am 25.8.1944 die Flucht, darunter Raymond und Claude. Nahezu alle anderen wurden von den Deutschen ermordet.

Die Erlebnisse der beiden jungen Männer sind so eindrucksvoll, dass es keiner herausragenden Zeichentechnik bedarf, den Roman von Marc Levy zu bebildern. Alain Grand hat jedoch zusammen mit der Koloristin Dominique Osuch die richtigen Mittel gefunden, um die dramatische Geschichte zu illustrieren.

Dies ist ein Buch, das von der Story getragen wird. Die Zeichnungen sind adäquat.
Ich wünsche diesem Buch viele Leser, gerade jetzt, da sich "besorgte Bürger" über einige Wahrheiten und Wichtigkeiten des Lebens offenbar im Unklaren sind.
Kategorie: Kategorielos
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